Union Pacific
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DE RegelEN RulesSpieler
2–6
Dauer
90 Min.
Alter
ab 12
Erschienen
1999
Komplexität
Leicht
Zehn Eisenbahngesellschaften teilen das Netz der Union Pacific unter sich auf – pro Zug baust du entweder eine Strecke aus und ziehst dafür eine Aktie oder legst Aktien vor dich, denn nur ausgelegte Aktien zählen, wenn eine Prämienkarte im Stapel die Ausschüttung auslöst (Regelheft).
Union Pacific () ist ein Familienspiel für 2–6 Personen ab 12 Jahren und ist 1999 erschienen. Eine Partie dauert 90 Minuten.
SpielartGegeneinander
AnspruchLeichtSprachunabhängig
Auf einen Blick
- Für wen: erfahrene Familien bis Kenner
- Ähnlich wie: Airlines Europe – Nachfolger (2011); Union Pacific ist selbst die Überarbeitung von Moons „Airlines“ (Abacus 1990), ohne Sabotage, mit neuer Union-Pacific-Aktie (Game Cabinet, Reich der Spiele). Chicago Express – Aktien und Strecken, aber mit Versteigerung. Zug um Zug – gleicher Autor, ohne Aktien.
- Wissenswert:
- Die namensgebende Gesellschaft hat keine einzige Lok: Ihre Aktien sind bei der ersten Ausschüttung 0 Dollar wert, bei der vierten bis zu 20 Millionen (Regelheft S. 11).
- Essener Feder 1999 für die beste Spielregel.
So wird gespielt
- Material: Plan Nordamerika, 131 Loks in 10 Farben (7–23 je Gesellschaft), 98 Aktien (6–18 je Gesellschaft), 20 Union-Pacific-Aktien, 40 Schienenkarten (vier Schienenarten plus Joker), 4 Prämienkarten, 6 Übersichtskarten, Geld. Jede Aktie zeigt Aktienzahl, Lokzahl und erlaubte Schienenarten.
- Aufbau: Je eine Lok auf das Startfeld jeder Gesellschaft, die El Paso & Rio Grande (einzige mit allen vier Schienenarten) bekommt zwei. Jeder: 3 Schienenkarten, 1 UP-Aktie, 4 Aktien (Update: 5); alle legen gleichzeitig eine Aktie als erste Investition aus (Update: keine UP-Aktie). Vier Aktien offen; Stapel aus 6 Karten, 18 Karten mit 1 Prämienkarte, Rest mit 3 Prämienkarten (Update: zweiter Sechserstapel unten).
- Zug: Schienenkarte ziehen (Pflicht), dann eine Aktion. Ausbauen: Schienenkarte abwerfen, Lok beliebiger Farbe auf ein freies neutrales Feld dieser Schienenart – die Gesellschaft muss die Art befahren dürfen, darf auf der Verbindung noch nicht stehen und muss über eigene Loks mit dem Startbahnhof verbunden sein; leerer Vorrat stoppt den Ausbau. Aktienbesitz ist nicht nötig. Dann eine Aktie nehmen: offen (nachlegen), verdeckt oder Union Pacific; zusätzlich darf eine Handaktie ungesehen gegen eine UP-Aktie getauscht werden. Vier gleiche offene Aktien kommen aus dem Spiel. Investieren: beliebig viele Aktien einer Gesellschaft oder je eine von zwei Gesellschaften auslegen, dann eine Schienenkarte abwerfen.
- Ausschüttung: Prämienkarte offen ablegen, Ersatz ziehen, abrechnen. Wert = Loks + 1 (Startbahnhof). Hauptaktionär voller Wert, Zweitaktionär Hälfte abgerundet; allein beides; Gleichstand teilt die Summe abgerundet (kann 0 ergeben). Nur ausgelegte Aktien zählen. Union Pacific: bis zu fünf Aktionäre nach Tabelle – 1. Ausschüttung 0, dann 10/8/6/4/2, 15/12/9/6/3, 20/16/12/8/4 Mio.; unbesetzte Plätze verfallen.
