Greylune

DE RegelEN Rules
Spieler
2–4
Dauer
45–90 Min.
Alter
ab 14
Erschienen
2026
Komplexität
Mittel

Als Abenteurer in der Grenzstadt Greylune setzt ihr eure Dorfbewohner zwischen die Karten einer 3×3-Dorfauslage. Später zieht ihr sie wieder ab und kauft Gegenstände, werbt Gefährten an, nutzt Gebäude oder zieht auf Abenteuer los. Erlebte Begegnungen erzählt ihr in den Tavernen als Geschichten und macht daraus Ruhm (Regelheft).

Greylune (Sorry We Are French) ist ein Kennerspiel für 2–4 Personen ab 14 Jahren und ist 2026 erschienen. Eine Partie dauert 45–90 Minuten.

Titelbild: Verlag (sorryweare.fr) · Produktseite ↗

Auf einen Blick

  • Kniff: Jeder angrenzende Dorfbewohner macht eine Karte für alle um 1 Münze teurer, bringt aber beim Abziehen 1 Münze. Jeder entscheidet selbst, wann er vom Frühling (Einsetzen) in den Sommer (Abziehen) wechselt. Wer früh wechselt, greift zuerst zu, setzt aber weniger ein.
  • Für wen: Kenner
  • Ähnlich wie: Spyrium · Caylus (derselbe Autor, Arbeitereinsatz mit Zeitdruck; eigener Vergleich)
  • Wissenswert:
    • Einsetzen und Abziehen in getrennten Jahreszeiten: Wer schon im Sommer ist, darf nicht mehr zurück in den Frühling (Regelheft).
    • Punchboard: „one of my top 5 games so far this year“, für rund 25 £.

So wird gespielt

  • Ziel: die meisten Siegpunkte nach 5 Jahren in 3 Epochen (I: 2 Jahre, II: 2 Jahre, III: 1 Jahr). Gleichstand: geteilter Sieg.
  • Aufbau: 3×3-Dorfauslage aus 49 Dorfkarten (Gefährten, Gegenstände, Gebäude), 5/6/7 Begegnungen nach Spielerzahl, 1 Ereignis je Jahr (6 vorhanden, eines bleibt aus dem Spiel), 3 zufällige Heldenquests. Jeder hat 3 aktive Dorfbewohner (4 weitere im Vorrat), 8 Münzen und Stärke und Magie auf 0.
  • Jahresablauf: Jeder durchläuft die Jahreszeiten im eigenen Tempo. Das Jahr endet erst, wenn alle im Herbst sind.
    • Winter: neue Auslage, neue Begegnungen, nächstes Ereignis (im ersten Jahr entfällt er).
    • Frühling: Dorfbewohner zwischen zwei Dorfkarten setzen oder am Ereignis teilnehmen oder in den Sommer wechseln.
    • Sommer: Einen Dorfbewohner abziehen. Er bringt entweder Geld (1 Münze je anderen Dorfbewohner an der genannten Karte) oder er aktiviert eine angrenzende Karte (Preis plus 1 Münze je anderen angrenzenden Dorfbewohner). Abgezogene Dorfbewohner gehen ins Lager. Alternativ: Ereignis, Gegenstand nutzen oder einmal im Jahr die Sonderaktion des Tableaus. Den Herbst erreicht man erst, wenn kein eigener Dorfbewohner mehr im Dorf steht.
    • Herbst: Abenteurer kehrt heim, Dorfbewohner kommen zurück, Karten werden bereit gemacht. Einkommen: 3 Münzen, −1 je Gefährte, dazu Einkommensplättchen.
  • Karten:
    • Gefährten kosten immer 7 Münzen und bringen sofort einen Dorfbewohner. Dazu kommen eine Reaktion (Karte erschöpfen) und eine Endwertung. Höchstens 3 pro Partie.
    • Gegenstände kosten 2–7 Münzen. Höchstens 3 gleichzeitig; Tränke werden nach Gebrauch abgeworfen.
    • Gebäude bleiben liegen und können mehrfach genutzt werden, manche nur, solange Siegel-Plättchen darauf liegen.
  • Abenteuer: Der Abenteurer zieht über die Begegnungsleiste. Erfüllt man die Voraussetzung (z. B. mindestens 2 Stärke), gibt es die Belohnung, und die Karte wird zur „unerzählten Geschichte“. Wer verzichtet, nimmt auf bestimmten Feldern 1 Münze oder 1 SP oder erfüllt dort eine Heldenquest (wer zuerst kommt, bekommt mehr Punkte).
  • Tavernen: Geschichten mit zusammen höchstens Erzählwert 3 erzählen. Die Belohnungen sind gestaffelt (Wert 1, 2 oder 3). Karten mit Wert 3 nur allein, Karten mit Wert 0 gar nicht.
  • Stärke/Magie: jeweils bis 5, darüber 1 SP je weiterem Schritt. Bei 8 und 20 SP gibt es je ein Bonusplättchen.
  • Spielende: Nach dem Herbst des 5. Jahres kommen Quests, Gefährten und Gegenstände hinzu. Außerdem 2 SP für mindestens 3 Stärke und 3 Magie, 5 SP für 5/5.
  • Kein Solo-Modus.

