Erweiterung zu Lancaster

Lancaster: Heinrich V. – Die Macht des Königs und Die neuen Gesetze

KennerStand 19.10.2026
DE RegelEN Rules
Spieler
2–5
Dauer
60 Min.
Alter
ab 10
Erschienen
2011
Komplexität
Mittel

Die Lords selbst reisen an den Hof: Sie bewerben sich um Ämter mit Privilegien und Siegeln, doch verlorene Konflikte bringen Schande, die nur der Tower tilgt – dazu 26 neue Gesetze.

Lancaster: Heinrich V. – Die Macht des Königs und Die neuen Gesetze (Queen Games) ist eine Erweiterung für 2–5 Personen ab 10 Jahren und ist 2011 erschienen. Eine Partie dauert 60 Minuten.

Auf einen Blick

  • Für wen: Lancaster-Spieler, die mehr Spieltiefe und Wechselwirkung wollen.

So wird gespielt

  • Inhalt: 18 neue Gesetzeskarten mit Übersicht auf der Rückseite.
  • Zwei Wege: (1) Die Gesetze des Grundspiels werden ganz durch die neuen ersetzt. (2) Variable Kombination: Alte und neue Karten werden nach Zahl auf der Rückseite (Abschnitte 0 bis 4) sortiert, je Abschnitt werden entweder die alten oder die neuen Karten gewählt – nach Wunsch oder zufällig, indem je Abschnitt eine alte und eine neue Karte in den Stoffbeutel kommen und eine gezogen wird. Parlamentstableau und Ablauf bleiben unverändert.
  • Beispiele neuer Gesetze: Stimmstein für jeden Konflikt mit mindestens einem Ritter; Gold/Knappe/Stimmstein für den Spieler mit den meisten Knappen bzw. dem meisten Gold; Ausbauplättchen für 4 Gold; Knappen als Verstärkung in Konflikte schicken; Counties kosten 1 Gold je Ritter; Tausch Gold ↔ Knappen (2:1); Stimmsteine gegen Machtpunkte tauschen; Machtpunkte für Ritter in der Burg oder in Counties.

So wird gespielt

  • Allgemein: Nur mit dem Grundspiel spielbar; „Am Hofe des Königs“ und „Der Unmut des Königs“ einzeln oder zusammen; dazu 8 „Gesetze des Königs“ (nur wenn beide Teile gemeinsam gespielt werden). Vor dem ersten Spiel Aufkleber auf Holzscheiben (Bogenschützen, Tudorritter, Bischöfe, Lords) kleben.
  • Am Hofe des Königs: Königstableau, 8 Privilegien (2 Schutzschilde, 3 Bogenschützen, 3 Tudorritter), 24 königliche Siegel, 3 Ämtertafeln, 9 Bischöfe (2/3 Spieler 5, 4 Spieler 7, 5 Spieler 9), je 1 Lordstein; jeder Spieler erhält 2 Stimmsteine. In Phase 1 setzt man statt eines Ritters seinen Lord an den Hof: entweder Bewerbung um ein Amt (Lord High Chancellor – Tribut 1 Stimmstein; Lord High Constable – 1 Knappe; Lord Great Chamberlain – 1 Gold; Lord, wahlweise mit Rittern und Bischöfen als Turm verstärkt, Stärke von Lord und Bischof je 1) oder in die Schatzkammer (alle dort liegenden Stimmsteine, Knappen oder das ganze Gold nehmen, nicht verdrängbar). Stärkere Türme verdrängen schwächere; der Tribut bleibt verloren. In Phase 3 werden vor der Wertung die Ämter vergeben: Chancellor 2 Siegel und Schutzschild (Ritter im County nicht verdrängbar), Constable 1 Siegel und Bogenschütze (Stärke 2, eigener Rang im Konflikt), Chamberlain kein Siegel, aber Tudorritter (Stärke 2, begleitet einen Ritter). Privilegien gelten nur in der nächsten Runde. In Runde 5 gibt es Siegel, aber keine Privilegien (Tudorritter zählt dann zur Rittermacht).
  • Bischöfe: Statt eine Ritterstärke aufzuwerten, darf man einen Bischof nehmen (höchstens 3 je Spieler). Schlusswertung: (Lordstein + Bischöfe) × Siegel = Machtpunkte (Beispiel im Heft: 3 × 8 = 24).
  • Der Unmut des Königs: Königstableau mit Schandeleiste, 38 Schandemarker (je Feld 2/3/4 je nach Spielerzahl), ein Tower (Füllung je Spielerzahl mit neutralem Ritter: 2 Spieler Stärke 4, 3 Spieler 3, 4 Spieler 2, 5 Spieler keiner). In Phase 1 darf man einen Ritter in den Tower werfen (Fassungsvermögen: Stärke 7; ragt der Stein über den Rand, ist das Einsetzen nicht erlaubt) und gibt dafür je Stärkepunkt einen Schandemarker ab. In Phase 3 erhalten alle Spieler ohne Ritter in einem verlorenen Konflikt einen Schandemarker von der Leiste (Stapel von links nach rechts). Schlusswertung: jeder Marker 1 Minuspunkt; die meisten Marker zusätzlich den höheren freigelegten Wert der Leiste, die zweitmeisten den zweithöchsten.
  • Spiel zu zweit: Eigene Regeln für den Verbündeten (Siegel offen, kein Tribut, keine Schandemarker, Bischof aus dem Spiel entfernen u. a.).
  • Die 8 Gesetze des Königs: Ersetzen die Abschnitte 2 und 3 (oder werden mit „Die neuen Gesetze“ kombiniert); etwa: mehr Knappen oder Gold abgeben, Schandemarker abgeben, Siegel gegen Knappen und Gold tauschen, Machtpunkte für wenige Schandemarker oder Ritter im Tower.
  • Queenie 1 (Ertragsplättchen, Zusatz im selben Heft): 12 Ertragsplättchen für Counties, die statt des Basisertrags gewählt werden können (Machtpunkte, Knappen, Gold, Adliger, neuer Ritter, Aufwertung, Ausbau); mit Heinrich V. werden drei davon durch Siegelplättchen ersetzt.

Autoren & Verlag

  • Erweiterungen zu: Lancaster (benötigt Grundspiel: ja; „Heinrich V.“ besteht aus zwei einzeln oder zusammen spielbaren Teilen)
  • Autoren: Matthias Cramer, Wolfgang Panning · Illustration: Martin Hoffmann, Claus Stephan (Heinrich V. zusätzlich Marko Fiedler)
  • Verlag: Queen Games (Die neuen Gesetze 2011, Heinrich V. 2012; deutsche Regel liegt vor)