Zeitungsmacher jagen „Knüller“ in vier Kategorien (Sex, Crime, Sport, Big Business): Reihum nimmt man eine offen ausliegende Karte, stiehlt mit Pfeilkarten Mitspielern Knüller und kassiert je Durchgang Punkte für Platz 1 und 2 – wie viel eine Kategorie wert ist, bestimmt die gerade aufgedeckte Trend-Karte (Regelheft).
Das Super-Blatt () ist ein Familienspiel für 2–4 Personen ab 12 Jahren und ist 1992 erschienen. Eine Partie dauert 30 Minuten.
Titelbild: Verlag (spiele4us.de) · Produktseite ↗
Auf einen Blick
- Für wen: Familie, Gelegenheitsspieler
- Ähnlich wie: Gloria Picktoria – ebenfalls Mehrheiten in Kartensorten mit Punkten für Platz 1 und 2 und Gleichstand-geht-leer-aus.
- Wissenswert: Bei Gleichstand gehen alle Beteiligten leer aus, und der Nächstfolgende rückt auf – bei einer Verteilung 3–3–3–0 bekommt in einer Kategorie niemand Punkte (Regelheft, Wertungsbeispiel).
So wird gespielt
- Material: 54 Knüller-Karten in vier Kategorien – Sex (15×), Crime (14×), Sport (13×), Big Business (12×) –, 4 (dicke) Trend-Karten; Papier und Stift werden zusätzlich benötigt.
- Ziel: Nach drei Durchgängen die höchste Gesamtpunktzahl.
- Aufbau: Knüller-Karten mischen, 18 Karten offen in vier Reihen zu 6, 5, 4 und 3 Karten stufenförmig auslegen; die übrigen Karten kommen erst in späteren Durchgängen ins Spiel. Trend-Karten verdeckt mischen, die oberste aufdecken – sie gibt für diesen Durchgang den Wert jeder Kategorie für Platz 1 und 2 an. Der jüngste Spieler beginnt, dann im Uhrzeigersinn.
- Zug: Man muss aus einer beliebigen Reihe die frei oben aufliegende Karte nehmen und vor sich ablegen; gleiche Kategorien werden stufenförmig aufeinandergelegt, damit jeder sieht, wie viele Knüller jeder besitzt.
- Besondere Knüller-Karten: EXTRA – man darf noch eine Karte nehmen (ist diese wieder EXTRA, erneut; Verzicht erlaubt). Dreieckspfeile – nimmt man eine solche Karte aus der Mitte, darf man zusätzlich einem Mitspieler so viele Knüller dieser Kategorie wegnehmen, wie Pfeile abgebildet sind (höchstens so viele, wie er hat). Abgelegte EXTRA- und Pfeilkarten gelten danach als normale Karten.
- Wertung: Ein Durchgang endet, sobald jemand die letzte Karte der Auslage genommen hat (ein Abjagen ist dann noch möglich). Wer in einer Kategorie die meisten bzw. zweitmeisten Karten hat, bekommt die Punkte laut Trend-Karte; zu zweit gibt es nur Punkte für Platz 1. Bei Gleichstand gehen die Beteiligten leer aus, der Nächstfolgende rückt nach. Punkte werden notiert, die Ablagen der Spieler bleiben liegen und wachsen über die Durchgänge.
- Zweiter und dritter Durchgang: Wieder 18 Karten in vier Reihen, nächste Trend-Karte aufdecken. Es beginnt, wer im vorigen Durchgang als Nächster dran gewesen wäre (nahm der letzte Spieler eine EXTRA-Karte, bleibt er am Zug). Eine der vier Trend-Karten bleibt verdeckt.
- Spielende: Nach dem dritten Durchgang gewinnt die höchste Gesamtpunktzahl.
- Varianten: Punkte des dritten Durchgangs doppelt zählen. Zu zweit: Wer in einer Kategorie mindestens doppelt so viele Karten hat wie der andere, bekommt die Punkte für Platz 1 und 2.
Stimmen aus Rezensionen
- Opinionated Gamers (02.02.2022, Besprechung der Neufassung Berried Treasure mit Vergleich): Die alten Ausgaben (Buried Treasure, Das Super-Blatt) seien mit ihren „Stiehl 4“-Karten konfrontativer und schwankender als die Neufassung. Mitautor Larry über Buried Treasure: „moderately entertaining“ und so elegant, wie man es von Sackson erwarte – ein Spiel, das er nicht ablehnen, aber auch nicht vorschlagen würde.
- Eine deutsche Rezension zu „Das Super-Blatt“ wurde nicht gefunden (2026-10-27).
Auszeichnungen
- Fairplay À la carte 1992: 2. Platz.
Ausgaben & Erweiterungen
- Herkunft: Laut Opinionated Gamers (Dale Yu, 02.02.2022) ist das Spiel eine Neuauflage von Sacksons erstem veröffentlichten Spiel „High Spirits with Calvin and the Colonel“ (Milton Bradley, 1962); „Das Super-Blatt“ (1992) gab ihm das Thema Boulevardzeitung.
- Buried Treasure: laut derselben Quelle sieben Jahre später mit Piratenthema neu aufgelegt (Verlag nicht geprüft).
- Berried Treasure (Restoration Games, Beeren-Thema): überarbeitete Neufassung mit 4 × 15 Karten statt 12–15 je Farbe, Punkten für die ersten drei Plätze und bis zu 5 Spielern; keine „Stiehl 4“-Karten mehr (Opinionated Gamers 02.02.2022). keine deutsche Ausgabe geprüft.
- Keine Erweiterungen bekannt.
Autoren & Verlag
- Autor: Sid Sackson · Illustration (alle Ausgaben): M. Löffler, Ron Zalme
- Verlag (Original, Jahr): F.X. Schmid, Prien (1992, Regel „© 1992 F.X. Schmid“, No. 70307.6) · deutsche Ausgabe: F.X. Schmid, 1992 (das deutsche Original; EAN 4004618703076 laut Gebrauchtspiele-Händler spiele4us.de). Seit Langem vergriffen.
Kartenhüllen (Sleeves) für Das Super-Blatt
58 Karten. Gilt für: F.X. Schmid 1992 (No. 70307.6).
Maß noch unbekannt 54 Knüller-Karten (Sex 15, Crime 14, Sport 13, Big Business 12) · 4 Trend-Karten (dick) – hier fehlt uns noch eine verlässliche Angabe; bitte vor dem Kauf nachmessen.
Packungen aufgerundet, Erweiterungen nicht mitgezählt. Kartenzahl laut Regelheft, Kartenmaß laut Verlag bzw. Sleeve-Hersteller (Stand 27.10.2026). Mit * markierte Links sind Partnerlinks: Kaufst du darüber, bekommen wir eine kleine Provision, der Preis bleibt gleich. Alle Spiele und Sleeve-Größen im Überblick →
Quellen
- Knüller-Karten (Sex 15, Crime 14, Sport 13, Big Business 12): Anzahl: Regel F.X. Schmid 1992, Spielmaterial; Maß nicht gefunden
- Trend-Karten (dick): Anzahl: Regel F.X. Schmid 1992, Spielmaterial; Maß nicht gefunden
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