Hellas

Spieler
2
Dauer
45–60 Min.
Alter
ab 12
Erschienen
2002
Komplexität
Leicht
Regeln
DE RegelEN Rules
Mitspieler findenNoch keine StimmenSei der Erste – +5 Punkte

Zwei Spieler erobern die Inselwelt des alten Griechenland: Sie legen Landschaftsfelder mit je einer Stadt an, verstärken ihre Griechen und Schiffe, greifen Städte an oder entdecken neue – und mit Götterkarten von Ares, Poseidon und Zeus lässt sich fast jede Regel kurz außer Kraft setzen. Wer zuerst zehn Städte besetzt hält, gewinnt (Regelheft).

Hellas (KOSMOS 2002) ist ein Kennerspiel für 2 Personen ab 12 Jahren und ist 2002 erschienen. Eine Partie dauert 45–60 Minuten.

Auf einen Blick

  • Für wen: Zwei-Personen-Spieler, Freunde von Taktik mit Kartenglück · nur zu zweit
  • Ähnlich wie: keine im Bestand geprüft (Rezensionen nennen Kahuna vom selben Verlag als ausgeglichener).
  • Wissenswert: Die Götterkarten dürfen sich gegenseitig aufheben – im Regelheft-Beispiel kontern sich beide Spieler mit „Eine Götterkarte des Mitspielers wird ungültig!“, bis nur noch die Kartenzahl entscheidet. Angriffe übers Wasser brauchen einen Griechen mehr als die Verteidigung, über Land genügt Gleichstand (Regelheft).

So wird gespielt

  • Hinweis zur Quelle: Das Heft ist das Kosmos-Original (Art.-Nr. 692117, © 2002); der Abruf erfolgte über das Archiv spielanleitung.com, weil auf kosmos.de und im Kosmos-Support kein Heft mehr liegt. Alle 8 Seiten sind gelesen; Abbildungen (Landschaftsfelder, Kampfbeispiele) stehen nur als Bildunterschriften im Text.
  • Material: 30 Griechen (je 15 pro Farbe), 20 Schiffe (je 10), 48 Götterkarten (je 16 für Ares, Poseidon, Zeus), 2 Übersichtskarten, 24 Landschaftsfelder (sechseckig, Land und Wasser, jedes mit einer Stadt, manche mit Tempel).
  • Ziel: Wer zuerst zehn Städte mit seinen Griechen besetzt hält, gewinnt; das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler am Ende seines Zuges zehn Städte hält.
  • Aufbau: Götterkarten nach Göttern getrennt, einzeln mischen; jeder zieht je eine Karte von jedem Stapel auf die Hand. Das Delfin-Feld liegt als Startfeld, die übrigen 23 Landschaftsfelder als verdeckter Stapel. Der Spieler mit den hellen Figuren beginnt und legt das oberste Feld an das Delfin-Feld; auf jedes angelegte Feld kommt ein Grieche und ein Schiff. Abwechselnd weiter, bis jeder viermal an der Reihe war (4 Griechen und 4 Schiffe je Farbe). Dabei gilt: Wasser an Wasser, Land an Land, neues Feld grenzt ans Delfin-Feld oder an zwei liegende Felder; nicht anlegbare und Tempel-Felder werden beim Aufbau beiseitegelegt und danach wieder eingemischt. Der Startspieler darf im ersten Zug nach dem Aufbau noch keine Götterkarten spielen.
  • Zug: Eine von drei Handlungen ansagen – Verstärkung, Seefahrt oder Angriff –, danach Umgruppieren; Götterkarten dürfen beliebig viele eingesetzt werden.
    • Verstärkung: 3 Aktionen in beliebiger Mischung (Grieche einsetzen in eine eigene Stadt, Schiff einsetzen in eine Stadt mit eigenem Griechen, Götterkarte ziehen); mehr Städte mit Tempel als der Gegner geben eine 4. Aktion. Grenzen: höchstens 3 Griechen und 3 Schiffe je Stadt, höchstens 7 Götterkarten und 3 je Gott auf der Hand; gezogene Karten dürfen erst nach der Verstärkung angesehen werden.
    • Seefahrt (neue Stadt entdecken): oberstes Landschaftsfeld aufdecken und anlegen (Land an Land, Wasser an Wasser, an mindestens zwei Felder oder ans Delfin-Feld, keine neue Wasserfläche); erlaubt nur mit Schiffsmehrheit auf den über Wasser angrenzenden Feldern. Gelingt es, kommt ein Grieche (notfalls aus einer Stadt mit mindestens 2 Griechen) in die neue Stadt und ein Schiff von einem Nachbarfeld zurück in den Vorrat; misslingt es, wird das Feld unter den Stapel geschoben.
    • Angriff: über Land mit Griechen aus beliebig vielen direkt angrenzenden Städten (in jeder Stadt bleibt mindestens ein Grieche zurück); erfolgreich bei mindestens gleich vielen Angreifern wie Verteidigern. Über Wasser (alle Felder am Delfin-Feld gelten als benachbart) muss man einen mehr haben. Schiffe zählen im Kampf normalerweise nicht. Der Verlierer nimmt alle Figuren zurück, der Sieger tauscht erbeutete Schiffe gegen eigene; scheiternde Angreifer gehen in den Vorrat. Mehr als 3 Griechen in der eroberten Stadt werden abgegeben.
    • Umgruppieren: nach Verstärkung beliebig zwischen den eigenen Städten; nach Seefahrt oder erfolgreichem Angriff nur in die neue bzw. eroberte Stadt; nie eine Stadt ganz leer ziehen (ein Grieche bleibt), nie mehr als 3 Griechen und 3 Schiffe je Stadt.
  • Götterkarten: Poseidon (Meer, meist Seefahrt), Ares (Krieg, Kampf), Zeus (vielfältige Hilfe). Karte offen ausspielen, Text vorlesen, ausführen, dann auf den Ablagestapel des Gottes. Manche sind auch im Zug des Gegners spielbar (mit Symbol gekennzeichnet, Reaktion nur unmittelbar nach dem Ausspielen). Eine gerade gezogene Karte darf nicht sofort gespielt werden (Ausnahme: „Mache zwei Spielzüge nacheinander“, vor der Verstärkung zu spielen). Karten, die sich auf eine bestimmte Handlung beziehen, gehen nur bei dieser Handlung. Das Heft führt drei ausführliche Kampfbeispiele mit Gegenkarten vor.
  • Fehlerhinweis im Heft: Auf der Ares-Karte „Tausche in einer deiner Städte vor deinem Angriff beliebig viele Schiffe in Griechen um!“ steht fälschlich das Symbol für „auch im gegnerischen Zug spielbar“; die Karte gilt nur im eigenen Zug.

