Railroad Tiles

Spieler
1–4
Dauer
45 Min.
Alter
ab 8
Erschienen
2025
Jahrgang
2025/2026
deutsch seit September 2025
Komplexität
Leicht
Mitspieler findenNoch keine StimmenSei der Erste – +5 Punkte
Regelfragen10 Antworten

Der Nachfolger von „Railroad Ink“ als Legespiel: Statt Würfel zu zeichnen, wählt ihr reihum ganze Spalten von Strecken-Plättchen und baut daraus euer eigenes Netz aus Straßen, Gleisen und Städten, auf das ihr Autos, Züge und Fahrgäste setzt (Regelheft).

Railroad Tiles (Horrible Guild) ist ein Familienspiel für 1–4 Personen ab 8 Jahren und ist 2025 erschienen. Eine Partie dauert 45 Minuten.

Häufige Regelfragen zu Railroad Tiles

Grundlage: offizielle deutsche Spielregel (HeidelBÄR Games), 12 S. · Stand 08.11.2026

Wie viele Punkte bringt eine Figur bei Railroad Tiles höchstens?

Höchstens 5 Punkte pro gesetzter Figur: 1 Punkt für die Figur selbst plus 1 Punkt für jede passende, verbundene Figur.

Regelheft: S. 7 · Figurenplatzierung

Darf ein Fahrgast zwischen Straße und Gleis wechseln?

Ja, aber nur an Bahnhöfen. Fahrgäste zählen Verbindungen über Straßen und/oder Gleise; Autos nur über Straßen, Züge nur über Gleise.

Regelheft: S. 7 · Fahrgast-Platzierung, Bahnhöfe

Muss ich alle Plättchen einer Spalte anlegen?

Ja. Nur ein Plättchen, das sich auf keinerlei Weise anlegen lässt, wird abgeworfen. Zusätzlich darfst du zweimal pro Partie ein Plättchen vor dem Legen ablehnen.

Regelheft: S. 5 · Plättchenauswahl

Darf ich Plättchen bei Railroad Tiles umdrehen?

Ja. Plättchen dürfen gedreht und umgedreht werden; die Rückseite ist gespiegelt. Jede Seite muss aber passen: Gleis an Gleis, Straße an Straße, leer an leer.

Regelheft: S. 5 · Legeregeln

Darf ich Figuren auch auf Plättchen aus früheren Runden setzen?

Ja. Jede eigene freie Anzeige des passenden Typs zählt, egal in welcher Runde das Plättchen gelegt wurde.

Regelheft: S. 7 · Figurenplatzierung

Wofür sind die Sterne bei Railroad Tiles?

Je Anzeige-Marker darfst du 1 Stern abgeben, um eine beliebige Figur statt der vorgegebenen zu setzen. Ungenutzte Sterne bringen am Ende je 1 Punkt.

Regelheft: S. 8 · Stern-Figur; S. 9 · Wertung

Wie viele Punkte bringt eine Stadt?

Jede Gruppe aus mindestens 3 orthogonal benachbarten Gebäudeplättchen bringt 5 Punkte – größere Städte bringen nicht mehr.

Regelheft: S. 9 · Wertung bei Spielende

Wie viele offene Enden sind erlaubt?

Bis zu 5 offene Enden sind straffrei, jedes weitere kostet 1 Punkt.

Regelheft: S. 9 · Strafe für offene Enden

Wie wird die Zugreihenfolge in der nächsten Runde bestimmt?

Nach den gewählten Spalten von links nach rechts. Wer eine Spalte mit mehr Plättchen genommen hat, ist in der nächsten Runde später dran.

Regelheft: S. 8 · Rundenende

Wer gewinnt bei Railroad Tiles bei Gleichstand?

Wessen Spieler-Figur auf der Zugfolgeanzeige weiter links steht.

Regelheft: S. 9 · Spielende

Titelbild: Verlag (horribleguild.com) · Produktseite ↗

Auf einen Blick

  • Für wen: Familie und Gelegenheitsspieler, auch solo
  • Darum lohnt es sich: Für alle, die Railroad Ink mögen und mehr Wechselwirkung wollen: Meeple Mountain lobt die Plättchenwahl als spannende, interaktive Entscheidung, durch die die Netze der Spieler nicht mehr gleich aussehen.
  • Ähnlich wie: „Railroad Ink“ (gleiche Welt und Streckenregeln, aber Roll & Write mit gemeinsamen Würfeln), „Kingdomino“ (Plättchen auswählen, wer mehr nimmt, ist später dran).
  • Wissenswert: Wer die größte Spalte nimmt, ist in der nächsten Runde als Letzter dran. Und die Spalte, die keiner will, wird jede Runde mit einem Stern versüßt – der dann wie ein Joker für jede Figur dient.

