TZAAR
- Spieler
- 2
- Dauer
- 30–60 Min.
- Alter
- ab 13
- Erschienen
- 2007
- Komplexität
- Mittel
- Regeln
- DE RegelEN RulesRegeln erklärt
Abstraktes Duell auf einem Punktebrett mit 60 Spielsteinen: In jedem Zug musst du schlagen, danach darfst du ein zweites Mal schlagen, deine Steine stapeln oder passen – und verlierst, sobald eine der drei Steinsorten (Tzaar, Tzarra, Tott) von deiner Seite verschwindet (Regelheft S. 3–5).
TZAAR (Don & Co.) ist ein Kennerspiel für 2 Personen ab 13 Jahren und ist 2007 erschienen. Eine Partie dauert 30–60 Minuten.
Häufige Regelfragen zu TZAAR
Antworten aus der offizielle englische Spielanleitung (Rio Grande Games / HUCH! & friends, 2016), 4 S. · Stand 28.10.2026
Wie gewinne ich bei TZAAR?
Auf zwei Wegen: Du schlägst den letzten Stein einer Sorte (Tzaar, Tzarra oder Tott) deines Gegners, oder dein Gegner kann in seinem Zug mit der ersten Aktion nicht mehr schlagen.
Regelheft: S. 3 · Aim of the game; S. 5 · End of the game
Wie viele Aktionen habe ich pro Zug?
Zwei. Die erste ist immer ein Pflicht-Schlagen, die zweite wählst du: nochmal schlagen, einen Stein oder Stapel stärken oder passen. Nur Weiß macht im ersten Zug der Partie eine einzige Schlag-Aktion.
Regelheft: S. 4 · The start, The game
Was bestimmt, welche Steine ich schlagen darf?
Die Höhe, nicht die Sorte. Ein Stein oder Stapel darf jeden gegnerischen Stein oder Stapel schlagen, der höchstens so hoch ist wie er selbst.
Regelheft: S. 4 · The first move of a turn
Wie funktioniert das Stapeln?
In der zweiten Aktion springst du mit einem Stein oder Stapel auf einen eigenen Stein oder Stapel (gleiche Bewegung wie beim Schlagen). Ein Stapel zählt als eine Einheit und wird nur als Ganzes bewegt oder geschlagen. Die Höhe ist unbegrenzt, und die Sorten spielen dabei keine Rolle.
Regelheft: S. 4 · Making a piece stronger
Zählen Steine unter dem obersten Stein eines Stapels für die Sorten?
Nein. Für die drei Sorten zählt nur der oberste Stein eines Stapels. Legst du einen Tott auf einen Tzaar, zählt der Stapel als Tott.
Regelheft: S. 4 · Making a piece stronger; S. 5 · End of the game
Darf ich über Steine springen oder auf leere Felder ziehen?
Nein. Du darfst nur über leere Felder ziehen und nie über andere Steine springen. Ein Stein darf auch nie auf ein leeres Feld ziehen. Leere Felder bleiben bis zum Spielende leer.
Regelheft: S. 5 · For the sake of clarity
Darf ich meine zweite Aktion auslassen?
Ja, du darfst passen. Die erste Aktion, das Pflicht-Schlagen, darfst du dagegen nie auslassen.
Regelheft: S. 4 · Pass
Titelbild: Verlag (hutter-trade.com) · Produktseite ↗
Auf einen Blick
- Für wen: Kenner abstrakter Spiele
- Ähnlich wie: andere Spiele des GIPF-Projekts von Kris Burm (laut Heft ist TZAAR das zweite Spiel; im Bestand: GIPF, ZÈRTZ).
- Wissenswert: Die Stärke eines Steins bestimmt nicht seine Sorte, sondern seine Höhe – ein Stapel aus drei Steinen schlägt alles bis Höhe drei (Heft S. 4).
So wird gespielt
Quelle: Rio Grande Games / HUCH! & friends, „TZAAR – Rulebook“ (EN, 4 S., 2016). Die Erklärung ist in eigenen Worten geschrieben; Seitenzahlen sind die des Heftes (S. 3–6).
Das Ziel in einem Satz
Du gewinnst, wenn dein Gegner von einer der drei Steinsorten keinen Stein mehr auf dem Brett hat oder wenn er in seinem Zug keinen deiner Steine mehr schlagen kann (S. 3, 5).
Aufbau
- Das Brett liegt so zwischen euch, dass die lange Seite von einem zum anderen verläuft. Alle Kreuzungen sind Felder.
- Jeder hat 30 Steine: 6 Tzaars, 9 Tzarras und 15 Totts in seiner Farbe. Alle 60 Steine werden zufällig auf das Brett gelegt, sodass jedes Feld besetzt ist. Weiß beginnt, die Farbe wird ausgelost (S. 4).
- Wer keinen Zufallsaufbau mag, nutzt die feste Anfangsstellung (Diagramm 4, S. 6) oder die Turnierversion: leeres Brett, Spieler setzen abwechselnd einen Stein nach dem anderen in beliebiger Reihenfolge und Sorte, bis alle Felder belegt sind (S. 6).
So läuft ein Zug ab
- Der Start (S. 4): Weiß macht nur einen Zug, und der muss ein Schlagen sein. Danach hat jeder Spieler in jedem Zug zwei Aktionen.
