Wings of War: Famous Aces
- Spieler
- 2–4
- Dauer
- 20 Min.
- Alter
- ab 10
- Erschienen
- 2004
- Komplexität
- Leicht
- Regeln
- DE RegelEN Rules
Mitspieler findenNoch keine StimmenSei der Erste – +5 Punkte
Luftduelle im Ersten Weltkrieg mit Karten statt Spielplan: Jeder Pilot legt verdeckt drei Manöverkarten, alle decken gleichzeitig auf und fliegen die Karte als Schablone ab, danach wird mit dem Lineal geschossen und der Schaden aus einem Schadensstapel gezogen (Regelheft).
Wings of War: Famous Aces (Nexus Editrice) ist ein Familienspiel für 2–4 Personen ab 10 Jahren und ist 2004 erschienen. Eine Partie dauert 20 Minuten.
SpielartGegeneinanderTeams
AnspruchLeichtWenig Text
Auf einen Blick
- Für wen: Familie und Einsteiger in Tabletop-Duelle, auch Kenner als schnelles Zwischendurch-Spiel
- Ähnlich wie: Wings of Glory: WW1 Rules and Accessories Pack (derselbe Spielkern, neue Auflage der Reihe bei Ares Games mit ausführlicherem Regelwerk). Weitere Vergleiche im Bestand nicht geprüft.
- Wissenswert: Es gibt keinen Spielplan: Der Tisch ist die Spielfläche, die Flugzeugkarte selbst ist das Spielstück. Wer ein Flugzeug mit der Mitte aus der Spielfläche schiebt, scheidet aus (Regelheft).
So wird gespielt
- Material: Stapel Flugzeugkarten, vier Manöverstapel, ein Schadensstapel, 36 Marker, fünf Spielbretter (eines je Flugzeugmuster, zum Ablegen von Manöver- und Schadenskarten) und zwei Lineale mit rotem Strich in der Mitte.
- Aufbau: Jeder Spieler wählt gleich viele Flugzeugkarten und legt sie vor sich, Spitze zum Gegner. Zu jedem Flugzeug gehört ein Spielbrett mit dem Manöverstapel, dessen Buchstabe (blau) auf der Flugzeugkarte steht. Für jeden roten Buchstaben der gewählten Flugzeuge wird ein Schadensstapel bereitgelegt (ein Stapel reicht für vier schießende Flugzeuge). Zweisitzer haben zwei rote Buchstaben (vorderes und hinteres Maschinengewehr). Mehrere Flugzeuge je Spieler und Teams sind möglich. Die Spielfläche (Tisch, Teppich, Bodenstück) muss klar begrenzt sein, Breite mindestens 70 cm.
- Zug: Planung, danach drei Bewegungs-und-Feuer-Phasen.
- Planung: Jeder wählt für jedes Flugzeug drei Manöverkarten und legt sie verdeckt auf die drei Felder (oben wird zuerst geflogen). Steile Manöver (Pfeilsymbol) dürfen nicht direkt hintereinander gespielt werden, auch nicht als erste Karte, wenn die letzte des vorherigen Zuges steil war. Vor und nach einem Immelmann-Turn muss je ein gerades Manöver liegen; war die letzte Karte des vorherigen Zuges gerade, darf der Immelmann gleich als erste Karte kommen.
- Bewegung: Alle decken die erste Karte auf, legen sie vor die Flugzeugkarte (Pfeilanfang an die blaue Linie) und setzen die Flugzeugkarte mit dem Pfeilende hinten auf den Pfeil der Manöverkarte. Die Manöverkarte geht zurück in den Stapel.
- Feuern: Nach der Bewegung aller Flugzeuge: Das Lineal wird an den roten Punkt der eigenen Karte gelegt. Liegt es im vorderen Schusskegel (helle Fläche zwischen den roten Linien) und erreicht irgendeinen Punkt einer gegnerischen Karte, darf geschossen werden (gegenseitiges Schießen ist möglich). Trifft die erste Linealhälfte, zieht das Ziel zwei Schadenskarten, trifft die zweite Hälfte, eine. Der Stapel richtet sich nach dem roten Buchstaben des Schützen. Jäger schießen je Phase auf ein Ziel, nicht durch andere Flugzeuge hindurch; Zweisitzer auf zwei Ziele (eines im vorderen, eines im hinteren Bereich).
- Schaden: Der Besitzer des getroffenen Flugzeugs nimmt die Karten verdeckt und legt sie auf sein Brett. Erreicht die Summe den grünen Wert der Flugzeugkarte, ist das Flugzeug abgeschossen. Ladehemmung (Symbol) muss aufgedeckt werden: Der Schütze darf nach den nächsten drei Manövern nicht schießen (drei Marker, einer wird nach jedem Manöver abgelegt; bei Zweisitzern nur im jeweiligen Schusskegel). Explosionssymbol: sofort abgeschossen. Aller Schaden wird gleichzeitig abgehandelt, ein abgeschossenes Flugzeug darf in derselben Phase noch schießen.
- Rest des Zuges: Zweite und dritte Phase ebenso. Danach merkt man sich per Marker, ob die letzte Karte steil, gerade oder ein Immelmann war.
