Sylvion
- Spieler
- 1–2
- Dauer
- 30 Min.
- Alter
- ab 10
- Erschienen
- 2015
- Komplexität
- Mittel
- Regeln
- Regeln erklärt
Kooperatives Tower-Defense-Kartenspiel für 1–2: Du baust per Draft ein Deck aus Tieren, Bäumen und Quellen und verteidigst das Herz des Waldes gegen Elementare, die in vier Reihen von rechts nach links heranrücken – bezahlt wird jede Karte durch Abwerfen anderer Handkarten (Regelzusammenfassung).
Sylvion (inPatience) ist ein Kennerspiel für 1–2 Personen ab 10 Jahren und ist 2015 erschienen. Eine Partie dauert 30 Minuten.
Auf einen Blick
- Für wen: Kenner und Solospieler
- Ähnlich wie: keine im Bestand geprüft; Castellion und Aerion stammen vom selben Autor im selben „Oniverse“.
- Wissenswert: Karten kosten Karten – jede Karte ist zugleich Zahlungsmittel und Verteidiger. Der Spielaufbau hat zwei Stufen: Einführung („Planting a Seed“) und Fortgeschrittene („The Siege“) mit eigenem Deckbau.
So wird gespielt
Regeln in eigenen Worten von boardgamez.de – keine offizielle Spielregel. Maßgeblich ist die Spielregel des Verlags.
Quelle: Zusammenfassung der englischen Anleitung auf einer Seite Dritter (kein Verlag); Seitenzahlen unbekannt. Die Seite widersprach sich bei einigen Kartenzahlen, diese sind hier weggelassen. Eigene Worte; englische Begriffe in Klammern. Kartentexte werden nur sinngemäß wiedergegeben und müssen mit dem Original verglichen werden.
Das Ziel in einem Satz
Du überstehst alle Angriffswellen so, dass der Wald nicht zerstört wird, und heilst am Ende mit der Lebenskraft deiner überlebenden Bäume alle beschädigten Randkarten.
Aufbau
- Spielfeld: ein Raster 4 × 4 (vier Reihen). Rechts liegen die vier Stapel mit Verheerungskarten (Ravage), links das Herz des Waldes aus 12 Randkarten (Edge) mit den Seiten „Blüte“ (heil) und „Verwüstet“. Im Einführungsspiel liegen 6 Randkarten auf Blüte und 6 verwüstet.
- Verheerungskarten: Elementare (Stärke 0–3) und Hilfskarten (Support). Im Einführungsspiel werden 48 Karten in vier Stapel zu je 12 gemischt; die Karten mit den Zeichen „A“ und Flamme bleiben draußen. Brennende Elementare liegen bereit.
- Waldkarten (Sylvan): Quellen (Stärke 1–4), Bäume (Lebenskraft 1–4) und Tiere. Im Einführungsspiel nutzt du nur 24 der Waldkarten (ohne Zeichen „A“ und Wirbel) als Verteidigungsdeck und ziehst 8 Karten auf die Hand.
- Zu zweit: Jeder zieht 6 Karten. Vorher wird die Kommunikation festgelegt: „Reine Logistik“ (Hände dürfen gezeigt werden) oder „Totale Stille“.
So läuft eine Runde ab
Jede Runde („Battle Turn“) hat vier Schritte:
- Verheerung aufdecken: Die oberste Karte jedes Stapels wird aufgedeckt. Elementare kommen aufs Feld, Hilfskarten wirken in Buchstabenreihenfolge und werden abgelegt: Blaze macht jeden normalen Elementar zu einem Brennenden mit +1 Stärke (Stärke 0 wird 4); Simoon schiebt alle Elementare sofort ein Feld nach links.
- Elementare bewegen: Jeder Elementar zieht ein Feld nach links. Trifft er auf eine Quelle oder einen Baum, werden die Stärken verglichen: die schwächere Karte wird zerstört, bei Gleichstand beide. Gewinnt der Elementar, rückt er auf das Feld; wird eine Quelle zerstört, ziehst du 1 Karte. Erreicht er den Wald, richtet er Schaden in Höhe seiner Stärke an: so viele Randkarten werden verwüstet.
- Verstärkung: Du ziehst 3 Karten (zu zweit zieht nur die aktive Person 2). Tiere wirken sofort und werden abgelegt, Bäume und Quellen müssen auf freie Felder gelegt werden.
- Verteidigung: Du spielst beliebig viele Karten. Jede Karte kostet die links oben angegebene Zahl, bezahlt durch Abwerfen ebenso vieler anderer Handkarten. Am Ende darfst du höchstens 10 Handkarten behalten.