- Ende: nach der vierten Ausschüttung gewinnt das meiste Geld. Zwei Spieler: Ende mit der dritten; ein fiktiver Dritter erhält zuvor alle Rest-Aktien. Profi-Variante: vier Prämienstapel abwechselnd mit Sechserstapeln. Update 1.1: volle Schienenart → deren Karten raus; letztes Lokfeld → sofort Ende nach einer letzten Ausschüttung; Variante: UP-Aktien nur per Tausch.
Stimmen aus Rezensionen
- Pöppelkiste (1999): „Volltreffer“ nach Elfenland; Reiz ist der ständige Konflikt zwischen Bauen und Auslegen, Züge sind schnell, spielt sich in jeder Besetzung gut; nur der erste Aufbau dauert.
- Game Cabinet (Mike Siggins, 1999): „Airlines II“, glatter als das Original, UP-Aktien bringen Reiz; Airlines-Besitzer fänden kaum Kaufgründe.
- H@LL9000 (Steffen Stroh, 2003, 4,8/6): „junger Klassiker“, Anleitung und Übersichtskarten vorbildlich; die Profi-Variante zur Prämienverteilung sollte Standard sein. Leser: zu fünft/sechst zäh; Startspielervorteil, UP-Aktien überbewertet; Gelb und Orange schwer unterscheidbar.
- Reich der Spiele (Rainer Fieseler, 2005): „Entscheidungsnotstand immerzu“, meist erst in der letzten Wertung entschieden. brettspiele-report (Jörg Lehmann, 2007, 15 Punkte): Empfehlung; ein Leser rät zum Regelupdate, das das Ende strafft.
Auszeichnungen
- Nominierung Spiel des Jahres 1999 · Deutscher Spielepreis 1999, Platz 3 (Preislisten) · Essener Feder 1999 für die beste Regel · Nominierung International Gamers Award 2000
- Jury: „kribbelndes Dilemma“ zwischen Ausbauen und Aktivieren der Aktien; trotz Glücksanteil gewinne, wer „clever gespielt“ habe – „Ein intelligentes Spiel für intelligente Spieler.“ (spiel-des-jahres.de)
Ausgaben & Erweiterungen
- AMIGO 1999 · Rio Grande Games 1999 (29466) · 999 Games 1999 (26474; Jahr laut Fan-Übersetzung).; AMIGO gab 2009 nur überarbeitete Regelseiten heraus (Version 1.1).
- Keine Erweiterungen. Verwandt: Vorgänger „Airlines“ (Abacus 1990) und Nachfolger Airlines Europe; laut Opinionated Gamers (2018) machte Moon mit dieser Reihe die zufällig ausgelöste Wertung populär.
Autoren & Verlag
- Autor: Alan R. Moon · Illustration: Franz Vohwinkel
- Verlag (Original): AMIGO (1999) · deutsche Ausgabe = Original: AMIGO 1999, Untertitel „Zug um Zug zum Eisenbahnbaron“ (Regelheft S. 1). Vergriffen: amigo-spiele.de ohne Treffer, der AMIGO-Blog nennt das Spiel nur auf der Autorenseite zu Moon (2026-10-21); brettspiele-report „Nicht mehr erhältlich“, luding.org „Out of print“. Englisch: Rio Grande Games 1999, niederländisch: 999 Games.
- Dazu: DE = Spiegel des AMIGO-Hefts (1999, Version 1.0, 12 S.) bei brettspiele-report, da AMIGO das Spiel nicht mehr führt; dort auch das AMIGO-Regelupdate 1.1 (2009, 2 S.): brettspiele-report.de (PDF). EN nur als Abschrift (riograndegames.com aus der Cloud gesperrt, HTTP 403). Jury: spiel-des-jahres.de
Videos auf YouTube
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