Kartenspiel ums Geldvermehren: Ihr tauscht je zwei gleich hohe Wertkarten – eine mit hohem, eine mit niedrigem Risiko – gegen die nächsthöhere ein, bis aus 10.000ern Geldsäcke mit einer Million werden; Bonuskombinationen, ein persönlicher „Special Credit“ und der „Coup“ machen die Kettenzüge (Regelheft).
Die 1. Million (3M) ist ein Familienspiel für 2–4 Personen ab 10 Jahren und ist 1968 erschienen. Eine Partie dauert 45–60 Minuten.
Auf einen Blick
- Für wen: Familie/Kenner
- Ähnlich wie: keine im Bestand geprüft.
- Wissenswert: Ein Klassiker von Sid Sackson aus dem Jahr 1968, der als „Die 1. Million“ 1987 auf die Auswahlliste zum Spiel des Jahres kam.
So wird gespielt
- Gelesen: Scan der Hexagames-Regel (Titel „Spielanleitung · Game instructions · Règles de jeu“; der Scan enthält nur den deutschen Teil), alle Seiten, Texterkennung an zwei Stellen mit dem Seitenbild geprüft, 2026-10-27.
- Material: 58 Karten (4 Bonuskarten, 6 „Special-Credit“-Karten in 6 Farben, 24 „10.000er“ – je 4 in 6 Farben, je 6 „30.000er“, „70.000er“, „160.000er“ und „360.000er“ – je 1 in 6 Farben) und 10 Geldsäcke mit je einer Million. Farben mit hohem Risiko: Gelb, Orange, Rot; mit niedrigem Risiko: Grün, Blau, Violett.
- Ziel: Je nach Spielerzahl 5 (2 Spieler), 4 (3 Spieler) oder 3 Geldsäcke (4 Spieler) besitzen; nach Absprache auch weniger.
- Aufbau: Jeder erhält eine Bonuskarte und zieht verdeckt eine Special-Credit-Karte (seine Farbe für das ganze Spiel). Geber und Startspieler ist, wer die erste Farbe der Reihe Gelb, Rot, Orange, Blau, Grün hat. 10.000er je nach Spielerzahl (2 Spieler: 2 je Farbe, 3 Spieler: 3 je Farbe, 4 Spieler: alle); jeder bekommt 6 auf die Hand, der Rest ist ein verdeckter Stapel. Die höheren Karten werden gemischt und offen nach Werten in Spalten ausgelegt.
- Freie Aktionen (beliebig viele, auch mehrfach, mindestens eine): Investieren – zwei gleich hohe Karten, eine mit hohem und eine mit niedrigem Risiko, gegen die oberste Karte des nächsthöheren Werts tauschen (zwei 360.000er ergeben einen Geldsack). Bonus – entsprechen die zwei investierten Karten einer der Kombinationen Rot–Grün, Orange–Blau, Gelb–Violett (nicht bei 10.000ern), darf man einmal pro Zug zusätzlich von jeder niedrigeren Spalte die oberste Karte nehmen; eine leere Spalte beendet die Reihe. Special Credit – eine Karte der eigenen Farbe ersetzt zusammen mit einer Karte des anderen Risikos eine gleich hohe Karte (Joker, ab 30.000); ohne Bonus. Kaufen – Karten im Mindestwert der gewünschten Karte abgeben (Geldsack = 800.000), Überzahltes verfällt. Coup – nach einer Investition oder einem Kauf 4, 5 oder 6 verschiedenfarbige 10.000er gegen die oberste 70.000er, 160.000er bzw. 360.000er tauschen.
- Zugbeendende Aktionen: Aufnehmen – eine 10.000er vom verdeckten Stapel ziehen (statt anderer Aktionen). Wenden – ist der verdeckte Stapel leer, den offenen Ablagestapel umdrehen. Offenbaren – wer gar nichts kann, zeigt seine Karten vor.
- Ende: Wer die nötige Zahl Geldsäcke besitzt, gewinnt sofort. Taktischer Hinweis der Regel: Kaufen bringt keinen Gewinn und sollte gut überlegt sein.
Stimmen aus Rezensionen
- Jury Spiel des Jahres: „raffinierter Geldschacher“ in kleiner Schachtel, jeder Einzelvorgang „einfach und sorgfältig erklärt“; komplex werde es in der Kombination – „meisterlich beim Erkennen und blitzschnellen Nutzen der Chance zum größtmöglichen Coup“.
- spieletest.at (Christoph Ledinger, 10.09.2006): Spielablauf „doch etwas öde“, die Kartengestaltung trage dazu bei; bei den Regeln sei man sich oft nicht sicher, wie sie gemeint sind – „Uns blieb der Reiz allerdings verborgen.“
Auszeichnungen
- Auswahlliste/Empfehlungsliste Spiel des Jahres 1987.
Ausgaben & Erweiterungen
- Monad (3M, USA 1968, Bookshelf-Reihe); deutsche 3M-Ausgabe 1970.
- Die 1. Million (Hexagames 1987, mit und ohne Spiel-des-Jahres-Logo; Salagames 1992). Laut einer Diskussion im Forum von spielen.de klärt die Salagames-Ausgabe eine Bonus-Frage anders als die Hexagames-Regel (nicht geprüft).
- Englische Neuauflage „Monad“ bei Eagle-Gryphon/Gryphon Games.
- Keine Erweiterungen bekannt.
Autoren & Verlag
- Autor: Sid Sackson
- Verlag (Original): 3M (USA 1968, „Monad“) · deutsche Ausgabe: Hexagames, 1987 („Die 1. Million“, Titelseite der Regel: Sid Sackson, Hexagames); Neuauflage Salagames 1992; zuvor schon eine deutsche 3M-Ausgabe von Monad 1970. Vergriffen; die Jury Spiel des Jahres vermerkt „Verlag ist nicht mehr am Markt“ (2026-10-27).
Kartenhüllen (Sleeves) für Die 1. Million
58 Karten. Gilt für: Hexagames 1987.
Maß noch unbekannt 58 Spielkarten (Bonus, Special Credit, Wertkarten) – hier fehlt uns noch eine verlässliche Angabe; bitte vor dem Kauf nachmessen.
Packungen aufgerundet, Erweiterungen nicht mitgezählt. Kartenzahl laut Regelheft, Kartenmaß laut Verlag bzw. Sleeve-Hersteller (Stand 27.10.2026). Mit * markierte Links sind Partnerlinks: Kaufst du darüber, bekommen wir eine kleine Provision, der Preis bleibt gleich. Alle Spiele und Sleeve-Größen im Überblick →
Quellen
- Spielkarten (Bonus, Special Credit, Wertkarten): Hexagames-Spielanleitung: 4 Bonus-, 6 Special-Credit-, 24 10.000er-, je 6 30.000er/70.000er/160.000er/360.000er-Karten; Maß nicht gefunden
- spiele4us.de/wp-content/uploads/2022/10/die-1.-million-gebraucht-g009400260.pdf
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