Stimmen aus Rezensionen

  • H@LL9000 (Orell Mielke, Wertung 3,2 bei 9 Bewertungen): Regeln „recht einfach zu durchschauen“, man müsse sich aber oft über die Reihenfolge der Züge vergewissern; vorausschauendes Planen sei kaum nötig, weil die Götterkarten Planungen zunichtemachen; bei gleichstarken Spielern wechsle die Führung mit jedem Zug, bei ungleichen sei ein Vorsprung kaum aufzuholen; „etwas mühsam“ und mit etwa einer Stunde zu lang für eine schnelle Revanche.
  • Reich der Spiele (Ingo Krüger, 2005): schildert die Ausstattung (Soldaten, Schiffe, Landschaftskarten, Götterkarten mit Porträts) als reizvoll, die Anleitung hätte „etwas verständlicher“ sein können; im Schlusswort ziehen die Götter Kahuna oder Babel als „interessanter“ vor.

Ausgaben & Erweiterungen

  • Englisch bei Rio Grande Games (2002), französisch bei Tilsit. Keine Erweiterungen.
  • Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Spiel von Stefan Dorra und „History of the Ancient Seas I: HELLAS“ (Sound of Drums, 2024).
  • Fan-Material (nicht verlinkt): Übersichten der Götterkarten, Spielablauf-Diagramm, Übersetzungen.

Autoren & Verlag

  • Autor: Franz-Benno Delonge · Illustration: Claus Stephan, Grafik Grafikstudio Krüger (Regelheft)
  • Verlag: KOSMOS 2002 (Art.-Nr. 692117; Reihe „Spiele für Zwei“) · deutsche Ausgabe: KOSMOS, 2002 (englisch: Rio Grande Games 2002, französisch: Tilsit). Auf kosmos.de nicht mehr zu finden (Produktsuche, 2026-10-27)

Kartenhüllen (Sleeves) für Hellas

50 Karten in einer Größe. Gilt für: deutsche Ausgabe Kosmos 2002, Art.-Nr. 692117.

59 × 91 mmFormat Standard European50 KartenMaß bitte nachmessen
48 Götterkarten · 2 Übersichtskarten

Die 24 Landschaftsfelder sind Plättchen, keine Karten.

Je Marke die engste passende Größe; Packungen aufgerundet, Erweiterungen nicht mitgezählt. Kartenzahl laut Regelheft, Kartenmaß laut Verlag bzw. Sleeve-Hersteller (Stand 27.10.2026). Preise je Packung, maßgeblich ist der Preis im Shop. Mit * markierte Links und Amazon sind Partnerlinks: Kaufst du darüber, bekommen wir eine kleine Provision, der Preis bleibt gleich. Mit weiteren Spielen im Sleeve-Finder zusammenrechnen →

Quellen

Videos auf YouTube

Die beliebtesten Videos zu Hellas, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.

DEDeutschsprachige Videos (7)

ENEnglischsprachige Videos (10)