Englische Brettspiel-Begriffe auf Deutsch

Viele Regelhefte, Videos und Foren sind englisch, und manche Begriffe lassen sich nicht einfach Wort für Wort übersetzen. Hier steht, was die wichtigsten englischen Regelbegriffe bedeuten, wie sie in deutschen Ausgaben meist heißen und an welchem Spiel ihr sie wiederfindet.

EnglischDeutschBedeutung
acquireerwerben, kaufenEine Karte oder ein Plättchen aus einer Auslage oder einem Markt nehmen, meist gegen Kosten. In Deckbau-Spielen landet die erworbene Karte im eigenen Deck; manche Karten haben einen Effekt, der genau beim Erwerb wirkt.

Beispiel

In Clank! Legacy wirkt ein „Acquire“-Effekt einmal, wenn ihr die Karte erwerbt; die Karte kommt dann in eure Ablage. In Níjar heißt die Aktion „Karten kaufen“ (Acquire): bis zu 2 Karten aus der Auslage auf die Hand, die Karte unter eurem Esel ist kostenlos.

actionAktionEin einzelner Spielschritt, den ihr in eurem Zug ausführt, etwa eine Karte spielen, bauen oder bewegen. Auf Karten markiert „Action“ oft eine Fähigkeit, die ihr als eine eurer Aktionen nutzen dürft.

Beispiel

In Star Wars: Unlimited macht ihr abwechselnd je eine Aktion; eine davon ist, eine Fähigkeit zu nutzen, die mit „Action“ beginnt. In Night at the Zoo sind die „Action tiles“ die Aktions-Plättchen, die ihr reihum aus der Auslage nehmt.

adjacentbenachbart, angrenzendZwei Felder, Karten oder Orte liegen direkt nebeneinander und berühren sich. Was als benachbart gilt – nur waagerecht und senkrecht oder auch schräg –, legt jedes Regelheft selbst fest.

Beispiel

In Air, Land & Sea sind zwei Schauplatz-Tafeln benachbart (adjacent), wenn sie direkt nebeneinander liegen – die mittlere der drei Tafeln hat also zwei Nachbarn, die äußeren nur einen. Karten und Schachtel der deutschen Ausgabe „Luft, Land und See“ sagen dazu „benachbart“.

claimbeanspruchen, in Besitz nehmenEin Feld, eine Strecke, ein Gebiet oder eine Belohnung für sich nehmen, sodass sie einem gehört und oft für andere gesperrt ist. Meist muss man dafür etwas bezahlen oder eine Bedingung erfüllen.

Beispiel

In Zug um Zug Europa heißt die Aktion im englischen Heft „claim 1 route“, in der deutschen Anleitung „Eine Strecke beanspruchen“: Ihr spielt so viele Karten der Streckenfarbe aus, wie die Strecke Felder hat, und stellt auf jedes Feld einen Waggon.

deckDeck, Kartenstapel, NachziehstapelEin Stapel Karten, aus dem gezogen wird. In Sammel- und Deckbau-Spielen ist das Deck die eigene Kartensammlung für die Partie, zusammengestellt nach festen Regeln zu Größe und Anzahl gleicher Karten.

Beispiel

In Star Wars: Unlimited gibt es keine Höchstgröße für das Deck, nur ein Minimum je Format: Im Format Premier sind es mindestens 50 Karten neben Anführer und Basis, höchstens 3 Exemplare je Karte. Anführer und Basis zählen beim Zusammenstellen mit, liegen im Spiel aber nicht im Deck.

deployeinsetzen, ins Spiel bringen, aufstellenEine Einheit, Figur oder Karte wird auf den Spielplan oder in einen Spielbereich gebracht, wo sie wirken kann. Manche Spiele unterscheiden deploy ausdrücklich vom normalen Ausspielen einer Karte.