So wird gespielt

Quelle: offizielle deutsche Spielregel von HeidelBÄR Games (12 Seiten, inklusive Solospiel und Aufgaben), vollständig; Abbildungen der Seiten 3–10 angesehen.

Das Ziel in einem Satz

In 8 Runden baust du das effizienteste Netz aus Straßen und Gleisen: Punkte gibt es für verbundene Autos, Züge und Fahrgäste, für Städte, das größte lückenlose Rechteck und übrige Sterne, Abzüge für zu viele offene Enden – wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt (S. 3, S. 9).

Aufbau

Material (S. 1): 106 Strecken-Plättchen, 28 Aufgaben-Plättchen (7 Sets zu je 4 gleichen), 1 Bahnhof-Tafel, 64 Siegpunkt-Marker (20 × 1, 20 × 3, 16 × 10, 8 × 20), 7 Anzeiger-Marker, 1 Zweispieler-Plättchen, je 18 Zug-, Auto- und Fahrgast-Figuren, 10 Stern-Figuren, 1 Stoffbeutel, 4 Spieler-Figuren.

  1. Figuren und Siegpunkt-Marker als Vorrat bereitlegen (S. 2).
  2. Die Spieler-Figuren in zufälliger Reihenfolge von links auf die Zugfolgeanzeige stellen.
  3. Alle Strecken-Plättchen in den Beutel, Bahnhof-Tafel in die Mitte, die Anzeiger-Marker verdeckt mischen und als Stapel auf das Uhrfeld des Bahnhofsturms legen. Das Feld direkt unter der Uhr ist der Wartesaal, die zwei blauen Felder daneben sind der aktive Bereich.
  4. Start-Plättchen: So viele Plättchen ziehen, wie Personen mitspielen, und offen auslegen. Sie müssen verschiedene Streckenverläufe zeigen; Doppelte zurück in den Beutel und neu ziehen (S. 3).
  5. Jeder nimmt 1 Stern-Figur; die übrigen Sterne bilden einen Vorrat.
  6. Das Zweispieler-Plättchen braucht ihr nur zu zweit. In der ersten Partie bleiben die Aufgaben-Plättchen in der Schachtel.

So läuft eine Runde ab

Eine Partie hat 8 Runden mit je 4 Phasen (S. 3):

  1. Runden-Vorbereitung (S. 4): Plättchen aus dem Beutel offen unter die Bahnhof-Tafel legen, bis in jeder Spalte so viele liegen, wie dort kleine weiße Quadrate aufgedruckt sind (die Spalten haben 2, 3, 3 und 4 Felder; die zusätzliche Spalte ganz links mit 2 Feldern nutzt ihr nur zu viert). Dann den obersten Anzeiger-Marker aufdecken und in den Wartesaal legen; ein dort liegender Marker rutscht in den aktiven Bereich, die anderen rücken weiter. Ab Runde 4 fällt dabei der Marker ganz rechts aus dem Spiel. Nur in Runde 1 wählt ihr vor der ersten Auswahl in umgekehrter Zugfolge je 1 Start-Plättchen als erstes Plättchen eurer Auslage.
  2. Plättchen-Auswahl (S. 5): In Zugfolge stellst du deine Figur auf eine Spalte, nimmst alle Plättchen dieser Spalte (und alle Sterne, die dort liegen) und legst sie nacheinander an deine Auslage an.
  3. Figurenplatzierung (S. 7): Wenn alle fertig angelegt haben, prüft ihr die Marker im aktiven Bereich. Je Marker darf jeder 1 Figur dieses Typs aus dem Vorrat auf ein beliebiges eigenes Plättchen mit einem freien passenden Anzeiger setzen – auch auf ein Plättchen aus einer früheren Runde – und erhält sofort Punkte.
  4. Rundenende (S. 8): Auf die Spalte, die niemand gewählt hat, kommt 1 Stern. Dann stellt ihr die Spieler-Figuren in der Reihenfolge, in der sie unter der Tafel stehen (von links nach rechts), auf die Zugfolgeanzeige. Wer eine Spalte mit mehr Plättchen genommen hat, ist in der nächsten Runde also später dran.

