Welfen und Staufer

Kenner 112 Karten · SleevesStand 27.10.2026
Mitspieler findenNoch keine StimmenSei der Erste – +5 Punkte
DE RegelEN Rules
Spieler
2
Dauer
180 Min.
Alter
ab 16
Erschienen
1990
Komplexität
Anspruchsvoll

Historisches Zwei-Personen-Spiel um den deutschen Thron im 12. Jahrhundert: Welfen gegen Staufer werben Erzbischöfe, Herzöge und Grafen an, erobern Burgen, gründen Städte und müssen Wähler aller vier Stämme in einer fränkischen Stadt versammeln, um ihren Fürsten in Aachen krönen zu lassen (Regelheft).

Welfen und Staufer (Kuhlmann Geschichtsspiele) ist ein Kennerspiel für 2 Personen ab 16 Jahren und ist 1990 erschienen. Eine Partie dauert 180 Minuten.

Auf einen Blick

  • Für wen: Geschichts- und Konfliktsimulationsfans
  • Ähnlich wie: keine im Bestand geprüft.
  • Wissenswert: Wer eine Schlacht übersteht, kann aus Dankbarkeit eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela geloben – und fällt dann für Runden aus, unterwegs drohen Räuber und Erschöpfung (Regelheft und Datenblatt). Die Karte zeigt das Reich von 1138; der Autor entschuldigt sich im Glossar, dass Semmering-Pass und Burg Wartenstein etwa 50 km zu weit östlich liegen.

So wird gespielt

  • Hinweis: Gelesen wurde die vollständige englische Regel der Fassung von 1996 („New edition 1996, English edition 1997, 1st reprint 2000“) mit Grundspiel, Zusatzregeln A–I, fünf Szenarien, Glossar, Chronik und Nachträgen; S. 93–96 der PDF enthalten keinen Text. Die Neuauflage 2006 hat laut Verlag eine „komplett überarbeitete“ Regel (siehe Offene Punkte).
  • Material: Spielplan (Heiliges Reich 1138 mit Burgund, Italien, Deutschland, Feldern für Pilgerfahrt, Wahl/Krönung und Heeresgruppen), 112 Karten (Wappenkarten der 6 Welfen und Staufer und 50 Adligen und Kleriker, Reichslehen, Kirchenlehen, Kronkarten, Ereignis- und Szenariokarten), 100 Holzscheiben (60 neutrale, 20 weiße Staufer, 20 schwarze Welfen; dazu Heeresgruppen, Sonderfiguren, Zerstörungs- und Besetzungsmarker), Würfel, Datenblätter.
  • Festungen: Stadt 300 Stärke (bis 800 verstärkbar), Stadt 200 (bis 500), Burg 150 (bis 250); dazu „Hütten“ als Orte für Stadtgründungen, Brücken, Alpenpässe.
  • Aufbau Grundspiel: Wer höher würfelt, führt die Staufer (Karten 1–3), der andere die Welfen (4–6); jede Seite erhält 5 zufällige Adlige oder Kleriker offen. Die übrigen Wappenkarten bilden mit den Lehenskarten den verdeckten Stapel „Neutrale“, die Kronkarten liegen bereit. Spielsteine starten auf der ersten Festung ihrer Karte.
  • Zug (Staufer beginnen, in Runde 1 keine Angriffe): 1) Pilger und Gefangene, 2) Bewegung und eine Aktion je Stein, 3) Heeresgruppen bilden, ändern oder auflösen, 4) Wahl oder Krönung, 5) neue Verbündete erklären und Lehenskarten zuteilen.
  • Bewegung: Ein Gebiet je Zug, Flüsse nur über Brücken, im Hochgebirge nur auf Straßen; auf Straßen beliebig weit, bis eine nicht kontrollierte Festung, Brücke oder ein Pass unterbricht. Durchzug durch neutrale Festungen sowie durch Frankreich und Ungarn bei 4–6 (1W6), an Hütten und zerstörten Festungen bei 2–6.
  • Stärke und Kampf: Ein Stein ist in einem Gebiet stärker, wenn dort eigene Festungen seiner Karte liegen (+150 Burg, +200 Stadt, +300 Großstadt). Jede volle 50 Punkte Überlegenheit geben +1 auf den Wurf (höchstens +8); beide würfeln 1W6, ab +3 Vorsprung siegt der Angreifer: Festung erobert (besetzen oder zerstören), Gegner ohne eigene Festung im Gebiet gefangen, Sieger zieht eine Karte von den Neutralen. Danach würfelt jeder Beteiligte sein Schicksal (2W6, Tabelle „Fate I“ für Sieger, „Fate II“ sonst): überleben, Pilgerfahrt oder Tod mit anschließender Nachfolge (Nachfolger bleibt treu, wird neutral oder wechselt die Seite, abhängig von den Festungen).
  • Stadtgründung: Mindestens 300 Stärke im Gebiet, je volle 300 ein Versuch mit 2W6, ab 8 gegründet (eine „2“ beendet die Versuche). Jeder Stein höchstens eine Stadt je Zug; Herzöge dürfen in ihrem ganzen Herzogtum gründen.
  • Heeresgruppen: 2–6 Steine, je Seite bis zu 3; ziehen und kämpfen gemeinsam, gründen keine Städte, gehen nicht auf Pilgerfahrt.
  • Wahl und Krönung (Sieg): In einer eigenen Stadt im Gebiet der Franken eine Wahl ausrufen (Königsfrieden-Marker schützt bis zum nächsten eigenen Zug); in der Versammlung je zwei Wähler der Franken, Bayern, Schwaben und Sachsen, darunter ein Erzbischof und der Kandidat. Der Gewählte (Karte 75, Gegenkönig Karte 76) zieht mit mindestens 1.200 Stärke Geleit nach Aachen; ist Aachen nicht vom Gegner besetzt, ist er gekrönt und gewinnt. Nach drei Stunden ohne Krönung siegt die höhere Gesamtstärke.
  • Zusatzregeln: A verdeckte Parteigänger, B Fehden und Tod von Klerikern (Ereigniswurf zu Zugbeginn), C Einfälle und Pest (Ereigniskarten), D Heiratspolitik mit vier Prinzessinnen, E Elbslawen in Mecklenburg und Brandenburg, F erweiterte Wahl- und Krönungsregel (mindestens 7 Steine), G Kampftabelle mit 2W6 nach Stärkeverhältnis, H Drachenstein zum Neuwürfeln, I Verrat und Verstärkungskarten. Nachträge: Herzöge und Könige dürfen zerstörte Festungen neu gründen.
  • Szenarien: 1138 „The Wrong Successor“, 1148 „A Failed Reconciliation“ (mit Normannen und Byzantinern), 1176 „A Refusal in Upper Italy“ (Lombardischer Bund), 1192 „The Flight of Richard the Lion Heart“ (geheime Fluchtroute), 1198 „A Child as King“ – jeweils mit eigenem Aufbau, Kalender, Sieg- und Nachfolgeregeln sowie dem historischen Ausgang.

