Kalaha

Kalah
Spieler
2
Dauer
10 Min.
Alter
ab 5
Herkunft
überliefert
kein Verlag
Komplexität
Leicht
Regeln
DE RegelEN Rules
Mitspieler findenNoch keine StimmenSei der Erste – +5 Punkte

Zwei Spieler nehmen abwechselnd alle Steine aus einer ihrer sechs Mulden und verteilen sie einzeln gegen den Uhrzeigersinn weiter – wer am Ende die meisten Steine in seiner großen Mulde, der Kalaha, gesammelt hat, gewinnt (Philos S. 2).

Kalaha ist ein traditionelles Spiel ohne Verlag für 2 Personen ab 5 Jahren. Eine Partie dauert 10 Minuten.

Startklar: Kalaha aufbauen4 Schritte, eine Anweisung pro Bildschirm – einfach mitmachen und weiter tippen.
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Häufige Regelfragen zu Kalaha

Antworten aus der Spielanleitung Kalaha von Philos-Spiele (mehrsprachig, 5 S.) und Spielanleitung „Deluxe Kalaha“ von Noris (Simba Dickie Group) · Stand 28.10.2026

Wie viele Steine kommen beim Kalaha in jede Mulde?

In der Grundfassung 4 Steine in jede der zwölf kleinen Mulden, zusammen 48. Die beiden Kalahas bleiben leer. Noris lässt mit 3 Steinen je Mulde spielen – das ist eine leichtere Variante, keine falsche Regel.

Regelheft: Philos S. 2 · Noris S. 2

In welche Richtung verteilt man die Steine?

Gegen den Uhrzeigersinn: auf deiner Seite nach rechts zu deiner Kalaha, auf der Gegnerseite nach links. In jede Mulde kommt genau ein Stein.

Regelheft: Philos S. 2 · Noris S. 2

Kommt in die Kalaha des Gegners auch ein Stein?

Nein. Die gegnerische Kalaha wird immer übersprungen, du machst danach auf deiner eigenen Seite weiter. In deine eigene Kalaha legst du dagegen jedes Mal einen Stein, wenn du vorbeikommst.

Regelheft: Philos S. 2 · Noris S. 2

Wann ist man beim Kalaha noch einmal dran?

Wenn dein letzter Stein in deiner eigenen Kalaha landet. Das darf sich beliebig oft wiederholen. In allen anderen Fällen ist dein Zug vorbei.

Regelheft: Philos S. 2 · Noris S. 2

Wie fängt man beim Kalaha Steine?

Fällt dein letzter Stein in eine leere Mulde auf deiner Seite, nimmst du diesen Stein und alle Steine aus der Mulde gegenüber und legst sie in deine Kalaha. Danach ist der Gegner dran.

Regelheft: Philos S. 2 · Noris S. 2

Was passiert, wenn die Mulde gegenüber leer ist?

Dann wird nichts gefangen – dein letzter Stein bleibt in der Mulde liegen, und dein Zug ist vorbei. Nur in der Variante „Empty Capture“ kommt der eigene Stein trotzdem in die Kalaha.

Regelheft: Philos S. 2 · Noris S. 2

Kann man auch in einer leeren Mulde des Gegners fangen?

Nein. Fangen gibt es nur, wenn der letzte Stein in einer leeren Mulde auf deiner eigenen Seite landet.

Regelheft: Philos S. 2

Wann endet eine Partie Kalaha?

Sobald auf einer Seite alle sechs Mulden leer sind – egal, wer das ausgelöst hat. Wer noch Steine in seinen Mulden hat, legt sie in seine eigene Kalaha. Dann gewinnt, wer mehr Steine in der Kalaha hat.

Regelheft: Philos S. 2 · Noris S. 2

Darf man Steine aus der Kalaha wieder herausnehmen?

Nein. Steine, die in einer Kalaha liegen, bleiben dort bis zum Ende. Gezogen wird immer nur aus den sechs kleinen Mulden der eigenen Seite.

Regelheft: Philos S. 2

Ist man nach dem Fangen noch einmal dran?

Nein. Mit dem Fangen ist dein Zug beendet. Einen Extra-Zug gibt es nur, wenn der letzte Stein in deiner Kalaha landet.