Beispiel

In Air, Land & Sea ist Deploy (Einsetzen) eine der drei Aktionen: Ihr spielt eine Karte offen auf eure Seite an den Schauplatz ihrer Farbe, und ihre Fähigkeit wirkt sofort. In Star Wars: Unlimited wird ein Anführer „deployed“, nicht gespielt: Er kommt als bereite Einheit in die Bodenarena.

destroyzerstören, vernichtenEine Karte, Einheit oder ein Gebäude wird durch einen Effekt aus dem Spiel genommen. Wohin es danach kommt und ob es zurückkehren kann, regelt jedes Spiel anders; in Legacy-Spielen kann Zerstören sogar das Spielmaterial dauerhaft verändern.

Beispiel

In Air, Land & Sea kommt eine zerstörte Karte verdeckt unter den Stapel; wird sie schon beim Spielen zerstört, wirkt ihre Fähigkeit nicht. Die deutsche Ausgabe „Luft, Land und See“ schreibt dafür „zerstören“. In Clank! Legacy verändert Zerstören dagegen das Exemplar dauerhaft – deshalb warnt das Heft, „destroy“ nicht mit „Trash“ zu verwechseln.

discardabwerfen, ablegenEine Karte von der Hand oder aus dem Spielbereich auf den Ablagestapel legen. Abgeworfene Karten sind meist nicht verloren: Ist der Nachziehstapel leer, wird oft die Ablage neu gemischt.

Beispiel

In Sorry! zieht ihr die oberste Karte, führt sie aus und legt sie auf das Feld „Discard Here“; ist der Stapel leer, mischt ihr die Ablage neu. In Clank! Legacy darf ein Karteneffekt mit „Discard“ nur eine noch nicht gespielte Handkarte treffen.

draftdraften, reihum auswählenAus einer gemeinsamen Auswahl nimmt reihum jeder eine Karte oder ein Plättchen, bis alles verteilt ist oder ein Rest übrig bleibt. Auf Deutsch sagt die Szene meist einfach draften.

Beispiel

In Night at the Zoo hat jede Runde 5 Drafts: Reihum nimmt jeder genau ein Aktions-Plättchen aus der Auslage (Draft market), das übrige wandert in die Restezone. Ausführlich erklärt im Lexikon unter Draften.

drawziehen, nehmen, nachziehenKarten oder Plättchen von einem Stapel oder aus einem Vorrat auf die Hand nehmen. Ob verdeckt vom Stapel oder offen aus einer Auslage gezogen wird und wie viele es sind, sagt die jeweilige Regel.

Beispiel

In Zug um Zug Europa heißen zwei der vier Aktionen im englischen Heft „draw train cards“ und „draw tickets“; die deutsche Anleitung nennt sie „Wagenkarten nehmen“ und „Zielkarten ziehen“. In Excalibur zieht ihr (Draw) zu Rundenbeginn Chips aus dem Vorrat Avalon, bis jeder 4 hat.

exhausterschöpfenEine Karte oder Fähigkeit wird benutzt und ist danach erschöpft, bis sie wieder bereit gemacht wird, oft zu Beginn oder am Ende einer Runde. Häufig wird die Karte dafür quer gedreht oder ein Marker umgesetzt.

Beispiel

In Imperium: Classics nutzt ihr beim Aktivieren neben euren Aktionen auch Exhaust-Fähigkeiten; beim Aufräumen nach dem Zug werden die Marker zurückgesetzt, auf 3 Aktionen und 5 Exhaust.

face downverdecktEine Karte oder ein Plättchen liegt mit der Rückseite nach oben, sodass niemand die Vorderseite sieht. Das Gegenteil ist face up, also offen. Ob man eigene verdeckte Karten ansehen darf, steht im jeweiligen Regelheft.

Beispiel

In Air, Land & Sea dürft ihr eine Karte verdeckt (facedown) an jeden Schauplatz spielen; sie zählt dann immer Stärke 2 und hat keine Fähigkeit. Eigene verdeckte Karten dürft ihr jederzeit ansehen, die des Gegners nie. Die deutsche Ausgabe „Luft, Land und See“ nennt sie „verdeckt“.

first playerStartspielerDer Spieler, der eine Runde oder die ganze Partie beginnt; oft zeigt das ein eigener Marker oder eine Karte. In manchen Spielen bringt die Rolle Vorteile, etwa bei Gleichstand, und sie wechselt im Lauf der Partie.