- Erste Aktion – Pflicht-Schlagen (S. 4): Du musst schlagen. Du ziehst einen eigenen Stein (beliebige Sorte) auf ein benachbartes Feld mit einem gegnerischen Stein oder in gerader Linie über beliebig viele leere Felder auf den ersten gegnerischen Stein. Der gegnerische Stein scheidet aus, deiner steht auf seinem Feld.
- Zweite Aktion – eine von drei (S. 4):
- Zweites Schlagen (gleiche Regeln, mit dem selben oder einem anderen Stein/Stapel),
- Stärken: Du springst mit einem Stein oder Stapel auf einen eigenen Stein oder Stapel (gleiche Bewegung wie beim Schlagen), sodass ein höherer Stapel entsteht,
- Passen. Die erste Aktion darfst du nie passen.
Stärke und Stapel (S. 4–5)
- Alle Steine ziehen gleich, egal ob einzeln oder gestapelt. Ein Stein oder Stapel darf nur einen gegnerischen Stein oder Stapel schlagen, der höchstens so hoch ist wie er selbst. Einzelne Steine sind alle gleich stark.
- Ein Stapel zählt als eine Einheit: Er wird nur als Ganzes bewegt und als Ganzes geschlagen, die Höhe ist unbegrenzt.
- Jeder eigene Stein oder Stapel darf auf jeden anderen eigenen Stein oder Stapel springen, unabhängig von der Sorte.
- Für die drei Sorten zählt nur der oberste Stein eines Stapels: Legst du einen Tott auf einen Tzaar, zählt der Stapel als Tott, der Tzaar darunter bleibt im Spiel, zählt aber nicht mehr als Sorte.
Zur Klarheit (S. 5)
- Ein Stein darf nie auf ein leeres Feld ziehen; ein leeres Feld bleibt bis Spielende leer.
- Man darf nicht über andere Steine springen, nur über leere Felder ziehen.
- Das Brett hat kein Mittelfeld; Steine dürfen nicht über die Mitte ziehen.
- Stapel bestehen nur aus Steinen einer Farbe.
- Die Reihenfolge ist fest: erst Pflicht-Schlagen, dann eine von drei Möglichkeiten.
Spielende und Wertung
Du gewinnst, wenn du den letzten Stein einer Sorte deines Gegners schlägst (nur Einzelsteine und oberste Steine von Stapeln zählen) oder wenn dein Gegner mit seiner ersten Aktion nicht mehr schlagen kann (S. 5).
Beispiel (eigenes, nach den Regeln des Hefts)
Ein weißer Tzaar steht neben einem schwarzen Tott und hat dahinter drei leere Felder bis zu einem schwarzen Tzaar. Weiß darf in der ersten Aktion einen der beiden schlagen, weil beide Einzelsteine sind (gleiche Höhe) – Diagramm 2 auf S. 4 zeigt alle möglichen Schlagzüge. In der zweiten Aktion könnte Weiß dann einen weißen Tott auf einen weißen Tzaar springen lassen: Der Stapel zählt nur noch als Tott und ist 2 hoch, kann also jeden schwarzen Stein bis Höhe 2 schlagen.
Häufige Irrtümer
- „Der Tzaar ist der stärkste Stein.“ Nein, die Sorte bestimmt nur, ob du noch alle drei hast. Die Stärke ergibt sich aus der Höhe (S. 4).
- „Ich darf auf ein leeres Feld ziehen.“ Nein, nur schlagen oder auf eigene Steine springen (S. 5).
- „Ich darf in der ersten Aktion passen.“ Nein, die erste Aktion ist immer ein Pflicht-Schlagen (S. 4).
- „Unter einem Stapel zählt jeder Stein für die Sorten.“ Nein, nur der oberste (S. 4, 5).
- „Ich darf über andere Steine hinwegspringen.“ Nein, nur über leere Felder (S. 5).
- „Weiß hat im ersten Zug zwei Aktionen.“ Nein, nur eine Schlag-Aktion (S. 4).
Turnierversion (S. 6)
Das Spiel beginnt mit leerem Brett; die Spieler setzen abwechselnd Stein für Stein in beliebiger Reihenfolge und Sorte, bis alle Felder besetzt sind, dann gelten die normalen Regeln.
Auszeichnungen
- Auszeichnungen nicht geprüft.
Ausgaben & Erweiterungen
- Erstausgabe 2007 (Don & Co.); mehrsprachige HUCH!-Ausgaben 2016 und 2021. Keine Erweiterungen verzeichnet; das Heft verweist auf Zusatzmaterial des GIPF-Projekts („Potentials“).
Autoren & Verlag
- Autor: Kris Burm · 3D: Andreas Resch (Heft 2016); Illustration: Kris Burm, lu'cifer
- Verlag: Don & Co. · deutsche Ausgabe: HUCH!, hergestellt von Hutter Trade, Günzburg (Heft)
Kartenhüllen (Sleeves) für TZAAR
Keine Sleeves nötig: TZAAR hat keine Spielkarten. Spiel mit Steinen und Brett, keine Karten
Videos auf YouTube
Die beliebtesten Videos zu TZAAR, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.

