Manila

Familie▶ 12 VideosStand 15.10.2026
DE RegelEN Rules
Spieler
3–5
Dauer
60 Min.
Alter
ab 10
Erschienen
2005
Komplexität
Leicht

Im Jahr 1821 schmuggeln Händler Muskat, Seide, Ginseng und Jade nach Manila: Ein ersteigerter Hafenmeister lädt drei Kähne und bestimmt ihre Startfelder, dann wetten alle mit Komplizen darauf, welche Kähne ankommen, in der Werft landen oder von Piraten überfallen werden – die Kähne ziehen per Würfel (Regelheft).

Manila () ist ein Familienspiel für 3–5 Personen ab 10 Jahren und ist 2005 erschienen. Eine Partie dauert 60 Minuten.

Auf einen Blick

  • Für wen: Familie/Gelegenheitsspieler
  • Ähnlich wie: keine belegten Vergleiche recherchiert (offen).
  • Wissenswert: Die drei Startfelder der Kähne müssen immer zusammen 9 ergeben. Ein Kahn, der genau auf Feld 13 stehen bleibt, wird von Piraten geentert oder geplündert.

So wird gespielt

  • Ziel: Größtes Vermögen bei Spielende: Pesos plus Wert der unbeliehenen Anteilscheine, minus 15 Pesos je nicht zurückgezahltem Kredit.
  • Aufbau: Jeder erhält 30 Pesos, 2 verdeckte Anteilscheine (aus je 3 pro Ware gemischt) und 3 Komplizen (zu dritt 4); Wertanzeiger der 4 Waren unten auf dem Schwarzmarkt.
  • Hafenmeister: Wird zu Beginn jeder Seefahrt versteigert; er darf einen Anteilschein kaufen (Marktwert, mindestens 5 Pesos), lädt 3 von 4 Waren, setzt die Kähne auf Startfelder 0–5 (Summe 9) und setzt zuerst.
  • Setz- und Würfelrunden: Dreimal abwechselnd: reihum je einen Komplizen auf ein freies Feld setzen und den Preis zahlen (Plätze auf Kähnen, Hafen- und Werftfelder, Piratenboot, zwei Lotsen, Versicherung), dann würfelt der Hafenmeister alle Kähne vorwärts. Zu dritt gibt es zu Beginn zwei Setzrunden.
  • Piraten: Feld 13 nach der 2. Würfelrunde = Entern (freie Plätze übernehmen), nach der 3. = Plündern (Warenwert für die Piraten, Komplizen gehen leer aus).
  • Lotsen: Vor der 3. Würfelrunde bewegt der kleine Lotse einen Kahn um 1 Feld, der große einen Kahn um bis zu 2 Felder oder zwei Kähne um je 1 Feld, jeweils vor- oder rückwärts.
  • Einnahmen: Komplizen auf angekommenen Kähnen teilen den Warenwert; Hafen- und Werftfelder zahlen, wenn dort ein Kahn landet; die Werft zahlt der Versicherungsagent.
  • Kredit: Anteilschein beleihen = 12 Pesos, Rückzahlung 15; wer pleite ist, darf als „blinder Passagier“ kostenlos auf Kähne setzen.
  • Spielende: Angekommene Waren steigen eine Stufe; erreicht eine Ware 30 Pesos, endet das Spiel.
  • Variante: Piraten dürfen beim Entern auch Komplizen verdrängen.

Stimmen aus Rezensionen

  • Reich der Spiele (Michael Weber, 30.10.2005, reich-der-spiele.de): munteres Wetten, taktisches Bieten, kein reines Glücksspiel, „ungemein gut“ und eine knappe Stunde fesselnde Unterhaltung.
  • Kulkmanns Gamebox (boardgame.de, 2006, boardgame.de): solides Spekulationsspiel für Familien, sauberer Ablauf, viel Spaß beim Anfeuern der Kähne; Kritik: dauert länger als gut wäre, zwei gleiche Anteilscheine sind ein Nachteil.

Auszeichnungen

  • 2006 As d'Or (Nominierung), 2006 Nederlandse Spellenprijs (Nominierung), 2015 Juego del Año (Finalist)

Ausgaben & Erweiterungen

  • Zoch 2005 (deutsch; deutsch/englisch mit interaktiver CD-ROM-Regel), mehrsprachige Zoch-Ausgabe 2014; dazu u. a. englische, niederländische, französische, koreanische und chinesische Ausgaben.
  • Keine offiziellen Erweiterungen (Stand 2026-10-15).

Autoren & Verlag

  • Autor: Franz-Benno Delonge · Illustration & Layout: Victor Boden
  • Verlag (Original): Zoch Verlag (2005; englisch bei Rio Grande Games) · deutsche Ausgabe: Zoch 2005 (deutsch sowie deutsch/englisch mit CD-ROM-Regel) und mehrsprachige Neuauflage 2014. Auf der Zoch-Website ist Manila nicht mehr zu finden (Stand 2026-10-15) – vermutlich vergriffen.

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