Wichtige Karten (Einführung): Quelle: Stärke 1 kostet 0, Stärke 2 kostet 1, Stärke 3 kostet 2, Stärke 4 kostet 3; Bäume haben Stärke 0 und kosten entsprechend ihrer Lebenskraft. Wal: verschiebt einen Elementar bis zu 3 Felder. Elefant: entfernt einen Elementar. Igel: wirft eine eben aufgedeckte Verheerungskarte ab. Eule: lässt dich 3 Karten ziehen.
Zu zweit: Eine Person ist aktiv und spielt Karten; die andere muss die Kosten durch eigene Handkarten bezahlen und kann nicht ablehnen. Die aktive Rolle wechselt jede Runde.
Spielende und Wertung
Sind alle Verheerungskarten aufgedeckt, folgt eine letzte Runde und der Schlussangriff: Verbleibende Elementare bewegen sich weiter, bis sie zerstört sind oder den Wald treffen. Überlebst du, zählst du die Lebenskraft deiner überlebenden Bäume. Reicht die Summe mindestens für alle verwüsteten Randkarten, drehst du sie auf Blüte und gewinnst. Sonst verlierst du. Du verlierst sofort, wenn du eine Randkarte verwüsten müsstest, aber alle schon verwüstet sind.
Beispiel
Im Einführungsspiel stehen 6 Randkarten verwüstet. Ein Elementar mit Stärke 2 rückt auf ein Feld mit deiner Quelle der Stärke 1: Die Quelle ist schwächer und wird zerstört, du ziehst 1 Karte, der Elementar nimmt das Feld. Später erreicht er den Wald und verwüstet zwei weitere Randkarten, jetzt sind 8 verwüstet. Am Spielende überleben Bäume mit Lebenskraft 3 und 4, zusammen 7. Das reicht nicht für 8 – du verlierst. Hättest du einen Elefanten (Kosten 1, entfernt einen Elementar) gespielt, wäre der Schaden ausgeblieben (Regelzusammenfassung, Einführung).
Häufige Irrtümer
- „Karten mit Kosten 0 brauche ich nicht zu bezahlen, die anderen schon.“ Genau; ab Kosten 1 wirfst du ebenso viele andere Handkarten ab.
- „Brennende Elementare werden von Blaze verstärkt.“ Nein, Brennende sind nicht betroffen.
- „Bäume wehren Elementare ab.“ Bäume haben Stärke 0; jeder Elementar zerstört sie.
- „Zerstörte Quellen sind ein reiner Verlust.“ Du ziehst dafür 1 Karte.
Fortgeschrittene Stufe („The Siege“)
Die Verheerungsstapel bestehen aus 16 Karten (mit Desiccation und Demobilization). Vor dem Kampf baust du dein Deck in der Mobilisierung: Du deckst Waldkarten in vier Spalten auf, nimmst jeweils eine ganze Spalte ins Deck und lässt über Randkarten („Desertion“) Spalten entfernen. Ist dein Deck leer, tritt eine Demobilization ein: Du entfernst zwei Karten aus dem Abwurf oder mischst neu und entfernst die oberste Karte. Schwierigkeit lässt sich über 3, 6 oder 9 anfangs verwüstete Randkarten oder über nur 2 Karten Verstärkung einstellen.
Erweiterungen
Zwei Erweiterungen im Karton laut Verlagsangabe (store.asmodee.com): Außergewöhnliche Taten und Verrat (Betrayal und Extraordinary Feats, Siegbedingungen wie „8 Bäume“) und Die Elemente (Geysir, Steinregen, Säuresee, Zeittornado), dazu ein Anhang mit der Verheerungsfigur.
Stimmen aus Rezensionen
- Bits & Pieces (Nevada Dru, 16.04.2018): „Sylvion is a fantastic puzzle and challenge.“ Kritik: Regeln und Verwaltung der Karten seien aufwendig, die Aufbereitung dauere länger als das Nachdenken über den Zug (bitsandpieces.games).
- Weitere Rezensionen (Dice Tower, Board Game Guys) laut Suchergebnis positiv, nicht abgerufen.
Auszeichnungen
- Auszeichnungen nicht geprüft.
Ausgaben & Erweiterungen
- Filosofia Éditions 2015 (französisch), inPatience 2022 (englisch, französisch), Japanisch 2015, Koreanisch 2024, Spanisch 2025, Deutsch 2024.
- Erweiterungen und Promos: „Sylvion: Below Ground“. Die beiden Erweiterungen der Regelzusammenfassung stecken laut Verlagsseite in der neuen Ausgabe.
Autoren & Verlag
- Autor: Shadi Torbey · Illustration: Élise Plessis
- Verlag: inPatience (Original, 2015; Ausgaben auch bei Z-Man Games, Filosofia Éditions, Devir, HIT Games, Hobby Japan, HUCH!) · als „unreleased“ geführt (2026-10-31); ein Erscheinen ist nicht belegt, eine Verlagsseite mit Regelheft fand sich nicht
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