Beispiel

In Air, Land & Sea zeigt die rote Oberbefehlshaber-Karte „1st Player“, wer beginnt; der Startspieler beherrscht auch jeden Schauplatz bei Gleichstand. Nach jeder Schlacht tauscht ihr die Karten. In Bus ist „Starting Player“ sogar ein eigenes Aktionsfeld, auf das ihr einen Aktionsmarker setzen könnt.

flipumdrehen, wenden; beim Münzwurf: werfenMeist heißt flip: eine Karte, ein Plättchen oder einen Marker auf die andere Seite drehen, also aufdecken oder verdecken. Manche Spiele meinen damit auch einen Wurf wie mit einer Münze, bei dem die obenliegende Seite entscheidet.

Beispiel

In Air, Land & Sea heißt flip: eine offene Karte verdecken oder eine verdeckte aufdecken – wenn die Fähigkeit nichts anderes sagt, eigene oder gegnerische. In Excalibur dagegen wird ein Chip geworfen wie eine Münze: Landet er offen, ist es ein Erfolg, verdeckt ein Fehlschlag.

game endSpielendeDer Abschnitt im Regelheft, der sagt, wann eine Partie aufhört und wer gewinnt. Oft löst eine Bedingung das Ende aus und danach wird noch eine letzte Runde gespielt; manche Spiele enden auch sofort.

Beispiel

In Zug um Zug Europa („Game end“, deutsch „Spielende“) sind alle noch genau einmal am Zug, sobald jemand am Ende seines Zugs nur noch 0, 1 oder 2 Waggons hat. In Infiltraitors endet das Spiel dagegen sofort („Game End“), wenn ihr alle Verdächtigen richtig erkannt habt oder weniger Kugeln als Verdächtige übrig sind.

hand limitHandkartenlimit, HandlimitDie höchste Zahl an Karten, die ein Spieler auf der Hand halten darf. Wer mehr hat, muss zu einem festen Zeitpunkt abwerfen, bis die Grenze wieder stimmt. Viele Spiele haben gar kein Limit.

Beispiel

In Infiltraitors prüft ihr am Ende eures Zugs das Hand Limit: Wer mehr als 7 Karten hat, wirft offen ab, bis er 7 hat. In Zug um Zug Europa dagegen sind Handkarten unbegrenzt.

keywordSchlüsselwort; in Erzählspielen: StichwortAuf Karten ein festes Wort, hinter dem eine im Regelheft erklärte Regel steckt, damit der Kartentext kurz bleibt. In Erzähl- und Kampagnenspielen sind Keywords dagegen Stichwörter, die ihr während der Geschichte notiert.

Beispiel

In Roll Player Adventures notiert ihr Stichwörter (Keywords) im Journal; anders als Titel werden sie zwischen zwei Abenteuern wieder gelöscht.

mulliganMulligan (neue Starthand ziehen)Wer mit seiner Starthand unzufrieden ist, darf sie zurückgeben und neu ziehen, meist nur einmal und manchmal mit einer Karte weniger. Der Begriff stammt aus Sammel- und Kartenspielen und wird auf Deutsch meist so übernommen.

Beispiel

In Star Wars: Unlimited zieht jeder 6 Karten und darf einmal einen Mulligan nehmen – erst der Spieler mit der Initiative, dann der Gegner; die neue Hand muss er behalten.

networkNetzwerk, StreckennetzAlle Orte und Verbindungen, die über eigene Plättchen, Strecken oder Figuren zusammenhängen. Viele Spiele erlauben neues Bauen nur innerhalb oder am Rand des eigenen Netzwerks.

Beispiel

In Brass: Birmingham gehört ein Ort zu eurem Netzwerk (network), wenn dort eines eurer Industrieplättchen liegt oder eines eurer Verbindungsplättchen ihn mit einem Nachbarort verbindet. Das englische Heft erklärt das zusätzlich im Kasten „Understanding your networks“, der im deutschen Heft fehlt; die deutsche Regel spricht von „deinem Netzwerk“.

once per turneinmal pro ZugEin Effekt oder eine Fähigkeit darf in einem Zug nur ein einziges Mal genutzt werden, auch wenn die Bedingung öfter erfüllt wäre. Die Angabe steht oft als Schlüsselwort direkt auf der Karte.

