Caylus Magna Carta
Spieler
2–4
Dauer
45–75 Min.
Alter
ab 10
Erschienen
2007
Komplexität
Mittel
1289 lässt König Philipp der Schöne in Caylus ein Schloss bauen: Als Baumeister legt ihr eure Gebäudekarten an eine gemeinsame Straße, setzt Arbeiter für je 1 Denar ein und liefert Pakete aus Nahrung, Holz und Stein für Prestigepunkte ans Schloss – wobei der Vogt bestimmt, welche Gebäude überhaupt wirken (Regelheft).
Caylus Magna Carta () ist ein Kennerspiel für 2–4 Personen ab 10 Jahren und ist 2007 erschienen. Eine Partie dauert 45–75 Minuten.
SpielartGegeneinander
AnspruchMittelWenig Text
Auf einen Blick
- Für wen: Kenner
- Ähnlich wie: Caylus (Vorlage als Brettspiel; Magna Carta ist laut Mikko Saari etwa halb so lang), Caylus 1303 (spätere Neufassung des Brettspiels).
- Wissenswert: Gold ist Joker für jeden Rohstoff. Und wer als Erster passt, bekommt 1 Denar – und darf als Erster den Vogt verschieben, um Gebäude der anderen leer laufen zu lassen.
So wird gespielt
- Material: 63 Karten (je Spieler 12, 5 neutrale, 7 Prestigegebäude, Sonderkarten), 16 Arbeiter, Vogt, ca. 100 Rohstoffwürfel, 24 Prestigeplättchen, 56 Münzen.
- Aufbau: Straße aus Hausierer plus 1/2/3 zufälligen neutralen Karten (2/3/4 Spieler); zu dritt/zweit werden 1/2 Prestigeplättchen je Wert entfernt. Jeder mischt seinen eigenen Kartenstapel, zieht 3 Karten (einmal komplett neu ziehen erlaubt) und erhält 2 Nahrung, 2 Holz, 4 Denar.
- Runde (Standard, 6 Phasen): 1) Einkommen 2 Denar plus 1 je Wohnhaus (und Hotel). 2) Aktionen reihum, je 1 Denar: Karte ziehen, alle Handkarten tauschen, Arbeiter auf ein Gebäude (nur einer je Karte) – oder ein eigenes Gebäude bauen, ein Prestigegebäude auf ein eigenes Wohnhaus bauen, passen (erster Passer +1 Denar). 3) In Passreihenfolge darf jeder den Vogt für bis zu 3 Denar verschieben. 4) Gebäude bis einschließlich Vogt-Feld wirken: Arbeiter-Effekt für den Einsetzer, Nebeneffekt für den Besitzer. 5) Schloss: Pakete aus 1 Nahrung, 1 Holz, 1 Stein gegen Prestigeplättchen (erst Bergfried, dann Mauerwerk, dann Türme); wer am meisten liefert, bekommt 1 Gold; liefert niemand, fallen 2 Plättchen weg. 6) Vogt zieht 2 Karten vor, Startspieler wechselt.
- Einsteigerregeln: ohne Vogt, Notar, Kirche und Hotel; Prestigegebäude werden einfach vor sich gelegt; 5 Phasen.
- Spielende/Wertung: am Ende der Runde, in der die Prestigeplättchen ausgehen. Punkte für Plättchen, Gebäude, Prestigegebäude, je Gold 1 PP, je 3 Rohstoffe 1 PP, je 3 Denar 1 PP; Gleichstand: mehrere Sieger.
- Notar: dreht für 1 Nahrung ein eigenes Gebäude zum Wohnhaus um (Einkommen, Voraussetzung für Prestigegebäude).
- Die Gebäudeübersicht S. 6–7 ist im PDF-Text als Spaltensalat extrahiert; die Zuordnung einzelner Effekte zu Markt, Goldmine, Bank und Kirche ist daraus nicht sicher ablesbar. Keine Solo-Regel.
Stimmen aus Rezensionen
- Mikko Saari, Gameblog (17.07.2007, mikkosgameblog.com): „Magna Carta is just so much better“ als das Brettspiel – etwa 15 statt 30 Minuten je Spieler, eigener Kartenstapel nimmt Frust, Ressourcen- und Geldknappheit bleiben spannend; Kritik: nur bis 4 statt 5 Spieler.
Auszeichnungen
- 2007 Tric Trac, 2008 JoTa Bestes Kartenspiel
Ausgaben & Erweiterungen
- Ausgaben u. a. auf Deutsch (HUCH!), Englisch (Rio Grande, Esdevium), Französisch, Niederländisch, Finnisch/Schwedisch, Koreanisch.
- Box-Erweiterung (eigene Datei, in der Warteschlange): The Favors / Die Gunst – deutsche Regel bei Ystari: ystari.com (PDF) (nicht gelesen).
- Kleinkram: The Library, Ystari Box.
Autoren & Verlag
- Autor: William Attia · Illustration: Arnaud Demaegd, Grafik Cyril Demaegd (Regelheft)
- Verlag (Original): Ystari Games (2007) · deutsche Ausgabe: HUCH! & friends / Ystari 2007; Übersetzung Birgit Irgang (Regelheft). Vermutlich vergriffen (siehe Offene Punkte).
- Kartenspiel-Fassung von Caylus ohne Spielplan und Wertungsleiste
Videos auf YouTube
Die beliebtesten Videos zu Caylus Magna Carta, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.
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