- Spieler
- 2
- Dauer
- 30 Min.
- Alter
- ab 6
- Herkunft
- überliefert
- kein Verlag
- Komplexität
- Leicht
- Regeln
- DE RegelEN Rules
Zwei Spieler ziehen je 12 Steine schräg über die dunklen Felder eines Schachbretts, schlagen durch Überspringen und machen aus Steinen, die die andere Seite erreichen, mächtige Damen – wer keinen Stein mehr hat oder nicht mehr ziehen kann, verliert (Schmidt Spiele S. 6).
Dame ist ein traditionelles Spiel ohne Verlag für 2 Personen ab 6 Jahren. Eine Partie dauert 30 Minuten.
Häufige Regelfragen zu Dame
Antworten aus der Spielregeln für Dame auf 64 Feldern von Schmidt Spiele („8 Reise-Spiele“, S. 6), Noris („99 Spielesammlung“, S. 2–4) und ASS Altenburger („Spielesammlung mit 365 Spielmöglichkeiten“, S. 3–5); internationale Dame nach der Regelübersicht „Standard rules of international draughts (FMJD)“ von lidraughts · Stand 28.10.2026
Gibt es bei Dame Schlagzwang?
Ja. Wer schlagen kann, muss schlagen – auch mit der Dame. Übersieht jemand das, darf der Gegner eine Korrektur verlangen oder den Stein, der hätte schlagen können, vom Brett nehmen („blasen“).
Regelheft: Schmidt S. 6; ASS S. 3; Noris S. 2
Was bedeutet „blasen“ bei Dame?
Hat ein Spieler eine Schlagmöglichkeit übersehen und anders gezogen, darf der Gegner den Stein, der hätte schlagen müssen, einfach vom Brett nehmen. Nach Schmidt Spiele kann er stattdessen auch verlangen, dass der Zug korrigiert wird.
Regelheft: Schmidt S. 6; Noris S. 2
Darf man bei Dame rückwärts schlagen?
Mit einem einfachen Stein nicht – in der deutschen Grundfassung schlägt er nur vorwärts, auch im Zickzack. Die Dame darf vorwärts und rückwärts schlagen. In der internationalen Dame dürfen auch einfache Steine rückwärts schlagen.
Regelheft: Schmidt S. 6; lidraughts „Standard rules“
Muss man mehrere Steine hintereinander schlagen?
Ja. Landet dein Stein nach dem Sprung wieder vor einem gegnerischen Stein mit freiem Feld dahinter, springst du in demselben Zug weiter. So schlägst du mehrere Steine auf einmal.
Regelheft: Schmidt S. 6; ASS S. 3
Muss man bei Dame den größten Schlag nehmen?
Die Herstellerregeln für die Dame auf 64 Feldern legen das nicht fest – sprecht es vorher ab. In der internationalen Dame und etwa der italienischen Dame ist der Schlag mit den meisten Steinen Pflicht.
Regelheft: Schmidt S. 6; ASS S. 5; lidraughts „Standard rules“
Wie weit darf die Dame ziehen?
Beliebig weit schräg, vorwärts und rückwärts, solange die Felder frei sind. Schlagen darf sie auch aus der Entfernung. Nach Schmidt Spiele darf sie hinter dem geschlagenen Stein auf jedem freien Feld landen, nach ASS Altenburger nur direkt dahinter.
Regelheft: Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3
Wann wird ein Stein zur Dame?
Sobald er – durch Ziehen oder Schlagen – die letzte Reihe auf der Seite des Gegners erreicht. Leg einen geschlagenen Stein deiner Farbe darauf. Du darfst mehrere Damen haben.
Regelheft: Schmidt S. 6; Noris S. 2
Kann eine Dame geschlagen werden?
Ja, genau wie ein einfacher Stein. Nur in der italienischen Dame dürfen Damen ausschließlich von Damen geschlagen werden.
Regelheft: Noris S. 2; Schmidt S. 6; ASS S. 5
Darf man über eigene Steine springen?
Nein, nie. Auch zwei gegnerische Steine direkt hintereinander kann man nicht überspringen, weil hinter dem ersten kein freies Feld ist.
Regelheft: Noris S. 2; Schmidt S. 6
Wann ist das Damespiel zu Ende?
Wenn ein Spieler keine Steine mehr hat oder am Zug ist und nicht ziehen kann, weil alle Steine eingesperrt sind – dann hat er verloren. Remis ist es, wenn keiner mehr gewinnen kann, zum Beispiel bei je einer Dame.