Beispiel

Im One Piece Card Game gehört „Once Per Turn“ zu den Schlüsselwörtern, die das Regelwerk neben Rush, Blocker und Trigger aufzählt.

ongoingdauerhaft, andauernd (Dauereffekt)Ein Effekt, der nicht nur einmal wirkt, sondern so lange gilt, wie seine Karte im Spiel ist oder bis eine genannte Bedingung ihn beendet. Das Gegenstück ist ein Soforteffekt, der einmal ausgeführt wird und dann vorbei ist.

Beispiel

In Air, Land & Sea tragen manche Kampfkarten eine Fähigkeit mit Unendlich-Symbol (Ongoing): Sie wirkt, solange die Karte offen liegt, und ist weg, sobald jemand die Karte verdeckt. In Sleeping Gods bleiben „ongoing“-Ereigniskarten liegen, bis die auf der Karte genannte Bedingung sie entfernt.

phasePhaseEin fester Abschnitt einer Runde oder Partie, in dem nur bestimmte Dinge passieren, zum Beispiel Aktionen, Einkommen oder Wertung. Die Phasen laufen in festgelegter Reihenfolge ab.

Beispiel

Courtroom: The Noir Trilogy hat drei Phasen in fester Reihenfolge: Beweisphase (Discovery phase), Zeugenphase (Testimony phase) und Schlussplädoyer (Closing Argument phase); danach folgt das Urteil.

player boardSpielertableau, SpielertafelDie persönliche Tafel vor jedem Spieler, auf der eigenes Material, Leisten oder Aktionsfelder liegen. Im deutschen Brettspiel-Sprachgebrauch heißt sie meist Tableau.

Beispiel

In Night at the Zoo nimmt jeder beim Aufbau ein Spielertableau (Player board); in seiner Mitte liegt der Zoo, in den die ausgebüxten Tiere über eure Wege zurückfinden sollen.

recruitrekrutieren, anwerbenNeue Figuren, Arbeiter oder Karten für die eigene Truppe oder Mannschaft gewinnen. Oft ist das eine eigene Aktion, die mehr Möglichkeiten für spätere Züge bringt.

Beispiel

In Knarr ist Rekrutieren (Recruit) eine der beiden Aktionen: Ihr legt einen Wikinger von der Hand in eure Mannschaft in die Spalte seiner Farbe und nehmt alle Boni, die in dieser Spalte zu sehen sind.

rerollneu würfeln, NeuwurfEinen oder mehrere Würfel noch einmal werfen und das neue Ergebnis nehmen. Wie oft und welche Würfel neu geworfen werden dürfen, ist meist streng begrenzt, etwa durch Plättchen oder Fähigkeiten.

Beispiel

In Sky Team bringen bestimmte Höhen ein Neuwurf-Plättchen (Reroll) – so heißt es im deutschen KOSMOS-Handbuch. Gebt ihr eins ab, dürfen beide Piloten ihre noch nicht gelegten Würfel einmal neu werfen.

revealaufdecken, offenlegen, zeigenEine verdeckte Karte, ein Plättchen oder eine Handkarte wird für alle sichtbar gemacht. Fähigkeiten mit „On Reveal“ wirken genau in diesem Moment. Ob die Karte danach offen bleibt, regelt das jeweilige Spiel.

Beispiel

In Excalibur decken alle gleichzeitig ihren gespielten Chip auf; Chips mit „Bei Aufdecken“ (On Reveal) wirken sofort, noch vor den anderen. In der Erweiterung Spies, Lies & Supplies ist Reveal ein neuer Schlüsselbegriff: eine Handkarte aufdecken.

runFolge, Reihe, StraßeMehrere Karten mit lückenlos aufeinanderfolgenden Werten, etwa 3-4-5-6. Ob die Farben gleich sein müssen, regelt das jeweilige Spiel. Das Gegenstück ist der Satz (set) aus Karten gleichen Werts.

