Archipelago

KennerExperten▶ 13 VideosStand 15.10.2026
DE RegelEN Rules
Spieler
2–5
Dauer
30–240 Min.
Alter
ab 14
Erschienen
2012
Komplexität
Anspruchsvoll

Als Entdecker im Zeitalter der Kolonisierung erkundet ihr Inselfelder, erntet, handelt und baut – doch wenn das Rebellionspotenzial die Bevölkerung übersteigt, verlieren alle gemeinsam, außer ein heimlicher Separatist (Regelheft).

Archipelago () ist ein Expertenspiel für 2–5 Personen ab 14 Jahren und ist 2012 erschienen. Eine Partie dauert 30–240 Minuten.

Auf einen Blick

  • Für wen: Kenner/Experten
  • Ähnlich wie: keine belegten Vergleiche recherchiert (offen).
  • Wissenswert: Jeder kennt nur seine eigene geheime Endbedingung – das Spiel endet, sobald irgendeine eintritt. Ein Spieler kann insgeheim der Separatist sein, der nur gewinnt, wenn die Kolonie in den Unabhängigkeitskrieg kippt.

So wird gespielt

  • Ziel: Halbkooperativ: Endet das Spiel über eine Spielzielkarte, haben alle das Spiel besiegt, und der Sieger wird über Siegpunkte ermittelt. Übersteigt das Rebellionspotenzial die Bevölkerung, verlieren alle – außer dem Separatisten, der dann allein gewinnt.
  • Aufbau: 4 Spielpläne (Lokaler Markt, Exportmarkt, Stabilität der Kolonie, Arbeitsmarkt), Meerfeld in der Mitte, je Spieler Schiff, 2 Bürger, 3 Aktionsscheiben, 10 Florin hinter dem Sichtschirm. Runde 0: jeder legt ein Archipelfeld an, setzt Bürger ein und gibt eine Ressource in den lokalen Markt. Eine offene Trendkarte und je eine geheime Spielzielkarte.
  • Runde (6 Phasen): Deaktivierung · Spielerreihenfolge per geheimem Gebot (alle Gebote gehen an die Bank, Höchstbietender legt die Reihenfolge fest) · Bevölkerungseffekte (Märkte, Bevölkerung und Arbeitslosigkeit treiben Arbeitslosigkeit und Rebellion) · Gleichgewicht: Nachfragekrisen auf lokalem Markt und Exportmarkt reihum bedienen, sonst werden Bürger zu Rebellen · Aktionen per Aktionsrad · Kauf/Drehen von Entwicklungskarten.
  • Aktionen: Steuern (+1 Rebellion), Ernte (Fisch nur per Schiff), Handel, Entdeckung (neues Feld an mindestens zwei Felder), Reproduktion (wo genau zwei eigene Bürger stehen), Rekrutierung, Migration (Flottensystem für Seetransport), Bauen (Stadt, Markt, Hafen, Tempel, Schiffe). Städte kontrollieren das ganze Feld, Tempel schützen vor der Krise. Weitere Aktionsscheiben, sobald ein Stapel Entdeckerplättchen leer ist (max. 5).
  • Entwicklungskarten: Charakter- und Fortschrittskarten, teils von allen nutzbar (1 Florin an den Besitzer); Weltwunder müssen gebaut werden und bringen Siegpunkte.
  • Wertung: Je offengelegter Spielzielkarte 3/2/1 Siegpunkte für die Ränge 1–3, Trendkarte 2–4 Siegpunkte, dazu Karten und Weltwunder. Gleichstand: mehr Florin.
  • 2 Spieler: ohne Separatist und Pazifist, je zwei Spielzielkarten, je zwei Farben, weiter höchstens 5 Aktionsscheiben; Variante „Wohltäter“ empfohlen. Weitere Varianten: Wüstenexpedition, Keine Geheimnisse, Mehr Kontrolle, Mehr Würze.

Stimmen aus Rezensionen

  • Space-Biff! (Dan Thurot, 09.07.2013, spacebiff.com): eines der besten Spiele des Jahres, Mechanik und Thema greifen eng ineinander, verdeckte Ziele und offenes Spielende sorgen für Spannung, viel Verhandeln und Verrat; Kritik: das Thema (Ausbeutung in der Kolonialzeit) dürfte manchen unangenehm sein.

Auszeichnungen

  • 2015 MinD-Spielepreis Komplexes Spiel (Nominierung)

Ausgaben & Erweiterungen

  • Erstausgabe 2012 (EN, FR, DE als einzelne Versionen), englische zweite Auflage 2018.
  • Box-Erweiterung: War & Peace – eigene Datei, in der Warteschlange; eine deutsche Ausgabe ist nicht belegt.
  • Kleinkram: Solo Expansion.

Autoren & Verlag

  • Autor: Christophe Boelinger · Illustration: Vincent Boulanger, Ismaël Pommaz, Chris Quilliams
  • Verlag (Original): Ludically (2012) · deutsche Ausgabe: Ludically 2012. Englische zweite Auflage 2018, keine neuere deutsche Auflage gefunden.

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