Regelheft: Schmidt S. 6; Noris S. 3
Wer fängt bei Dame an?
Weiß (die helle Farbe). Wer Weiß spielt, lost ihr vorher aus. Gespielt wird nur auf den dunklen Feldern, das Brett liegt so, dass rechts unten ein helles Feld ist.
Regelheft: Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3
Auf einen Blick
- Für wen: für alle ab etwa 6 Jahren: Die Regeln passen auf eine Seite, der Schlagzwang macht schon Kinderpartien taktisch · genau 2 Spieler
- Ähnlich wie: Schach (dasselbe Brett, aber sechs verschiedene Figuren), Kamisado (auch ein Wettlauf zur gegnerischen Grundreihe), Abalone (abstraktes Duell, bei dem man gegnerische Steine aus dem Spiel bringt)
- Wissenswert: Die englische Dame („Checkers“) ist gelöst: 2007 bewies ein Team um Jonathan Schaeffer, dass sie bei fehlerfreiem Spiel beider Seiten unentschieden endet (Wikipedia „Dame (Spiel)“ und „Draughts“). · Wer am Küchentisch das Schlagen übersieht, wird „geblasen“: Der Gegner darf den Stein einfach vom Brett nehmen (Schmidt Spiele S. 6; Noris S. 2).
So wird gespielt
Welche Regel gilt?
Für Dame gibt es keine einheitliche Regel:
- Zu Hause spielt man in Deutschland, Österreich und der Schweiz meist auf dem 8×8-Brett mit 12 Steinen je Spieler (Wikipedia „Dame (Spiel)“). Ein Verband, der diese Fassung heute regelt, war nicht zu finden; der 1932 gegründete Deutsche Dame-Bund wurde schon 1933 verboten (ebd.).
- Im Wettkampf wird weltweit die internationale Dame auf 10×10 Feldern nach den Regeln des Weltverbands FMJD gespielt – auch das deutsche FMJD-Mitglied gehört diesem Verband an (FMJD-Mitgliederliste).
Hier steht deshalb als Grundfassung die deutsche Dame auf 64 Feldern so, wie sie die Spielregeln von Schmidt Spiele, Noris und ASS Altenburger beschreiben. Wo die Hersteller sich unterscheiden, steht es dabei. Die internationale Dame findest du unter Varianten.
Das Ziel in einem Satz
Schlag alle Steine des Gegners oder sperr sie so ein, dass er nicht mehr ziehen kann – dann hast du gewonnen (Schmidt S. 6; Noris S. 2–3).
Aufbau
- Gespielt wird auf einem Brett mit 64 Feldern, aber nur auf den dunklen Feldern (Schmidt S. 6; ASS S. 3).
- Leg das Brett so hin, dass rechts unten ein helles Feld liegt (ASS S. 3) – links unten liegt dann ein dunkles Eckfeld (Schmidt S. 6).
- Jeder hat 12 Steine und stellt sie auf die 12 dunklen Felder der ersten drei Reihen vor sich. Die zwei mittleren Reihen bleiben frei (Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3).
Wer beginnt?
Lost aus, wer Weiß (die helle Farbe) bekommt. Weiß macht den ersten Zug, danach wird abgewechselt (Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3).
So zieht ein Stein
Ein einfacher Stein zieht ein Feld schräg nach vorn auf ein freies dunkles Feld. Rückwärts ziehen darf er nicht (Schmidt S. 6; Noris S. 2).
Schlagen
Steht ein gegnerischer Stein schräg direkt vor deinem Stein und ist das Feld dahinter frei, springst du über ihn auf das freie Feld. Der übersprungene Stein kommt vom Brett (Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3).
Mehrere Steine in einem Zug
Landet dein Stein nach dem Sprung wieder vor einem gegnerischen Stein mit freiem Feld dahinter, springst du weiter – auch im Zickzack, aber als einfacher Stein immer nur vorwärts (Schmidt S. 6). So kannst du in einem Zug mehrere Steine schlagen (Noris S. 2; ASS S. 3).
Nicht erlaubt beim Schlagen
- Über eigene Steine darfst du nie springen (Noris S. 2; Schmidt S. 6).
- Zwei gegnerische Steine direkt hintereinander kannst du nicht überspringen, denn das Feld hinter dem ersten ist nicht frei (Schmidt S. 6; Noris S. 2).
