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DE RegelEN RulesSpieler
3–5
Dauer
30 Min.
Alter
ab 8
Erschienen
2006
Komplexität
Leicht
Ihr stapelt eure Piratenscheiben auf die der Mitspieler zu bunt gemischten Entermannschaften; wer oben liegt, ist Kapitän, entert eins von drei ausliegenden Handelsschiffen, kassiert Dukaten und Beute – muss aber jeden fremden Piraten im Stapel nach seinem aufgedruckten Wert auszahlen, notfalls aus eigener Tasche (Regelheft).
Seeräuber (Queen Games) ist ein Familienspiel für 3–5 Personen ab 8 Jahren und ist 2006 erschienen. Eine Partie dauert 30 Minuten.
SpielartGegeneinander
ThemaSeefahrt & Piraten
AnspruchLeichtSprachunabhängig
Auf einen Blick
- Für wen: Familie, kurzes Taktik- und Bluffspiel
- Ähnlich wie: Skull (Bluffen mit Scheiben, ähnlich kurz, aber ohne Stapel-Mechanik); 6 nimmt! (schnelles Familienspiel mit Ärgerfaktor, Kartenspiel statt Scheiben). Sachlich am nächsten ist der eigene Vorläufer „Die Safeknacker“ (ASS 1995, spieletest.at), kein Eintrag.
- Wissenswert: Der Kapitän kann ins Minus rutschen: Reicht die Beute nicht für die Heuer, zahlt er sein eigenes Geld – und hat er keins mehr, springt der Vorrat ein, ohne dass er etwas zurückzahlen muss (Regelheft S. 3). Nominiert zum Spiel des Jahres 2006. Mit drei eigenen Piraten in einem fremden Stapel darf man meutern und den Kapitän zum Entern zwingen.
So wird gespielt
- Material: 15 Schiffskarten (Beute in Dukaten, Mindestgröße der Entermannschaft, Lohn für „?“-Piraten, 1–2 abgebildete Schätze), 24 Beutestücke (Schatztruhe, Rumfass, Leuchter, Dolch, je sechsmal, unterschiedlich viel wert), 25 Holzscheiben in 5 Farben mit Aufklebern (die Piraten; jeder zeigt einen Zahlenwert oder ein Fragezeichen – laut Reich der Spiele Werte 2 bis 5 plus ein „?“), 75 Münzen (27 × 1, 18 × 5, 30 × 10 Dukaten).
- Aufbau: Schiffskarten mischen, die obersten drei offen auslegen. Jeder nimmt die 5 Piraten einer Farbe (offen vor sich) und 10 Dukaten; Restgeld und Beutestücke als Vorrat. Bei weniger als 5 Spielern kommen die überzähligen Farben weg.
- Zug: Im Uhrzeigersinn, der älteste beginnt. Wer dran ist, wählt eine von zwei Aktionen – wenn möglich, muss er eine ausführen. Hat man keinen freien Piraten (alle 5 stecken in fremden Stapeln), setzt man aus.
- Piratenzug: Einen eigenen Piraten oder eigenen Stapel auf einen fremden Piraten oder Stapel setzen und den neuen Stapel vor sich abstellen – man ist nun Kapitän; ein Stapel gehört immer dem, dessen Farbe oben liegt. Verboten: Stapel trennen, eigen auf eigen setzen, Stapel über 9 Piraten, verdeckte Werte im Stapel anschauen.
- Schiff entern: Nur als Kapitän; der eigene Stapel muss mindestens die auf der Karte geforderte Piratenzahl haben. Der Kapitän nimmt ein abgebildetes Beutestück aus dem Vorrat, der Besitzer des zweitobersten Piraten (Steuermann) das zweite, falls vorhanden. Dann nimmt der Kapitän die Dukaten der Karte und zahlt jedem fremden Piraten im Stapel seinen Wert; „?“-Piraten erhalten den Betrag, der auf der Schiffskarte neben dem Fragezeichen steht. Reicht die Beute nicht, zahlt der Kapitän aus eigenem Geld; reicht auch das nicht, zahlt der Vorrat den Rest (muss nicht zurückgezahlt werden), die Beutestücke bleiben ihm. Danach gehen alle Piraten an ihre Besitzer zurück, die Schiffskarte kommt aus dem Spiel.
- Neue Schiffe: Erst wenn alle drei ausliegenden Schiffe geentert sind, werden drei neue aufgedeckt – im ganzen Spiel fünfmal drei Karten.
- Meuterei: Liegen 3 oder mehr eigene Piraten in einem fremden Stapel, darf man im Zug dieses Kapitäns verlangen, dass er ein Schiff entert (der Stapel muss groß genug sein); welches Schiff, entscheidet der Kapitän. Bei mehreren meuternden Stapeln entert er nur mit einem seiner Wahl.