- Überlappen: Überdecken sich zwei Flugzeugkarten, können sie sich gegenseitig nicht beschießen, bis sie sich nicht mehr überlappen; andere dürfen sie normal beschießen.
- Rand: Wer mit seinem Mittelpunkt die Spielfläche verlässt, scheidet aus.
- Ende/Wertung: Wer als letzter noch Flugzeuge auf der Fläche hat, gewinnt. Für mehrere Partien: 1 Punkt je gegnerisches Flugzeug, das die Fläche verlassen hat, 2 Punkte je abgeschossenes, −1 je eigenes abgeschossenes.
- Szenarien: Set 1 (Famous Aces): „Duell über den Schützengräben“ (Fokker Dr.I gegen Sopwith Camel, 2 Spieler, Spielfläche mindestens 70 cm) und „Morgenpatrouillen“ (2–4 Spieler: Fokker Dr.I und Albatros D.Va gegen Sopwith Camel und SPAD XIII, mindestens 90 cm). Set 2 (Watch Your Back!): „Auf dem Weg zum Ass“ (Nieuport 11 gegen Halberstadt D.III) und „Überfall auf Istriana“ (Fotoflug einer Ufag, 2–4 Spieler). Mit beiden Sets: „Nichts Neues an der Westfront“ (2–6 Spieler) und „Flügel über Flandern“ (Bombenangriff einer D.H.4, 2–6 Spieler). Dazu Hinweise, eigene Szenarien zu bauen (Jäger-Duelle, Aufklärung, Bombardierung; ausgewogene Teams mit gleichen Schadensbuchstaben).
- Optionale Regeln: Spezialschäden (klemmendes Seitenruder links oder rechts, ausgefallener Beobachter, Motorschaden mit Pflicht zum Überziehen und Totalschaden beim zweiten Treffer, Rauch, Feuer), Zielen (ab der zweiten Feuerphase in Folge auf dasselbe Ziel im selben Schusskegel gibt jede Schadenskarte +1), Kontrollverlust bei regelwidrig geplanten Manövern (Flugzeug ausgeschieden), Verfolgen (der Verfolger darf die drei Karten des Verfolgten ordnen) und toter Winkel des hinteren Maschinengewehrs. Turnierregel: Explosionskarten aus den Schadensstapeln nehmen.
Stimmen aus Rezensionen
- Armchair General (Besprechung der Reihe, Fantasy Flight Games): „Easy to learn and play; pre-planned movements create intense play throughout the game“ – der Planungsmechanismus ist einfach und trotzdem spannend; Partien dauern meist eine halbe Stunde oder weniger. Kritik: Einige wichtige Regeln stehen mitten in Absätzen versteckt. Das Spiel sei weniger komplex als Blue Max oder Richthofen's War.
- Order of Gamers: Die Regeln seien einfach und das Spiel schon in der Grundbox gut; für den vollen Spaß brauche man aber die Miniaturflugzeuge der Reihe.
Auszeichnungen
- Auszeichnungen: 2005 Japan Boardgame Prize, Bestes ausländisches Spiel für Einsteiger (Gewinner); 2005 Nederlandse Spellenprijs (nominiert); 2007 Gra Roku, Spiel des Jahres Polen (nominiert).
Ausgaben & Erweiterungen
- Erste Ausgabe 2004 (Nexus Editrice, italienisch); englische Ausgabe bei Fantasy Flight Games, später Neuauflagen der Reihe als „Wings of Glory“ bei Ares Games. Der Spielkern ist gleich, die neuen Ausgaben haben ein neues Regelheft (Ares Games laut Wikipedia).
- Eigenständige Sets der Reihe (jedes ist für sich spielbar): „Wings of War: Watch Your Back!“ und „Wings of War: Burning Drachens“ (Ballone, Fliegerabwehr, Schützengräben laut Armchair General). Diese haben keine eigene Datei in der Datenbank.
- Booster-Packs mit weiteren Flugzeugkarten (Kleinkram, ohne eigenes Regelwerk): Recon Patrol, Top Fighters (19395), Dogfight (34079), Immelmann (34080), Hit & Run (60524), Crossfire (60525). Dazu die Erweiterung „Wings of War: Flight of the Giants“.
- Nachfolger-Reihe im Bestand dieser Datenbank: Wings of Glory: WW1 Rules and Accessories Pack.
Autoren & Verlag
- Autoren: Andrea Angiolino, Pier Giorgio Paglia · Illustration: Vincenzo Auletta (Flugzeuge und Titel), Dario Calì · Gestaltung: Fabio Maiorana (Regelheft)
- Verlag (Original): Nexus Editrice (2004) · englische Ausgabe: Fantasy Flight Games (laut Regelheft) · Nexus Editrice, 2004); Verlagsseite und deutsche Regel nicht gefunden (2026-10-27). Die Reihe läuft heute als „Wings of Glory“ bei Ares Games weiter und ist mit den alten Wings-of-War-Packungen kompatibel (Ares Games laut Wikipedia).
Videos auf YouTube
Die beliebtesten Videos zu Wings of War: Famous Aces, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.
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