- Rückwärts schlagen darf ein einfacher Stein in dieser Grundfassung nicht (Schmidt S. 6: „stets nur vorwärts“).
Schlagzwang – und „Blasen“
Wer schlagen kann, muss schlagen (Schmidt S. 6; ASS S. 3). Das gilt auch für die Dame (Schmidt S. 6; ASS S. 3).
Übersieht jemand eine Schlagmöglichkeit und zieht anders, darf der Gegner wählen (Schmidt S. 6):
- Korrektur verlangen – der Zug wird zurückgenommen und richtig geschlagen, oder
- den Stein, der hätte schlagen können, „blasen“, also vom Brett nehmen.
Noris beschreibt nur das Wegnehmen: Der Gegner darf den Stein „ohne weiteres wegnehmen“ (Noris S. 2).
Mehrere Schlagmöglichkeiten
Die Herstellerregeln legen nicht fest, welche von mehreren Schlagmöglichkeiten du nehmen musst. Sprecht das vor der Partie ab. Eine Pflicht zum größten Schlag kennen Varianten wie die italienische und die spanische Dame (ASS S. 5) und die internationale Dame (lidraughts „Standard rules“); die englische Wikipedia schreibt, in Deutschland werde teils der längste Schlag verlangt (Wikipedia „Draughts“).
Die Dame
Erreicht ein Stein – durch Ziehen oder Schlagen – die letzte Reihe auf der Seite des Gegners, wird er zur Dame. Leg einen geschlagenen Stein deiner Farbe darauf: Die Dame ist ein Doppelstein. Du darfst mehrere Damen haben (Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3).
So zieht die Dame
Die Dame zieht beliebig weit schräg, vorwärts und rückwärts, über freie dunkle Felder (Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3).
So schlägt die Dame
- Die Dame darf aus der Entfernung schlagen: Zwischen ihr und dem gegnerischen Stein dürfen freie Felder liegen (Noris S. 2; Schmidt S. 6).
- Wo sie landet, regeln die Hersteller verschieden: Nach Schmidt Spiele muss sie nicht direkt hinter dem geschlagenen Stein landen, sondern darf in derselben Richtung über weitere freie Felder ziehen und von dort gegebenenfalls weiterschlagen (Schmidt S. 6). Nach ASS Altenburger landet sie unmittelbar auf dem Feld hinter dem letzten übersprungenen Stein (ASS S. 3). Sprecht vorher ab, wie ihr spielt.
- Auch die Dame darf nicht über zwei Steine direkt hintereinander und nicht über eigene Steine springen (Noris S. 2; Schmidt S. 6).
- Eine Dame kann geschlagen werden wie jeder andere Stein (Noris S. 2; Schmidt S. 6).
Wie eine Partie endet
| Ergebnis | Wann? | Regel |
|---|---|---|
| Sieg | Der Gegner hat keinen Stein mehr. | Schmidt S. 6; Noris S. 3; ASS S. 3 |
| Sieg | Der Gegner ist am Zug, kann aber keinen Stein ziehen, weil alle eingesperrt sind. | Schmidt S. 6; Noris S. 3 |
| Remis | Keiner kann mehr gewinnen – zum Beispiel hat jeder nur noch eine Dame, und keiner stellt sie so, dass sie geschlagen werden kann. | Noris S. 3 |
Eine feste Regel, nach wie vielen Zügen ohne Schlagen eine Partie unentschieden ist, nennen die Herstellerregeln nicht. In der internationalen Dame gibt es solche Regeln (siehe Varianten).
Häufige Irrtümer
- „Schlagen ist freiwillig.“ – Nein, wer schlagen kann, muss schlagen; sonst darf der Gegner den Stein blasen (Schmidt S. 6; ASS S. 3; Noris S. 2).
- „Nach dem ersten Sprung darf ich aufhören.“ – Nein, kann der Stein weiterschlagen, schlägt er weiter (Schmidt S. 6; ASS S. 3: „müssen“).
- „Einfache Steine dürfen rückwärts schlagen.“ – In der deutschen Grundfassung nicht, dort schlägt ein einfacher Stein nur vorwärts (Schmidt S. 6). In der internationalen Dame dagegen schon (lidraughts „Standard rules“).
- „Die Dame zieht nur ein Feld weit.“ – Nein, sie zieht beliebig weit schräg, vorwärts und rückwärts (Schmidt S. 6; Noris S. 2; ASS S. 3). Nur in der englischen Dame (Checkers) zieht sie ein Feld (Wikipedia „Dame (Spiel)“).