Beispiel

In Phase 10 ist eine Folge (Run) eine lückenlose Zahlenreihe in beliebigen Farben; Phase 4 verlangt zum Beispiel eine Siebenerfolge, während Phase 1 aus zwei Sätzen (Set) besteht.

scoringWertung, Punkte zählenDas Zählen der Punkte, entweder laufend während der Partie, zu festen Zeitpunkten oder einmal am Ende. Im Regelheft steht unter Scoring, was wie viele Punkte bringt.

Beispiel

In Zug um Zug Europa hat der Abschnitt „scoring“ im englischen Heft vier Schritte; die deutsche Anleitung spricht von der Wertung: Strecken, Zielkarten, übrige Bahnhöfe und längste Strecke. In Phase 10 bekommt beim Scoring der Rundensieger 0, alle anderen zählen die Karten auf ihrer Hand.

setupAufbau, SpielvorbereitungAlles, was vor dem ersten Zug passiert: Spielplan auslegen, Karten mischen, Material verteilen, Startbedingungen herstellen. Manche Spiele haben je Szenario oder Mission einen eigenen Aufbau.

Beispiel

In Zug um Zug Europa heißt der Abschnitt im englischen Heft „setup“, in der deutschen Anleitung „Spielvorbereitung“, jeweils mit 9 Schritten. In Infiltraitors beschreibt „Setup of Training Mission #1“ den Aufbau der ersten Mission; was sich bei späteren Missionen ändert, steht in der Geheimakte.

skipaussetzenEin Spieler verliert seinen nächsten Zug und ist erst danach wieder dran. In Kartenspielen löst das oft eine eigene Aussetzen-Karte aus.

Beispiel

In Phase 10 legt ihr eine Aussetzen-Karte (Skip Card) ab und bestimmt einen Spieler, der seinen nächsten Zug verliert; gegen jeden darf nur eine pro Durchgang gespielt werden. UNO Flip! Express hat neben „Skip“ auch „Skip Everyone“: Dann ist der Leger gleich wieder dran.

supplyVorrat, allgemeiner VorratMeist der gemeinsame Vorrat an Material, aus dem alle nehmen und in den Bezahltes zurückkommt – Münzen, Rohstoffe, Karten. Manche Spiele benutzen das Wort aber auch als Namen für einen eigenen Effekt oder Marker.

Beispiel

In Wingspan Pocket heißt der Vorrat in der Mitte Supply: vier etwa gleich große Futterstapel und daneben vier offene Vögel. In der Erweiterung Spies, Lies & Supplies ist Supply dagegen ein neuer Schlüsselbegriff: eine Versorgung, die als Marker mit Stärke 1 zählt.

tieGleichstand, unentschiedenZwei oder mehr Spieler haben gleich viele Punkte oder gleich viel von etwas. Der tiebreaker ist die Regel, die dann entscheidet; gibt es keine, teilen sich die Beteiligten den Sieg oder die Belohnung.

Beispiel

In Zug um Zug Europa entscheiden bei Gleichstand (tie) erst die meisten erfüllten Zielkarten, dann die Bonuskarte für die längste Strecke, sonst wird der Sieg geteilt. Beim Bonus für die längste Strecke selbst bekommen bei Gleichstand alle Beteiligten die 10 Punkte.

tokenMarker, Spielstein, Plättchen; bei Sammelkartenspielen: TokenAllgemein ein kleines Spielmaterial aus Pappe, Holz oder Kunststoff, das etwas anzeigt: Geld, Schaden, Rohstoffe, Eier. In Sammelkartenspielen ist ein Token dagegen eine Karte, die während der Partie erzeugt wird und nicht zum Deck gehört.

Beispiel

In Wingspan Pocket heißen die Eier „egg tokens“ und die Spielerfigur „player token“. In Star Wars: Unlimited ist Token ein eigener Kartentyp: Erfahrung oder Schild werden im Spiel erzeugt und gehören nicht zum Deck.

trashentsorgen, aus dem Spiel nehmen, wegwerfenEine Karte wird nicht nur abgeworfen, sondern aus dem Spiel entfernt, oft dauerhaft aus dem eigenen Deck. In Deckbau-Spielen macht das das Deck schlanker. Wie endgültig das ist, unterscheidet sich von Spiel zu Spiel.

