Ja, Herr und Meister

Aye, Dark Overlord! The Red Box
Familie▶ 5 VideosStand 26.10.2026
Mitspieler findenNoch keine Stimmen
DE RegelEN Rules
Spieler
4–16
Dauer
30 Min.
Alter
ab 13
Erschienen
2005
Komplexität
Einsteiger

Ein Erzähl- und Ausredenspiel: Die Diener des finsteren Herrschers müssen ihrem Meister erklären, warum ihre Mission wieder gescheitert ist – mit Hinweiskarten als Ausrede, Schuldzuweisung an die Mitspieler und der Gefahr, dass der Herrscher drei vernichtende Blicke vergibt (Regeln).

Ja, Herr und Meister (Erscheinungsjahr 2005; Black Monk) ist ein Familienspiel für 4–16 Personen ab 13 Jahren und ist 2005 erschienen. Eine Partie dauert 30 Minuten.

ThemaHumor

Auf einen Blick

  • Für wen: Spielgruppen, die gern frei erzählen und albern sein wollen
  • Ähnlich wie: keine im Bestand geprüft.
  • Wissenswert: Du bist schuld? Dann erfinde die beste Ausrede – und schieb sie rechtzeitig auf jemand anderen.

So wird gespielt

  • Ziel: In der Grundregel (ADO!) endet das Spiel, sobald ein Diener den dritten vernichtenden Blick erhält und keine Gnade findet; er wird im nächsten Spiel der Herrscher. Das Heft nennt keinen eigenen Sieger. In der Variante „Aye, Dark Master!“ gewinnt der überlebende Spieler mit den meisten ausgespielten Hinweiskarten.
  • Material: 121 Hinweiskarten, 37 Aktionskarten, 7 Karten „Vernichtender Blick“ (drei Stufen) und das Heft. Hinweiskarten sind Stichworte für Ausreden, Aktionskarten bringen Schuldweitergabe („Pass the Buck“) und Unterbrechung („Freeze“); eine Aktionskarte kann eines oder beide zeigen. Die kleinen Symbole oben links gelten nur für die Variante.
  • Aufbau: Ein Spieler ist der Dunkle Herrscher (Auswahl beliebig); alle anderen sind seine Diener. Zwei Stapel (Hinweis, Aktion); jeder Diener erhält 3 Hinweis- und 3 Aktionskarten. Der Herrscher beginnt, indem er einen Diener nach dem Ergebnis der Mission fragt (z. B. „Habt ihr die Prinzessin entführt?“).
  • Zug eines Dieners: Er beginnt, wenn der Herrscher ihn befragt oder wenn jemand ihm die Schuld zuschiebt („Pass the Buck“; dann zieht er zuerst eine Aktionskarte, bei Befragung durch den Herrscher nicht). Er muss mindestens eine, höchstens drei Hinweiskarten spielen und jeweils eine Ausrede erzählen, die zur Karte passt (je absurder, desto besser), und beendet den Zug, indem er Pass the Buck zusammen mit einer Hinweiskarte gegen einen anderen Diener spielt; danach auf 3 Hinweiskarten auffüllen.
  • Freeze: Außerhalb des eigenen Zugs darf ein Diener den Erzähler mit einer Freeze-Karte und einer Hinweiskarte unterbrechen („Eigentlich stimmt das nicht …“); der Erzähler muss seine Geschichte anpassen. Nicht während einer Schuldweitergabe; es werden keine Karten nachgezogen.
  • Vernichtende Blicke: Der Herrscher vergibt einen Blick, wenn ein Diener zu lange zögert (5–10 Sekunden), langweilt, eine Hinweiskarte nicht überzeugend nutzt, keine Hinweiskarte oder keine Schuld-weitergeben-Karte hat, den Herrscher respektlos behandelt („Nenn mich nicht Boss!“), das Spiel stört oder auf Laune. Beim ersten Blick legt der Diener Stufe 1 aus, beim zweiten dreht er sie um, beim dritten ist er raus. Wer einen Blick erhält, wirft alle Karten ab und zieht 3 neue Hinweis- und 3 neue Aktionskarten; danach befragt der Herrscher einen anderen Diener.
  • Gnade: Nach dem dritten Blick darf der Diener flehen. Findet der Herrscher das Flehen überzeugend, zieht der Diener eine Aktionskarte; zeigt sie keinen Totenkopf, bleibt er im Spiel, als hätte er den Blick nie erhalten.
  • Zusatzregeln: Erste Runde: Jeder Diener schiebt die Schuld kostenlos nach rechts, ohne Aktionskarte (Freeze erlaubt). Keine Spiegelungen: Mehr als zwei Schuldweitergaben zwischen denselben zwei Spielern in Folge sind zu vermeiden; sonst kann der Herrscher beiden einen Blick geben. Priorität: Bei mehreren Unterbrechungen gilt die Karte des ersten Spielers im Uhrzeigersinn.
  • Variante „Aye, Dark Master!“ (Regelvariante mit Wertung): Alle erhalten 5 Hinweis- und 3 Aktionskarten; der Herrscher legt aus 3 aufgedeckten Hinweiskarten den Plan fest (zählen nicht für die Wertung). Hinweiskarten haben Typen (Person, Gegenstand, Ort, Monster, Ereignis, Wild). Ablauf pro Runde: Karten ziehen (Aktionskarten dürfen abgeworfen werden), dann Anklage: Der Herrscher klagt einen Diener allgemein an, der eine beliebige Hinweiskarte legt und erzählt; danach kann der Herrscher mit einer Schuld-weitergeben-Karte herausfordern (der Diener muss eine zweite Karte vom geforderten Typ legen, sonst bekommt er einen Blick und der Herrscher die erste Karte), ein anderer Diener mit Freeze unterbrechen (Herrscher kann mit einer Freeze-Karte „Ruhe!“ verlangen), der Erzähler selbst mit Schuld-weitergeben einen anderen Diener anklagen oder der Herrscher eine neue allgemeine Anklage stellen. Danach Blick-Anpassung mit „Gnade“-Karten (Aktionskarten ohne Totenkopf) und „Keine Gnade“ des Herrschers; die Herrscherrolle wandert nach links. Der Sieger ist der überlebende Spieler mit den meisten Hinweiskarten vor sich, bei Gleichstand der zuletzt Herrscher gewesene.

Auszeichnungen

  • 2005 Lucca Games Best Original Game.

Ausgaben & Erweiterungen

  • Dies ist die Rote Box; Verlage und Ausgaben nicht im Einzelnen geprüft.

Autoren & Verlag

  • Autoren: Fabrizio Bonifacio, Riccardo Crosa, Massimiliano Enrico, Chiara Ferlito, Tim Uren · Grafik: Riccardo Crosa
  • Verlag: Erscheinungsjahr 2005; Black Monk, Delta Vision Publishing, El Dragón Azul, Edge Entertainment, Fantasmagoria, Fantasy Flight Games, Galápagos Jogos (Erstverlag nicht geprüft); Spiele-Offensive Artikel 1016412 und 1016413 (Ausgabe nicht geprüft)

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