- „Man darf nur eine Dame haben.“ – Nein, mehrere Damen sind erlaubt (Schmidt S. 6).
- „Über eigene Steine darf man springen.“ – Nein, nie (Noris S. 2; Schmidt S. 6).
- „Eine Dame kann nicht geschlagen werden.“ – Doch, wie jeder andere Stein (Noris S. 2; Schmidt S. 6).
- „Solange ich noch Steine habe, kann ich nicht verlieren.“ – Doch: Wer am Zug ist und nicht ziehen kann, hat verloren (Schmidt S. 6; Noris S. 3).
Tipps für die erste Partie
Keine Regeln, sondern Spieltipps aus der Spielregel von ASS Altenburger (ASS S. 3):
- Stell Fallen: Zwing den Gegner durch den Schlagzwang, einen deiner Steine zu schlagen – damit du danach mehr zurückschlagen kannst, etwa seine Dame.
- Beherrsch die lange Diagonale: Wer die Diagonale aus 8 dunklen Feldern (von a1 bis h8) kontrolliert, kann eine strategisch beherrschende Stellung gewinnen.
Varianten
Internationale Dame (Dame 100)
Die Wettkampffassung des Weltverbands FMJD (lidraughts „Standard rules of international draughts (FMJD)“; Wikipedia „Dame (Spiel)“):
| Deutsche Dame (Grundfassung) | Internationale Dame | |
|---|---|---|
| Brett | 8×8, 12 Steine je Spieler | 10×10, 20 Steine je Spieler |
| Einfacher Stein schlägt | nur vorwärts | vorwärts und rückwärts |
| Mehrere Schlagmöglichkeiten | nicht festgelegt | größter Schlag ist Pflicht – Dame und Stein zählen gleich |
| Geschlagene Steine | kommen vom Brett | kommen erst nach dem ganzen Zug vom Brett |
| Zur Dame wird | wer die letzte Reihe erreicht | wer seinen Zug auf der letzten Reihe beendet |
| Dame landet nach dem Schlag | je nach Hersteller | auf einem beliebigen freien Feld dahinter |
Weitere Regeln der internationalen Dame (lidraughts „Standard rules“): Weiß beginnt; gewonnen hat, wessen Gegner keinen erlaubten Zug mehr hat; Remis ist die Partie bei dreimal derselben Stellung mit derselben Seite am Zug, nach 25 Damenzügen jeder Seite ohne Schlagen und in bestimmten Endspielen mit nur einer Dame gegen wenige Steine nach 16 bzw. 5 Zügen.
Weitere Spielarten
- Englische Dame (Checkers, Draughts): Die Dame zieht nur ein Feld weit (Wikipedia „Dame (Spiel)“).
- Schlagdame (Verkehrte Dame, Raubdame): Wer zuerst alle Steine verloren hat, gewinnt; sonst gelten die normalen Regeln (ASS S. 3 und S. 5; Noris S. 3).
- Italienische Dame: Damen kann nur eine Dame schlagen, nicht ein einfacher Stein; Pflicht zum größten Schlag (ASS S. 5; Noris S. 4 als „Römische Dame“).
- Russische Dame (Baschni): Geschlagene Steine kommen nicht vom Brett, sondern werden zu Türmen untergeschoben (Wikipedia „Dame (Spiel)“).
Achtung, Namensverwirrung: ASS Altenburger nennt ein ganz anderes Spiel „Deutsche Dame“ – dort wird auf allen Feldern gespielt und auch senkrecht und waagerecht geschlagen (ASS S. 4). Gemeint ist hier dagegen die übliche Dame auf den dunklen Feldern.
Klassiker: Wie das Spiel entstand
- Keine Dame im alten Ägypten: Brettspiele mit karierten Brettern gibt es in Ägypten schon im 16. Jahrhundert v. Chr., ein direkter Vorläufer der Dame ist das aber unwahrscheinlich (Wikipedia „Dame (Spiel)“). Auch die Bretter aus Ur gehören zu einem Laufspiel mit Würfeln, und die oft auf 1400 v. Chr. datierten Ritzungen im Tempel von Kurna stammen wohl aus viel späterer Zeit (Wikipedia „Draughts“).