In Runde 1 liegt noch kein Marker im aktiven Bereich, also setzt dann niemand eine Figur (ergibt sich aus S. 4).

Die Aktionen

  • Legeregeln (S. 5): Jedes neue Plättchen muss mit mindestens einer Seite an ein Plättchen deiner Auslage grenzen. Jede Seite muss passen: Gleis an Gleis, Straße an Straße, leere Seite an leere Seite. Du darfst Plättchen drehen und umdrehen (die Rückseite ist gespiegelt).
  • Pflicht zum Anlegen: Alle genommenen Plättchen müssen gelegt werden; nur ein Plättchen, das sich auf keinerlei Weise anlegen lässt, wird abgeworfen. Genau zweimal pro Partie darfst du ein Plättchen vor dem Legen ablehnen; lege es zum Mitzählen vor dich (S. 5).
  • Feld- und Orts-Plättchen: Der Hintergrund ist für die Verbindungen egal, zählt aber für die Städte am Ende (S. 5).
  • Auto setzen: 1 Punkt plus 1 Punkt für jedes andere Auto, das mit diesem Anzeiger nur über Straßen verbunden ist (S. 7).
  • Zug setzen: 1 Punkt plus 1 Punkt für jeden anderen Zug, der nur über Gleise verbunden ist.
  • Fahrgast setzen: 1 Punkt plus 1 Punkt für jeden anderen Fahrgast, der über Straßen und/oder Gleise verbunden ist; umsteigen kann ein Fahrgast aber nur an Bahnhöfen.
  • Höchstens 5 Punkte pro gesetzter Figur. Bahnhöfe und andere Figuren unterbrechen eine Verbindung nicht. Manche Marker lassen die Wahl zwischen zwei Figurentypen.
  • Stern: In der Figurenplatzierung darfst du je Marker 1 Stern aus deinem Vorrat abgeben, um statt der vorgegebenen eine beliebige Figur (Auto, Zug oder Fahrgast) zu setzen (S. 8).

Spielende und Wertung

Die letzte Runde beginnt, wenn der letzte Anzeiger-Marker aus dem Wartesaal geschoben wird und dort das Schlusssymbol sichtbar wird; nach dieser Runde wird gewertet (S. 9). Zu den Punkten aus den Figuren kommen:

  • Städte: je Gruppe aus mindestens 3 orthogonal benachbarten Plättchen mit Gebäuden 5 Punkte – größere Städte bringen nicht mehr.
  • Größtes Rechteck: 1 Punkt je Plättchen im größten Rechteck deiner Auslage ohne Lücken.
  • Sterne: 1 Punkt je ungenutztem Stern.
  • Offene Enden: Ein Streckenende, das an kein Plättchen grenzt, ist ein offenes Ende. Bis zu 5 sind erlaubt; jedes weitere kostet 1 Punkt.
  • Aufgaben (nur im Spiel mit Aufgaben): 5 Punkte je erfüllter Aufgabe.

Wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Bei Gleichstand gewinnt, wessen Spieler-Figur auf der Zugfolgeanzeige weiter links steht.

Beispiel

Wertungsbeispiel aus dem Heft (S. 9): Judith hat 3 Städte (3 × 5 = 15 Punkte), ihr größtes lückenloses Rechteck ist 4 × 4 Plättchen groß (16 Punkte), und sie hat 8 offene Enden – 3 mehr als erlaubt, also −3. Das ergibt 28 Punkte. Dazu kommen 14 Punkte aus den Figuren während des Spiels und 1 Punkt für einen übrigen Stern: 43 Punkte. Figurenbeispiel (S. 7): Im aktiven Bereich liegen Fahrgast und Auto. Diana setzt einen Fahrgast in ein Netz ohne weitere Fahrgäste (1 Punkt) und ein Auto in ein Straßennetz, in dem schon ein Auto steht (1 + 1 = 2 Punkte).

