Medici
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DE RegelEN RulesSpieler
3–6
Dauer
60 Min.
Alter
ab 10
Erschienen
1995
Komplexität
Leicht
Als Kaufleute im Florenz des 15. Jahrhunderts ersteigert ihr Warengruppen für eure Schiffe – und das Geld, das ihr beim Bieten ausgebt, sind zugleich eure Siegpunkte (Regelheft).
Medici () ist ein Familienspiel für 3–6 Personen ab 10 Jahren und ist 1995 erschienen. Eine Partie dauert 60 Minuten.
SpielartGegeneinander
MechanikVersteigern & BietenSets sammeln
AnspruchLeichtWenig Text
Auf einen Blick
- Für wen: Kenner/Familien mit Spielerfahrung
- Ähnlich wie: Modern Art – Game Cabinet nennt ähnliche Versteigerungsmechanik und ein ähnliches Spielgefühl; Wikipedia zählt Medici, Modern Art und Ra zu Knizias Auktionsspielen.
- Wissenswert: Wer die wertvollste Schiffsladung hat, bekommt Geld – wer die wenigste hat, geht leer aus. Und: Der Versteigerer bekommt für die Gruppe, die er anbietet, nichts, entscheidet aber, wie viele Karten (1–3) versteigert werden und bietet als Letzter.
So wird gespielt
- Ziel: Nach drei Spielrunden („Tagen“) das meiste Geld (Florentiner) haben.
- Material (1995): Spielbrett mit fünf Handelskontoren (je 8 Felder) und Vermögensleiste 0–99, 36 Warenkarten (Metall, Porzellan, Farbstoff, Tuch, Gewürze, je 7 Karten mit den Werten 0, 1, 2, 3, 4, 5, 5) plus 1 neutrale Karte mit Wert 10, je Spieler 5 kleine und 1 großer Stein. Startvermögen 40 (3–4 Spieler) bzw. 30 Florentiner (5–6).
- Aufbau: Je Spieler ein kleiner Stein auf das unterste Feld jedes Kontors. Je Runde werden bei 3 Spielern 18, bei 4 Spielern 24, bei 5 Spielern 30 Karten benutzt (übrige aus dem Spiel für diese Runde), bei 6 alle 36.
- Versteigerung: Wer dran ist, deckt 1, 2 oder 3 Karten vom Stapel offen auf (Entscheidung nach jeder Karte). Die Gruppe wird nur als Ganzes verkauft; links vom Versteigerer beginnt jeder reihum mit einem einmaligen Gebot (höher als das vorige) oder passt; der Versteigerer ist als Letzter dran. Der Höchstbietende zahlt sein Gebot vom Vermögen (nie unter 0, mindestens 1) und legt die Karten offen vor sich. Passen alle, werden die Karten aussortiert. Jeder darf höchstens 5 Karten besitzen; Spieler mit voller Ladung scheiden für die Runde aus. Man darf Gruppen anbieten, die größer sind als die eigene Restkapazität, solange mindestens ein Mitspieler sie noch kaufen kann.
- Rundenende: Haben alle bis auf einen 5 Karten, nimmt der Letzte die obersten Karten kostenlos nach; auch wenn der Stapel leer ist, endet die Runde (Schiffe können mit leeren Laderäumen fahren).
- Wertung der Runde: (1) Summe der Kartenwerte: bester bekommt 30, zweiter 15/20/20/20 (3/4/5/6 Spieler), dritter 10 usw., der Letzte nichts; bei Gleichstand wird geteilt (abgerundet). (2) Je Ware wandert der kleine Stein um so viele Felder hoch, wie man Karten dieser Ware hat (Wert 10 zählt nicht); je Kontor bekommt der Erste 10, der Zweite 5 Florentiner (bei Gleichstand geteilt); die obersten Felder (Prämienfelder) bringen zusätzlich 10 bzw. 20.
- Nächste Runde: Alle 36 Karten werden neu gemischt, der Spieler mit dem geringsten Vermögen beginnt.
- Spielende: Nach der Wertung der dritten Runde gewinnt der Reichste.
- Unterschiede der neueren Ausgabe (RulesPal): Waren Tuch, Pelz, Getreide, Farbstoff, Gewürz; Zweierspiel mit längeren Schiffen (7 Plätze); Prämien von 5/10/20 für die obersten drei Stufen je Warenspur.
Stimmen aus Rezensionen
- The Game Cabinet (Kevin Jacklin): einfaches Prinzip, äußerst unterhaltsame Interaktion beim Bieten, wachsende Spannung in den späteren Runden; das Spiel wird beim Abwägen jeder Gruppe langsamer, wohl zu viel Kopfarbeit für ein reines Familienspiel; „must buy“ für ernsthafte Brettspieler (Preis damals ca. 20 DM).
- Wikipedia: Das Spiel beruht auf dem Bewerten von Risiko: Jede Gruppe hat durch die verdeckt gezogenen Karten einen ungewissen Wert.
Auszeichnungen
- Deutscher Spielepreis 1995 Platz 5 (Wikipedia, Meeples' Choice Awards 1995 unter den ersten drei laut Wikipedia)
Ausgaben & Erweiterungen
- AMIGO 1995, Rio Grande Games 2006, Grail Games 2016 (Zweierregel), Lizenzen u. a. Abacusspiele, asmodee, APE Games. Keine Erweiterungen. Abgrenzung: Medici: The Dice Game ist ein eigenes Spiel.
Autoren & Verlag
- Autor: Reiner Knizia · Illustration: Franz Vohwinkel (Ausgabe 2006), David Cherry, Vincent Dutrait u. a.
- Verlag (Original): AMIGO (1995) · deutsche Ausgabe: AMIGO 1995; englisch Rio Grande Games 2006 (zweisprachig) und Grail Games (neuere Ausgabe mit Zweierregel)
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