Ausgaben & Erweiterungen

  • 1. Auflage 1990, 2. Auflage 1991.
  • 1996 neu produziert; englische Ausgabe „Guelf and Ghibelline“ 1997, Nachdruck 2000, Redaktion Kevin van der Schyff (Regelheft).
  • 2006 überarbeitete Neuauflage: gleiches Material plus 210 Markierungen für verbündete Festungen und Stadtbesatzungen; einheitliche Regel statt Grund- und Zusatzregeln, je Zug handeln nur 2–3 Steine, Ressourcen aus Stadtgründungen und Plünderungen, Burgenbau, Auswahl neuer Verbündeter, Ereignisse wieder Pflicht (Verlagsseite ghkuhlmann.de, Stand 25.09.2006).
  • Kleinkram: Zusatzset und Zusatzmarkierungen zur Ausgabe 1996 (Verlag), Szenario-Seiten auf der Verlagsseite.

Autoren & Verlag

  • Autor: Gerhard H. Kuhlmann · Illustration: Helmut Eisele jr. (Spielplan, Karten, Spielsteine), Werner Pollak (Schachtel) (Regelheft und Verlagsseite)
  • Verlag: Kuhlmann Geschichtsspiele, Hannover (1990) · deutsche Ausgabe: Kuhlmann Geschichtsspiele – 1990 und 1991 in zwei Auflagen, 1996 neu produziert, 2006 „überarbeitete Neuauflage“ (Verlagsseite ghkuhlmann.de). Englische Ausgabe „Guelf and Ghibelline“ 1997, Nachdruck 2000 (englisches Regelheft). Im Verlagsshop (Stand der Seite 29.03.2017) sind nur noch ein Zusatzset (8,55 €) und das „Regelheft Welfen und Staufer 2010 (PDF)“ (5 €) lieferbar, nicht das Spiel selbst

Kartenhüllen (Sleeves) für Welfen und Staufer

112 Karten. Gilt für: Kuhlmann Geschichtsspiele 1996/2006 (gleiches Kartenmaterial laut Verlag).

Maß noch unbekannt 112 Spielkarten (Wappen-, Lehens-, Kron-, Ereignis- und Szenariokarten) – hier fehlt uns noch eine verlässliche Angabe; bitte vor dem Kauf nachmessen.

Kein Maß vom Verlag oder Sleeve-Hersteller gefunden.

Packungen aufgerundet, Erweiterungen nicht mitgezählt. Kartenzahl laut Regelheft, Kartenmaß laut Verlag bzw. Sleeve-Hersteller (Stand 27.10.2026). Mit * markierte Links sind Partnerlinks: Kaufst du darüber, bekommen wir eine kleine Provision, der Preis bleibt gleich. Alle Spiele und Sleeve-Größen im Überblick →

Quellen