Häufige Irrtümer

  1. „Ich muss nur Plättchen dieser Runde mit Figuren besetzen.“ Nein, jede eigene freie, passende Anzeige zählt – egal, wann das Plättchen gelegt wurde (S. 7).
  2. „Ein Fahrgast darf überall von Straße auf Gleis wechseln.“ Nein, nur an Bahnhöfen (S. 7).
  3. „Größere Städte bringen mehr Punkte.“ Nein, jede Stadt ab 3 Plättchen bringt genau 5 Punkte (S. 9).
  4. „Ein Plättchen, das mir nicht passt, lasse ich einfach liegen.“ Nur zweimal pro Partie darfst du ablehnen; sonst musst du anlegen, wenn es irgendwie geht (S. 5).
  5. „Eine Figur bringt so viele Punkte, wie Figuren im Netz stehen.“ Höchstens 5 Punkte pro gesetzter Figur (S. 7).
  6. „Wer die meisten Plättchen nimmt, ist weiter vorne.“ Umgekehrt: Die Zugfolge der nächsten Runde richtet sich nach den gewählten Spalten von links nach rechts – die großen Spalten liegen rechts (S. 8).

Zu zweit

Zu zweit bleiben nach der Auswahl 2 Spalten übrig. Werft das Zweispieler-Plättchen wie eine Münze: Es bestimmt, ob die rechte oder linke dieser Spalten abgeworfen wird (die Plättchen kommen in die Schachtel). Auf die andere kommt wie üblich ein Stern (S. 8).

Solo

Kein Start-Plättchen. Du nutzt 3 Spalten mit 2, 3 und 4 Plättchen; die 2er-Spalte bringt zusätzlich 1 Stern, die 3er-Spalte 1 Punkt. Die nicht gewählten Plättchen werden abgeworfen, Sterne als Anreiz gibt es nicht. Vor der Partie wählst du eine von 15 Herausforderungen mit Ziel oder Einschränkung und drei Wertungsstufen (zum Beispiel „Megalopolis“: eine Stadt mit mindestens 10 Gebäudeplättchen). Verfehlst du sie, bekommst du 0 Punkte (S. 11).

Varianten

Spiel mit Aufgaben (S. 10): Wählt 3 der 7 Sets Aufgaben-Plättchen, jeder nimmt aus jedem Set 1 Plättchen. Zeigt der Marker im Wartesaal eine Flagge, legt jeder zusätzlich zu seinen Plättchen 1 Aufgaben-Plättchen nach den normalen Legeregeln an; kann jemand keins legen, kommt eins seiner Aufgaben-Plättchen in die Schachtel. Am Ende bringt jede erfüllte Aufgabe 5 Punkte (Metropole, Rathaus, Hauptbahnhof, Tankstelle, Tempel, Stadion, Flughafen).

Stimmen aus Rezensionen

  • Meeple Mountain, Justin Bell (29.08.2025, meeplemountain.com): Wertung „Excellent“; die Plättchenwahl ersetzt die gemeinsamen Würfel von Railroad Ink und sorgt für spannende, interaktive Entscheidungen – „If you loved Railroad Ink and skipped the crowdfunding campaign, grab a copy of Railroad Tiles right now!“ Kritik: Fahrgäste bringen deutlich leichter Punkte als Autos und Züge.

Ausgaben & Erweiterungen

  • Erstausgabe Horrible Guild 2025 (Crowdfunding und Handel); deutsche Ausgabe von HeidelBÄR Games. Laut HeidelBÄR gibt es das Grundspiel auf Deutsch, die Erweiterungen dort mit englischer Anleitung; das Material ist sprachneutral (Produktseite, Stand 2026-11-08).
  • Gleiche Welt wie die Roll-&-Write-Reihe „Railroad Ink“ (siehe railroad-ink-edition-tiefblau.md, railroad-ink-edition-knallrot.md).
  • Erweiterungen (eigene Einträge noch offen): Canals, Countryside, Desert, Energy, Forest, Lakes, Monuments, World und 5th Player Expansion (alle 2025). Kleinkram: Promo-Plättchen „Hospital & Local Market“.

Autoren & Verlag

  • Autoren: Hjalmar Hach, Lorenzo Silva · Illustration: Marta Tranquilli, Francesco De Benedittis (Regelheft, Credits)
  • Verlag (Original): Horrible Guild (2025) · deutsche Ausgabe: HeidelBÄR Games, 2025 (Übersetzung Michael Kröhnert; Produktseite heidelbaer.de, Stand 2026-11-08)

Kartenhüllen (Sleeves) für Railroad Tiles

Keine Sleeves nötig: Railroad Tiles hat keine Spielkarten.

Videos auf YouTube

Die beliebtesten Videos zu Railroad Tiles, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.

DEDeutschsprachige Videos (9)

ENEnglischsprachige Videos (10)