Regelheft: Philos S. 2

AnspruchLeicht

Auf einen Blick

  • Für wen: Familien und Kinder ab dem Grundschulalter, Rechen- und Taktikfreunde; eine Partie dauert rund 10 Minuten · genau 2 Spieler
  • Ähnlich wie: Five Tribes (nutzt das Mancala-Prinzip: Figuren aufnehmen und einzeln weiterverteilen), Trajan (Aktionswahl über einen Mancala-Kreis)
  • Wissenswert: Fällt dein letzter Stein in deine eigene Kalaha, bist du gleich noch einmal dran – und das beliebig oft hintereinander (Philos S. 2). · Mit vier Steinen je Mulde gewinnt bei perfektem Spiel immer der, der anfängt (Wikipedia „Kalah“, Abschnitt Variations).

So wird gespielt

Kürzel der Fundstellen: Philos = Spielregel Kalaha von Philos (S. 2), Noris = Spielregel „Deluxe Kalaha“ (S. 2), ZPC = Blatt „Bohnenspiele“, Graz = Spielblatt der Universität Graz.

Was Kalaha ist

Kalaha (englisch Kalah) gehört zur großen Familie der Mancala-Spiele: Spiele, bei denen Steine oder Samen aus Mulden genommen und weiterverteilt werden. Unter diesem Oberbegriff kennt man über 800 Namen traditioneller Varianten (Wikipedia „Mancala“). Oft wird Kalaha einfach „Mancala“ genannt: Philos überschreibt seine englische Regel mit „Mancala“, die französische mit „Awalé“ – beschrieben wird aber jedes Mal dasselbe Kalaha (Philos S. 2). Andere Mancala-Spiele wie Oware oder Bao haben eigene Regeln (siehe Varianten).

Das Ziel in einem Satz

Sammle bis zum Ende mehr Steine in deiner Kalaha als dein Gegner (Philos).

Aufbau

  • Leg das Brett quer zwischen euch (Philos).
  • Jeder hat die sechs kleinen Mulden auf seiner Seite und die große Mulde rechts von sich: seine Kalaha (Philos; Noris).
  • Leg in jede kleine Mulde 4 Steine – zusammen 48 Steine. Die beiden Kalahas bleiben leer (Philos; Graz).
Aufbau: je 4 Steine in allen zwölf kleinen Mulden, die Kalahas sind leer. Deine Mulden sind unten, deine Kalaha ist rechts.

Wer beginnt?

Das Los entscheidet, wer anfängt (Philos). Spielt ihr mehrere Partien, beginnt gewöhnlich der letzte Sieger (Wikipedia „Kalaha“).

Ablauf eines Zuges: Steine säen

  1. Nimm alle Steine aus einer deiner sechs Mulden (Philos).
  2. Leg sie einzeln gegen den Uhrzeigersinn in die folgenden Mulden – immer genau einen Stein pro Mulde (Philos).
  3. Kommst du an deiner Kalaha vorbei, bekommt auch sie einen Stein. Danach geht es auf der Seite des Gegners weiter (Philos).
  4. Die Kalaha des Gegners überspringst du immer und machst auf deiner Seite weiter (Philos; Noris).

Die Richtung ist leicht zu merken: Auf deiner Seite geht es nach rechts zu deiner Kalaha, auf der Gegnerseite nach links.

Du nimmst die 4 Steine aus deiner dritten Mulde und legst je einen in die 4., 5. und 6. Mulde und in deine Kalaha. Der letzte liegt in deiner Kalaha – du bist noch einmal dran.
Dein Extra-Zug mit den 5 Steinen der sechsten Mulde: einer in deine Kalaha, vier auf die Gegnerseite (oben von rechts nach links). Der letzte liegt in der dritten Mulde des Gegners.

Steine, die in einer Kalaha liegen, bleiben dort bis zum Schluss. Aus einer Kalaha wird nie gezogen (Philos; ZPC).

Der letzte Stein entscheidet

Wo dein letzter Stein landet, bestimmt, wie es weitergeht (Philos):

Letzter Stein landet …Folge
in deiner KalahaDu bist noch einmal dran – auch mehrmals hintereinander.
in einer leeren Mulde auf deiner Seite, gegenüber liegen SteineDu fängst: diesen Stein und alle gegenüber kommen in deine Kalaha. Dann ist dein Zug vorbei.
in einer leeren Mulde auf deiner Seite, gegenüber ist leerNichts passiert, der Stein bleibt liegen. Zug vorbei.
sonst irgendwoDein Zug ist vorbei.