- Spielende/Wertung: Nach dem 15. Schiff. Wer von einer Beutesorte die meisten hat, erhält den aufgedruckten Dukatenbetrag; bei Gleichstand teilen (Rest verfällt). Jedes Beutestück, das kein Mehrheitsgeld brachte, bringt 1 Dukaten Trost. Das meiste Geld gewinnt.
- Keine Solo- oder Zwei-Spieler-Regel.
Stimmen aus Rezensionen
- Reich der Spiele (Michael Weber, 30.12.2006): „In der Kürze liegt die Würze“ – schnell, lässt Raum zum Bluffen, immer wieder Anlass zum Ärgern; in 5 Minuten erklärt, nach spätestens 30 Minuten gespielt. Für anspruchsvolle Vielspieler keine Erfüllung, langfristige Planung unmöglich. reich-der-spiele.de
- H@LL9000 (Steffen Stroh, 17.06.2006; Redaktion 3,7 von 6 bei 18 Bewertungen, Leser 4,6 bei 11, Stand 2026-10-21): Der erste Eindruck täusche – nach 2–3 planlosen Partien zeigten sich taktische Winkelzüge („Kuckucksei-Prinzip“: lukrative eigene Piraten in fremde Mannschaften schmuggeln). Kritik: Merkeffekt bei den „?“-Piraten nicht jedermanns Sache, kleine Geldbeträge ohne 3er-Münzen umständlich, zu dritt eingeschränkter als zu viert oder fünft. hall9000.de
- spieletest.at (Jörg Domberger, 08.07.2006): sehr einfacher Ablauf, hoher Wiederspielreiz wegen der Kürze, enge Endwertungen (einmal 88/85/83/82 Dukaten zu viert), Anleitung lässt keine Fragen offen; empfohlen vor allem für Gelegenheitsspieler, als Aufwärmer auch für Strategen. spieletest.at
Auszeichnungen
- Nominierung Spiel des Jahres 2006 (Preisliste spiel-des-jahres.de). außerdem Finalist Juego del Año 2006 (Spanien) und Nominierung Japan Boardgame Prize 2006 (Best Foreign Game for Beginners) – nicht geprüft.
- Jurytext spiel-des-jahres.de (sinngemäß): Je wertvoller die Ladung, desto mehr Piraten braucht das Entern, zu viele sind aber nicht erlaubt; wer sich als Kapitän durchsetzt, bekommt die Ladung, muss seine Leute aber mit Gold belohnen und notfalls aus eigener Tasche zusetzen – ein „flottes und knackiges Spiel“.
Ausgaben & Erweiterungen
- Queen Games 2006: mehrsprachige Ausgaben (EN/FR/ES/DE, EN/FR/IT/NL/ES/DE, NL/FR/IT/DE) und eine rein deutsche Ausgabe; außerdem polnische Ausgabe (G3) und ungarische Ausgabe. Im Verlagsshop nicht mehr gelistet (2026-10-21).
- Vorläufer: „Die Safeknacker“ (Stefan Dorra, ASS 1995) – Seeräuber ist laut dorra-spiele.de eine deutlich erweiterte Fassung mit mehr Schiffskarten, den 24 Beutestücken, überarbeiteter Wertung und Münzen statt Geldscheinen.
- Nachfolger: Pirates (Stefan Dorra, Queen Games 2021; 3–5 Spieler, ab 10, 45–60 Min. laut dorra-spiele.de) – überarbeitete, erweiterte Brettspielfassung mit Hafenorten, neuer Meuterei-Aktion, Piraten freikaufen, „Schwarzem Fleck“ und Siegpunktwertung; Regel: rules.queen-games.com (PDF). Keine Erweiterungen zu Seeräuber.
Autoren & Verlag
- Autor: Stefan Dorra · Illustration: Jo Hartwig
- Verlag: Queen Games · deutsche Ausgabe: Queen Games 2006 – im Verlagsshop queen-games.shop und auf queen-games.com nicht mehr gelistet (, vergriffen)
Videos auf YouTube
Die beliebtesten Videos zu Seeräuber, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.
DEDeutschsprachige Videos (10)
- Catan - Die Legende der Seeräuber (Kosmos) / Neuheit Vorschau / Nürnberger Spielwarenmesse 2017
- Spiel doch mal...! Kurzerklärung CATAN DIE LEGENDE DER SEERÄUBER - Spielwarenmesse 2017
- Rezension zu Catan - Die Legende der Seeräuber (Spiel doch mal...! - Folge 153)
- CATAN Legende der Seeräuber
- Die Siedler von Catan® (Legenden der Seeräuber) - Kapitel 1 Die Schiffbrüchigen
- Die Siedler von Catan® (Legenden der Seeräuber) - Kapitel 2 Der Überfall