Beispiel

In Excalibur kommt ein weggeworfener Chip (Trash) offen in die Schachtel und ist aus dem Spiel. In Clank! Legacy ist Trash dagegen nicht dauerhaft: Die Karte kommt am Spielende zurück, und das Heft warnt, Trash nicht mit „destroy“ zu verwechseln.

triggerAuslöser, auslösenEin Ereignis, bei dem eine Fähigkeit automatisch wirkt, etwa „wenn diese Karte gespielt wird“. Als Verb heißt trigger auslösen. In manchen Kartenspielen ist Trigger auch ein eigenes Schlüsselwort.

Beispiel

Im One Piece Card Game nimmt euer Anführer bei einem Treffer die oberste Lebenskarte auf die Hand; hat sie einen „Trigger“, kann dieser Effekt wirken. Das deutsche Übersichtsblatt nennt ihn „Auslöser“.

tuckunterschieben, darunterschiebenEine Karte wird halb verdeckt unter eine andere Karte geschoben, sodass sie zu ihr gehört, aber kaum Platz braucht. Untergeschobene Karten zählen oft als Punkte oder als Vorrat für spätere Effekte.

Beispiel

In Wingspan Pocket erlaubt eine braune Vogelfähigkeit, eine passende Karte aus deiner Reserve hinter den Vogel zu schieben (tuck); jede untergeschobene Karte zählt am Ende 1 Punkt.

turnZug, am Zug seinDer Abschnitt, in dem ein einzelner Spieler handelt, bevor der nächste dran ist; die Züge aller Spieler ergeben zusammen meist eine Runde (round). Vorsicht: In manchen Spielen heißt turn auch Kurve oder Drehung.

Beispiel

In Zug um Zug Europa führt ihr in eurem Zug (game turn) genau eine von vier Aktionen aus, dann ist der Nächste im Uhrzeigersinn dran. In Sky Team dagegen sind „Turns“ die Kurven des Flugzeugs; das deutsche KOSMOS-Handbuch nennt sie „Kurven“.

upgradeVerbesserung, Aufwertung, ausbauenEtwas Eigenes wird dauerhaft besser: ein Gebäude, eine Figur, eine Karte oder das Spielertableau. Upgrades kosten meist etwas und lohnen sich über mehrere Runden.

Beispiel

In Genotype kauft in der Upgrade-Phase jeder in umgekehrter Reihenfolge ein Upgrade: ein neues Beet, ein Würfelfeld, einen weiteren Arbeiter (höchstens 5) oder einen Assistenten mit Dauerfähigkeit. Der Preis steigt nach jedem Kauf und sinkt am Rundenende.

victory pointsSiegpunkteDie Punkte, die am Ende über den Sieg entscheiden; meist gewinnt, wer die meisten hat. Englische Hefte kürzen sie mit VP ab, deutsche oft mit SP. Manche Spiele geben ihnen eigene Namen wie Ruhm oder Macht.

Beispiel

In Courtroom: The Noir Trilogy bekommt jedes Team Siegpunkte (Victory points, VP) aus seinem Bewertungsbogen, den das gegnerische Team ausfüllt: 2 je angekreuztem Kernpunkt, 1 je überzeugtem unsicheren Geschworenen.

wildJoker, beliebigEine Karte, ein Würfelergebnis oder ein Symbol, das für etwas Beliebiges stehen darf, etwa jede Farbe oder jede Zahl. Auf Deutsch heißt so etwas meist Joker; was genau ersetzt werden darf, steht im jeweiligen Heft.

Beispiel

In Phase 10 ersetzt ein Joker (Wild Card) eine beliebige Zahl oder Farbe; eine Phase darf beliebig viele Joker enthalten, aber mindestens eine echte Karte. In UNO Flip! Express heißen die Karten, mit denen eine Farbe bestimmt wird, „Wild“.

Mehr Begriffe ausführlich erklärt im Brettspiel-Lexikon.