Noch einmal dran

Dein letzter Stein fällt genau in deine Kalaha: Du ziehst sofort noch einmal. Das darf sich beliebig oft wiederholen (Philos). Im ersten Zug-Beispiel oben ist genau das passiert – deshalb durftest du gleich danach die sechste Mulde ziehen.

Fangen

Fällt dein letzter Stein in eine leere Mulde auf deiner eigenen Seite, nimmst du diesen Stein und alle Steine aus der gegenüberliegenden Mulde des Gegners und legst sie in deine Kalaha. Damit ist dein Zug beendet (Philos; Noris; ZPC). „Gegenüber“ heißt: die Mulde des Gegners direkt über deiner.

Vorher: Du nimmst die 2 Steine aus deiner ersten Mulde. Der letzte fällt in deine dritte Mulde – und die ist leer.
Nachher: Dein Stein aus der dritten Mulde und die 5 Steine gegenüber wandern in deine Kalaha – 6 Steine gefangen.

Liegt gegenüber nichts, wird nicht gefangen: Dein letzter Stein bleibt einfach in der Mulde liegen (Philos; Noris).

Dein einzelner Stein aus der ersten Mulde landet in der leeren zweiten Mulde. Gegenüber ist ebenfalls leer – nichts wird gefangen, der Stein bleibt liegen.

Fällt dein letzter Stein in eine leere Mulde des Gegners, fängst du nichts – Fangen gibt es nur auf der eigenen Seite (Philos; ZPC).

Viele Steine: einmal ganz herum

Hast du viele Steine in einer Mulde, läufst du einmal ums Brett. Die gegnerische Kalaha bekommt dabei keinen Stein (Philos). Alle anderen Mulden bekommen je einen – kommst du mit 13 oder mehr Steinen ganz herum, also auch deine Startmulde (Wikipedia „Kalah“: „including the player's own store but not their opponent's“).

Vorher: In deiner fünften Mulde liegen 10 Steine.
Nachher: Je ein Stein in die 6. Mulde, deine Kalaha und alle sechs Mulden des Gegners. Seine Kalaha (links) bleibt bei 9, die letzten zwei Steine landen in deiner 1. und 2. Mulde.

Wie die Partie endet

  • Die Partie ist vorbei, sobald auf einer Seite alle sechs Mulden leer sind – egal, wer gerade am Zug war (Philos).
  • Wer noch Steine in seinen Mulden hat, legt sie alle in seine eigene Kalaha (Philos; Noris).
  • Dann zählt ihr: Wer mehr Steine in seiner Kalaha hat, gewinnt (Philos). Bei 24 zu 24 ist es unentschieden (Graz; Wikipedia „Kalah“).
  • Mit 25 Steinen in deiner Kalaha hast du sicher gewonnen, denn es gibt nur 48 (Graz).
Dein letzter Stein ist in deine Kalaha gefallen, deine Seite ist leer – Schluss. Der Gegner legt seine 9 restlichen Steine in seine Kalaha: 27 zu 21, er gewinnt.

Gut zu wissen: Auch wenn dein letzter Stein in deiner Kalaha landet, ist die Partie vorbei, wenn deine Seite danach leer ist – einen weiteren Zug kannst du dann nicht mehr machen.

Streit- und Sonderfälle

  • Gegenüber leer – fange ich wenigstens meinen eigenen Stein? Nein, in der Grundfassung bleibt er liegen (Philos; Noris). Nur in der Variante „Empty Capture“ kommt er in die Kalaha (siehe Varianten).
  • Nach dem Fangen noch einmal ziehen? Nein, nach dem Fangen ist der Zug beendet (Philos).
  • Steine in die eigene Kalaha, dann weiter zum Gegner? Ja, die Kalaha ist ganz normal Teil des Weges (Philos).
  • Muss ich ziehen? Ja, du nimmst in deinem Zug immer eine deiner Mulden (Philos). Ist deine Seite leer, ist die Partie ohnehin vorbei.
  • Wem gehören die Reststeine? Dem Spieler, auf dessen Seite sie liegen (Philos; Noris). Andere Verteilungen sind Varianten (Wikipedia „Kalah“).

