Memory
Alle Karten liegen verdeckt, wer am Zug ist, deckt zwei auf – ein gleiches Paar darf man behalten und gleich weitersuchen, sonst werden beide wieder umgedreht, und am Ende gewinnt der höchste Kartenturm (Regelheft).
Memory () ist ein Familienspiel für 2–8 Personen ab 6 Jahren und ist 1959 erschienen. Eine Partie dauert 30 Minuten.
Titelbild: Verlag (ravensburger.de) · Produktseite ↗ · Weitere Bilder: Amazon · bei Amazon ansehen ↗ (Affiliate-Link)
Auf einen Blick
- Für wen: Kinder ab 4 und Familien · laut Nutzerumfrage am besten zu zweit (Stand 2026-10-20, Details unter Auszeichnungen), Regel: 2–8
- Ähnlich wie: Pelmanism bzw. Concentration mit normalen Spielkarten (Vorläufer, Pagat); Zicke Zacke Hühnerkacke (eigener Vergleich: Merken verdeckter Plättchen als Rennspiel).
- Wissenswert:
- Wer sich bei der zweiten Karte irrt und dann die richtige Stelle weiß, darf trotzdem keine dritte Karte aufdecken (Regelheft).
- Gleichstand wird mit einer Entscheidungsrunde aus nur 9 Paaren entschieden (Regelheft).
Klassiker: Wie das Spiel entstand
Paare suchen ist älter als die Marke: Pagat beschreibt das Spiel mit normalen Spielkarten als Pelmanism, Concentration oder Memory; der britische Name geht auf das Pelman-Institut zurück, das Christopher Louis Pelman 1899 in London gründete. In Japan heißt es Shinkei-suijaku (Pagat).
Das Ravensburger memory® stammt laut Verlag von dem Schweizer Diplomaten William H. Hurter. 1959 kam es in den Handel, und die Startauflage war „so schnell verkauft wie kein Spiel zuvor“ (ravensburger.de, Markenseite memory®). Der Berliner Kurier (21.03.2024) gibt einen Bericht der Badischen Zeitung wieder: Hurter habe 1958 das erste Spiel dieser Art gebastelt, indem er Bilder auf Karton klebte. Das Spiel sei am 15. April 1959 auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellt worden, und die ersten 600 Exemplare hätten sich rasch verkauft.
Daneben kursiert eine Familienlegende: Laut memozor.com bastelte Heinrich Hurter, der Vater, das Spiel für seine Enkel aus Illustrierten- und Katalogbildern; William habe die Idee im Dezember 1957 dem Otto Maier Verlag angeboten, und die erste Ausgabe habe „Bilder memory“ geheißen. Diese Fassung ist nicht durch eine zweite Quelle bestätigt. Ravensburger nennt nur William H. Hurter.
Klassiker: Bedeutung für die Brettspielwelt
Ravensburger nennt memory® „wohl das bekannteste Merkspiel aller Zeiten“ (Serviceportal). Der Name steht inzwischen für das ganze Spielprinzip – Pagat führt „Memory“ als gängige Bezeichnung –, obwohl memory® eine eingetragene Marke der Ravensburger AG ist (Regelheft). Laut Ravensburger suchen weltweit mehr als 70 Millionen Menschen damit Bildpaare (Markenseite). Der Berliner Kurier nennt nach der Badischen Zeitung mehr als 75 Millionen verkaufte Spiele in über 80 Ländern.
Das Spiel ist zugleich ein Lern- und Lizenzmedium: Die Bilder lassen sich beliebig austauschen, von Tierbabys über Traktoren bis zu Kunstgemälden und Filmhelden (Ravensburger). Für die Kleinsten gibt es „My first memory®“ ab 2 Jahren. Mit eigenen Fotos lässt sich ein persönliches memory® gestalten (Ravensburger-Serviceportal).
Klassiker: Warum es heute aus der Zeit gefallen ist
Für Memory gibt es kaum redaktionelle Rezensionen; die Kritik ergibt sich vor allem aus dem Regelheft:
- Reines Glück am Anfang: Zu Beginn sind alle Karten unbekannt. Ob die ersten Treffer gelingen, entscheidet der Zufall, nicht das Gedächtnis.
- Wer trifft, macht weiter: Ein gefundenes Paar bringt sofort einen weiteren Versuch (Regelheft). Gegen Ende, wenn viele Karten bekannt sind, kann ein Spieler mehrere Paare am Stück abräumen.
- Kaum Entscheidungen, keine Interaktion: Man wählt nur, welche zwei Karten man umdreht. Auf die Mitspieler einwirken kann man nicht. Geeky Hobbies (Eric Mortensen, 04.10.2023) stuft Strategie als „Light“ und Glück als „Moderate“ ein.
- Länge wächst mit der Kartenzahl: Mit 72 Karten und bis zu 8 Spielern wird das Warten lang. Die Regel rät selbst, mit weniger Paaren zu beginnen.
- Was bis heute funktioniert: Die Regel passt auf eine Seite und funktioniert ab 4 Jahren. Kinder und Erwachsene können ohne Vorwissen gegeneinander spielen, und die Kartenzahl lässt sich an jedes Alter anpassen (Regelheft).