Stimmen aus Rezensionen

  • Punchboard (Adam, 01.09.2026): „very, very good“, eines seiner 5 liebsten Spiele des Jahres.
    • Plus: in der kleinen Schachtel steckt ein „thick, juicy game“. Es kommt bei Wenig- wie bei Vielspielern an, und Vielspieler schätzen das Timing-Puzzle.
    • Minus: umständliche Punkteleiste. Epoche III hat immer dieselben 9 Dorfkarten, das bevorzugt erfahrene Spieler. Der Regel fehlen einzelne Punkte; eine überarbeitete Regel soll ab den Essen-Exemplaren beiliegen.
  • Gaming Trend (Nick, 01.10.2026; Verlagsexemplar): klar negativ.
    • „the least interactive worker placement I've ever played“
    • Die Reihenfolge der Karten entscheidet zu viel, und es gibt nur zwei oder drei Siegstrategien, auf die man sich früh festlegen muss.
    • Kleine Schachtel mit fummeligem Material; die Punkteleiste läuft schon bei 25 um, obwohl die Endstände laut Rezension weit darüber liegen („mid 100s“).

Ausgaben & Erweiterungen

  • Ausgaben: Englisch (Sorry We Are French), Französisch, Englisch (Pandasaurus Games). Keine deutsche Ausgabe gefunden (2026-10-20).
  • Keine Erweiterungen (2026-10-20). Punchboard wünscht sich eine Erweiterung, weil Epoche III immer dieselben 9 Karten nutzt.
  • Vorgänger: Spyrium (Ystari 2013).

Autoren & Verlag

  • Autor: William Attia (Caylus, Spyrium) · Illustration: David Sitbon, Ulric Maes · Regeltext: Mathieu Verdier (laut Impressum der englischen Regel)
  • Verlag: Sorry We Are French (Frankreich, 2026; französischer Handelsstart laut Play-In 16.10.2026) · USA: Pandasaurus Games (laut Pandasaurus „releasing September 2026“, Vorstellung zur Gen Con 2026) · deutsche Ausgabe: keine gefunden (2026-10-20). eine französische und die englische Pandasaurus-Ausgabe.
  • Neuauflage von Spyrium: ebenfalls von Attia). Statt Dampfmaschinen geht es nun um eine Fantasy-Grenzstadt.
  • SPIEL Essen 2026: Halle 6, Stand K400, „For Sale“, UVP 28 €. Gus & Co zählt das Spiel zu den Titeln, die man auf der SPIEL 2026 ausprobieren sollte (11.10.2026).

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