Häufige Irrtümer

  • „In die gegnerische Kalaha kommt auch ein Stein.“ – Nein, sie wird immer übersprungen (Philos; Noris).
  • „Man verteilt im Uhrzeigersinn.“ – Nein, gegen den Uhrzeigersinn (Philos; Noris). Im Uhrzeigersinn ist eine Variante (Wikipedia „Kalah“).
  • „Fangen geht auch in einer leeren Mulde des Gegners.“ – Nein, nur auf der eigenen Seite (Philos; ZPC).
  • „Die Extra-Runde gibt es nur einmal.“ – Nein, sie darf sich beliebig oft wiederholen (Philos).
  • „Man darf Steine aus der Kalaha wieder herausnehmen.“ – Nein, was in der Kalaha liegt, bleibt dort (Philos).
  • „Wer zuerst keine Steine mehr hat, verliert.“ – Nein, es zählen nur die Steine in den Kalahas; der Gegner legt seine Reststeine in seine eigene Kalaha (Philos; Noris).
  • „Mit 3 Steinen je Mulde spielt man falsch.“ – Nein. Noris lässt mit 3 Steinen beginnen, Philos mit 4; beides ist Kalaha (Noris; Philos; Wikipedia „Kalaha“).

Tipps für die erste Partie

  • Rechenhilfe: Eine Mulde trifft genau deine Kalaha, wenn sie so viele Steine hat, wie Mulden bis zur Kalaha fehlen: die sechste Mulde 1 Stein, die fünfte 2 … die erste 6. Das ergibt sich direkt aus der Zugregel (Philos).
  • Der klassische Start: Mit 4 Steinen je Mulde landet ein Zug aus deiner dritten Mulde genau in deiner Kalaha – du bist sofort noch einmal dran (Wikipedia „Kalah“, Abschnitt Kalah(6,4): „moves from bin 3 result in a move-again“).
  • Extra-Runden verketten: Wer geschickt plant, reiht mehrere Extra-Züge hintereinander (Wikipedia „Kalah“, Mathematical analysis).
  • Achte auf leere Mulden: Eine leere Mulde auf deiner Seite ist eine Chance zu fangen – eine leere Mulde beim Gegner gegenüber deinem großen Haufen eine Gefahr. Das folgt aus der Fangregel (Philos).
  • Abwechselnd beginnen: Wer anfängt, ist im Vorteil (Wikipedia „Kalah“). Spielt deshalb mehrere Partien und wechselt euch ab.

Varianten

Kalaha wird mit vielen kleinen Abweichungen gespielt. Sprecht vorher ab, was gilt:

VarianteSo geht'sQuelle
3 Steine je Muldeleichter, schnellere Partie (36 Steine)Noris; Wikipedia „Kalaha“
5 oder 6 Steine je MuldeanspruchsvollerWikipedia „Kalah“; ZPC
Empty CaptureLeere eigene Mulde: Auch wenn gegenüber nichts liegt, kommt der letzte Stein in die KalahaWikipedia „Kalah“; ZPC
WeitersäenLandet der letzte Stein in einer vollen Mulde, nimmst du sie auf und säst weiterWikipedia „Kalah“ („Seed On“); ZPC
Gegnerische Kalaha mitAuch die Kalaha des Gegners bekommt Steine, ohne Extra-ZugZPC
Reststeine andersReststeine gehen an den, der seine Seite geleert hat, oder zählen gar nichtWikipedia „Kalah“
UhrzeigersinnEs wird andersherum gesätWikipedia „Kalah“
Ausgleich für den ZweitenGegen den Vorteil des Anfangenden: eine Tauschregel („pie rule“) oder der Zweite darf vor Beginn einen Stein aus einer beliebigen Mulde in eine andere legenWikipedia „Kalah“

Andere Mancala-Spiele haben eigene Regeln: Beim Bao spielt man zum Beispiel auf 4 Reihen mit je 8 Mulden und 2 Steinen pro Mulde (ZPC). Bekannt sind außerdem Oware aus Ghana und das Bohnenspiel aus Deutschland (Wikipedia „Mancala“). Das sind eigene Spiele, keine Kalaha-Varianten.