Klassiker: Moderne Alternativen
- Zicke Zacke Hühnerkacke – Wenn du an Memory das Merken verdeckter Bilder mochtest: Das Aufdecken treibt ein Hühnerrennen an, Überholen bringt Federn; ab 4, Kinderspiel des Jahres 1998.
- Geistertreppe – Wenn du an Memory das Gedächtnis als Kern mochtest: Die eigenen Figuren verschwinden unter gleich aussehenden Geistern, man muss sich merken, wo man steckt; ab 4, Kinderspiel des Jahres 2004.
- Das magische Labyrinth – Wenn du an Memory das Merken von Orten mochtest: unsichtbare Mauern unter dem Spielplan, die sich alle einprägen müssen, dazu Bewegung per Würfel; ab 6, Kinderspiel des Jahres 2009.
- Memoarrr! – Wenn du an Memory das Aufdecken mochtest, aber mehr Spannung willst: Jede Karte muss zur vorigen passen, wer danebenliegt, scheidet für die Runde aus; ab 8, 10–20 Minuten.
- Hanabi – Wenn du an Memory das Merken für Erwachsene suchst: kooperativ, man merkt sich Hinweise zu den eigenen, unsichtbaren Karten; Spiel des Jahres 2013.
So wird gespielt
- Material: 72 Bildkarten (36 Paare). Für 2–8 Spieler ab 4 Jahren.
- Ziel: am Schluss die meisten Kartenpaare besitzen.
- Vorbereitung: alle Karten mit der Bildseite nach unten mischen und in Reihen zu einem Rechteck legen.
- Spielverlauf: Der jüngste Spieler beginnt, dann im Uhrzeigersinn. Wer dran ist, deckt zwei Karten für alle sichtbar auf. Zwei gleiche Bilder: Paar nehmen und sofort zwei weitere Karten aufdecken, so lange, bis zwei verschiedene erscheinen. Verschiedene Bilder: wieder umdrehen, der Nächste ist dran.
- Nicht erlaubt: Nach einem Irrtum bei der zweiten Karte keine dritte Karte umdrehen.
- Spielende: Ist das letzte Paar aufgedeckt, stapelt jeder seine Paare zu einem Turm; der höchste Turm gewinnt. Bei Gleichstand Entscheidungsrunde mit nur 9 Paaren.
- Tipp: Beim ersten Spiel oder mit kleineren Kindern mit weniger Paaren beginnen und die Zahl steigern.
Stimmen aus Rezensionen
- Keine redaktionelle Rezension mit Fazit gefunden (zwei Suchen, nur Händler- und Regelseiten).
- Geeky Hobbies (Regelseite „The Original Memory Game“, Eric Mortensen, 04.10.2023): geekyhobbies.com – Einstufung Schwierigkeit „Light“, Strategie „Light“, Glück „Moderate“; Tipp: Karten in einem Muster auslegen, um sie leichter zu finden. Kritik: keine ausdrückliche.
Auszeichnungen
- Keine deutschen Spielepreise gefunden; Ausgabe nicht geprüft.
- gemeinfrei) mit vielen Verlagen.
Ausgaben & Erweiterungen
- Ravensburger-Ausgaben (Auswahl, ravensburger.de und Amazon-): Classic memory® (20889, Retro-Neuauflage), memory® Junior (20880), Natur (20881), CLAAS (20882), Deutschland (20883), Österreich (20884), Tierkinder (20879), My first memory® (ab 2), Kinder memory® als Mitbringspiel (22457), Collector's memory® (z. B. Walt Disney, Pokémon) sowie personalisierte Foto-memory® über myRavensburger.
- viele Paare-Suchspiele anderer Verlage (u. a. Schmidt, Noris, KOSMOS, Piatnik); diese heißen meist „Memo“ oder „Paare“, nicht memory®.
Autoren & Verlag
- Autor: William H. Hurter · Illustration: je Ausgabe verschieden
- Verlag (Original): Otto Maier Verlag Ravensburg, heute Ravensburger (1959; „memory®“ ist eine eingetragene Marke der Ravensburger AG laut Regelheft) · deutsche Ausgabe = Original: Ravensburger, zahlreiche Motivausgaben; als Grundausgabe aktuell „Classic memory®“ (Art.-Nr. 20889, Neuauflage im Stil von 1969, 64 Karten, 2–8 Spieler ab 6 laut Amazon-Listing, 2026-10-20) und „memory® Junior“ (20880, ab 3, ravensburger.de)
Videos auf YouTube
Die beliebtesten Videos zu Memory, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.
DEDeutschsprachige Videos (10)
- Musik-Memory | Vanessa Mai vs. Luna Schweiger | Spiel 10 | Schlag den Star
- Memory | SPIEL von Ravensburger | Konzentration und Gedächtnistraining
- Memory-Duell | Wincent Weiss vs. Edin Hasanovic | Spiel 8 | Schlag den Star
- Regeln für Memory - Schlag den Raab - Das Spiel
- "Nanu? Ich denk da liegt die Kuh" - Regeln und Anleitung - Ein Memory Spiel für Kinder ab 4 Jahren
- Memory (Spiel) / Anleitung & Rezension / SpieLama
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- MEMORY BOARD GAME || How to Play || Funskool || Match and Move || Lets Sit and Play
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