- Aus dem Alquerque: Als wahrscheinlicher Vorfahr gilt das Alquerque auf einem Gitter von 5×5 Punkten; das Libro de los Juegos Alfons' X. von Kastilien gab 1283 die erste Spielanleitung dafür (Wikipedia „Draughts“). Das moderne Damespiel entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert in Spanien oder Südfrankreich, gespielt auf dem Schachbrett mit Steinen des Backgammon (Wikipedia „Dame (Spiel)“). 1243 erwähnt Philippe Mouskés das Krönen eines Steins; das Spiel hieß damals Fierges, nach der Dame im Schach (Wikipedia „Draughts“).
- Schlagzwang: In Frankreich gab es zwei Spielweisen, das „jeu forcé“ mit Schlagpflicht und das „jeu plaisant“ ohne. Heute gilt das jeu forcé; die deutsche Wikipedia datiert die Schlagpflicht auf um 1535 (Wikipedia „Dame (Spiel)“; Wikipedia „Draughts“). Das Blasen eines Steins, der nicht geschlagen hat, war bis ins späte 19. Jahrhundert verbreitet (Wikipedia „Draughts“).
- Bücher und das große Brett: 1688 erschien in Frankreich das älteste bekannte gedruckte Regelwerk, 1756 in England William Paynes Lehrbuch (Wikipedia „Dame (Spiel)“; Wikipedia „Draughts“). Die polnische Dame auf 10×10 Feldern, aus der die internationale Dame wurde, entstand um 1730 in Paris (Wikipedia „Dame (Spiel)“); die englische Wikipedia hält die Pariser Erfindung für eine Legende, weil ein Wörterbuch das Spiel schon 1710 erwähnt.
- In Deutschland: 1932 wurde in Stettin der Deutsche Dame-Bund gegründet; die Nationalsozialisten verboten ihn und seine Zeitung „Das Damespiel“ 1933 (Wikipedia „Dame (Spiel)“).
Klassiker: Bedeutung für die Brettspielwelt
- Dame ist ein Strategiespiel ohne Glück und ohne verborgene Information – und dank Schlagzwang taktisch schon für Kinder.
- Die Wettkampffassung ist als Sport organisiert: Der Weltverband FMJD regelt die internationale Dame auf 100 Feldern und hat nationale Mitglieder in Europa und der Welt (FMJD-Mitgliederliste).
- Meilenstein der Computerforschung: 1992 gewann Weltmeister Marion Tinsley noch gegen das Programm Chinook, 2007 bewies das Team um Jonathan Schaeffer, dass die englische Dame bei fehlerfreiem Spiel unentschieden endet (Wikipedia „Dame (Spiel)“; Wikipedia „Draughts“).
Klassiker: Moderne Alternativen
- Kamisado – Wenn dir an der Dame der Wettlauf zur gegnerischen Grundreihe gefällt: Die Farbe des Feldes, auf dem dein Gegner landet, bestimmt, mit welchem Turm du ziehen musst (Eintrag Kamisado).
- Abalone – Wenn du gegnerische Steine lieber hinausschiebst als überspringst: Murmeln in Reihen bis zu drei drücken gegnerische Murmeln über den Rand (Eintrag Abalone).
- Onitama – Wenn du ein kurzes, glücksfreies Duell mit wechselnden Zugmöglichkeiten suchst: 5×5 Felder, die Züge stehen auf Karten, die zum Gegner wandern (Eintrag Onitama).
Ausgaben & Erweiterungen
- Kein Verlagsprodukt: Bretter und Steine gibt es von vielen Herstellern, sehr oft als Wendebrett mit Mühle (zum Beispiel Noris „Deluxe Mühle/Dame“) oder in Spielesammlungen (Schmidt Spiele, Noris, ASS Altenburger).
- Für die internationale Dame braucht man ein eigenes Brett mit 100 Feldern und je 20 Steine.
Autoren & Verlag
- Art: traditionelles Brettspiel (kein Erfinder, kein Verlag, gemeinfrei; Bretter und Steine gibt es von vielen Herstellern, oft zusammen mit Mühle oder Schach)
- Verlag: keiner – für die deutsche Dame auf 64 Feldern gibt es keinen aktiven Verband mit eigenem Regelwerk (siehe „Welche Regel gilt?“); die Grundfassung folgt den Spielregeln großer deutscher Hersteller. Den Wettkampfsport auf 100 Feldern regelt der Weltverband FMJD, deutsches Mitglied ist die Interessengemeinschaft Damespiel in Deutschland (IGD) (FMJD-Mitgliederliste)
Videos auf YouTube
Die beliebtesten Videos zu Dame, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.