Klassiker: Wie das Spiel entstand

  • Die Mancala-Familie: Der Ursprung der Mancala-Spiele ist unbekannt. Zu den ältesten Spielbrettern zählen Funde im spätrömischen Fort Abu Sha'ar am Roten Meer (4. Jahrhundert) sowie in Matara (Eritrea) und Yeha (Äthiopien) aus dem 6. bis 7. Jahrhundert (Wikipedia „Mancala“; Wikipedia „Kalaha“ nennt für Matara und Yeha das 6. bis 8. Jahrhundert, beide). Den Sammelnamen „Mancala“ prägte der Ethnologe Stewart Culin 1894 (Wikipedia „Mancala“).
  • Legende „5000 Jahre“: Die oft gelesene Behauptung, Mancala sei 5000 Jahre alt, nennt Wikipedia einen modernen Mythos – schon Champion habe so den Verkauf ankurbeln wollen (Wikipedia „Kalaha“). Champion selbst führte das Spiel 1963 sogar auf die Sumerer vor 7000 Jahren zurück (TIME, „Games: Pits & Pebbles“, 14. Juni 1963). Beides ist nicht belegt.
  • Kalah aus den USA: William Julius Champion Jr. (1880–1972) las 1905 als Student in Yale einen Artikel über afrikanische Spielbretter auf der Weltausstellung in Chicago 1893 (Wikipedia „Kalaha“; TIME 1963). 1940 stellte er daraus das Spiel Kalah zusammen (Wikipedia „Kalaha“). Laut Wikipedia kam es 1944 in den Handel und wurde ab 1958 von seiner Kalah Game Company hergestellt; TIME schrieb 1963, er habe 1940 eine kleine Firma dafür gegründet – die Angaben widersprechen sich. Champion ließ 1952 das Brett und 1955 die Spielregel patentieren (US-Patent 2,720,362 vom 11. Oktober 1955; Wikipedia „Kalaha“ und „Kalah“).
  • Verbreitung: Laut TIME verkaufte Champion bis 1963 rund 75.000 Spiele, unter anderem an Krankenhäuser, Kirchen und Schulen; in Boston spielten Kinder auf rund 150 Spielplätzen (TIME 1963).

Klassiker: Bedeutung für die Brettspielwelt

  • Für viele ist Kalah schlicht „das Mancala“: Hersteller wie Philos verkaufen es im Ausland unter diesem Namen (Philos S. 2), obwohl Mancala eigentlich eine ganze Familie von Spielen ist (Wikipedia „Mancala“).
  • Kalah war früh ein Testfeld für Computer: Schon Anfang der 1960er-Jahre lief ein Kalah-Programm auf dem PDP-1 und schlug erfahrene Spieler (Wikipedia „Kalah“; Wikipedia „Kalaha“ nennt 1960 am MIT). Heute ist das Spiel für die meisten Varianten gelöst (Wikipedia „Kalah“).
  • Weil man ständig zählt und vorausrechnet, wird Kalaha im Mathematikunterricht eingesetzt – etwa mit dem Spielblatt „Mathe-mag-ich!“ der Universität Graz für die 5. bis 8. Schulstufe (Graz) und in Schulprojekten in Deutschland (Wikipedia „Kalaha“).

Klassiker: Moderne Alternativen

  • Five Tribes – Wenn dir das Aufnehmen und Weiterverteilen gefällt, du aber mehr willst als Zählen: Auf einem Raster aus 30 Plättchen säst du Figuren, und die Farbe des letzten bestimmt eine Aktion (Eintrag Five Tribes).
  • Trajan – Wenn du das Mancala-Prinzip in einem großen Strategiespiel erleben willst: Über einen Mancala-Kreis wählst du jede Runde deine Aktion (Eintrag Trajan).

Ausgaben & Erweiterungen

  • Kein Verlagsprodukt im üblichen Sinn: Kalaha-Bretter aus Holz oder Bambus mit Glassteinen gibt es von vielen Herstellern, darunter Philos und Noris („Deluxe Kalaha“, Art.-Nr. 60 610 1981; Noris lässt mit 3 Steinen je Mulde spielen).
  • Bekannte Nachahmer laut Wikipedia: „Sahara“ (Pelikan, 1976) und „Bantumi“ auf Nokia-Handys ab 2000 (Wikipedia „Kalaha“).

Autoren & Verlag

  • Art: traditionelles Brettspiel (aus der jahrhundertealten Mancala-Familie; die Regelfassung „Kalah“ stellte William Julius Champion Jr. 1940 in den USA zusammen, sein Markenname war dort laut Wikipedia von 1970 bis 2002 geschützt; heute bieten viele Hersteller Kalaha-Bretter an)
  • Verlag: keiner – es gibt keinen Dachverband mit amtlicher Regel. Grundlage hier ist die Spielregel von Philos (Paderborn), dazu die von Noris (Simba Dickie Group, „Deluxe Kalaha“, Art.-Nr. 60 610 1981)

Videos auf YouTube

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