Spieletipp

Gemeinsam statt gegeneinander: sechs kooperative Spiele für den Einstieg

Alle gewinnen oder alle verlieren: sechs kooperative Spiele aus unserer Datenbank, vom Wort-Ratespiel in 20 Minuten bis zur Seuchenjagd um die Welt – mit Personenzahl, Dauer und Auszeichnungen.

von boardgamez ·

Bei kooperativen Spielen sitzt ihr nicht gegeneinander am Tisch, sondern als Team gegen das Spiel. Das nimmt vielen Runden den Druck, eignet sich für gemischte Gruppen und bringt trotzdem Spannung, weil das Spiel ernsthaft gegen euch arbeitet. Wir stellen sechs kooperative Spiele aus unserer Datenbank vor, sortiert vom leichten Einstieg bis zum abendfüllenden Spiel. Alle Angaben stammen aus den gelesenen Regelheften und den Verlagsangaben in unseren Einträgen.

Just One: Hinweise geben, die sonst keiner gibt

In Just One von Ludovic Roudy und Bruno Sautter rät eine Person ein geheimes Wort. Alle anderen schreiben verdeckt je einen Hinweis aus einem einzigen Wort – doch doppelte Hinweise werden vor dem Raten aussortiert. Wer zu naheliegend denkt, schadet also dem Team. Gespielt wird über 13 Karten, am Ende zählt, wie viele ihr richtig erraten habt. Ausgelegt ist das Spiel für 3 bis 7 Personen ab 8 Jahren, eine Partie dauert etwa 20 Minuten. 2019 wurde Just One Spiel des Jahres.

Für wen? Größere Runden und alle, die ohne lange Regelerklärung loslegen wollen.

The Mind: ein Team ohne Worte

The Mind von Wolfgang Warsch besteht im Kern aus 100 Zahlenkarten. Gemeinsam müsst ihr alle Handkarten in aufsteigender Reihenfolge ablegen – ohne Absprache und ohne Reihenfolge am Tisch. Nur euer Zeitgefühl verrät, wer gerade die niedrigste Karte hat. Liegt eine zu hohe Karte, verliert das Team ein Leben. Gespielt wird zu zweit bis zu viert ab 8 Jahren, angegeben sind etwa 20 Minuten. 2018 war The Mind für das Spiel des Jahres nominiert.

Für wen? Für alle, die etwas Ungewöhnliches suchen, das sich in einer Minute erklären lässt.

Hanabi: ein Feuerwerk mit verkehrt gehaltenen Karten

In Hanabi von Antoine Bauza baut ihr zusammen ein Feuerwerk aus fünf Farbreihen von 1 bis 5. Der Kniff: Jeder hält seine Karten so, dass er sie selbst nicht sieht, wohl aber die der anderen. Mit knappen Hinweisplättchen gebt ihr euch Hinweise zu Farbe oder Zahl. Nach drei Fehlern ist das Spiel verloren, die beste Wertung sind 25 Punkte. Hanabi ist für 2 bis 5 Personen ab 8 Jahren und wurde 2013 Spiel des Jahres.

Für wen? Ruhige Runden, die gern gemeinsam knobeln und sich auf ihr Gedächtnis verlassen.

Magic Maze: im Kaufhaus gegen die Sanduhr

Magic Maze von Kasper Lapp ist ein Echtzeitspiel: Vier Helden müssen in einem Einkaufszentrum ihre Ausrüstung stehlen und danach zu den Ausgängen. Jeder darf alle Helden bewegen, aber nur in eine bestimmte Richtung oder mit einer bestimmten Fähigkeit. Reden ist verboten, erlaubt ist nur ein roter „Tu was!“-Pöppel, den ihr vor jemanden stellt. Die Sanduhr läuft drei Minuten; erreicht ein Held ein Sanduhrfeld, wird sie umgedreht und ihr dürft kurz reden. Das Spiel ist für 1 bis 8 Personen ab 8 Jahren und war 2017 für das Spiel des Jahres nominiert. Die Szenarien bauen nacheinander neue Regeln ein.

Für wen? Runden, die Hektik und Lachen am Tisch mögen.

Die Crew: Stiche gemeinsam erfüllen

Die Crew – Reist gemeinsam zum 9. Planeten von Thomas Sing verwandelt ein Stichspiel in ein Teamspiel. Über 50 Logbuch-Missionen muss jeweils ein bestimmter Spieler eine bestimmte Karte in einem Stich gewinnen; holt sie jemand anderes, ist die Mission verloren. Über die eigenen Handkarten dürft ihr dabei nicht frei reden. Die ersten Missionen dauern oft nur wenige Minuten, angegeben sind etwa 20 Minuten ab 10 Jahren. 2020 wurde Die Crew Kennerspiel des Jahres und gewann den Deutschen Spiele Preis.

Für wen? Alle, die Stichspiele wie Skat oder Doppelkopf kennen und eine Kampagne in kleinen Häppchen suchen.

Pandemie: das abendfüllende Teamspiel

Pandemie von Matt Leacock ist das umfangreichste Spiel dieser Auswahl. Als Spezialeinheit reist ihr um die Welt, behandelt Seuchen und sammelt Karten, um Heilmittel für vier Seuchen zu entdecken. Jeder hat eine eigene Rolle mit besonderer Fähigkeit, und ihr beratet offen über jeden Zug. Verloren ist das Spiel unter anderem nach acht Ausbrüchen. Über die Zahl der Epidemiekarten stellt ihr die Schwierigkeit ein, von der Einsteigerstufe mit vier bis zur Heldenstufe mit sechs. Gespielt wird zu zweit bis zu viert ab 8 Jahren in etwa 45 Minuten. 2009 war Pandemie für das Spiel des Jahres nominiert und belegte beim Deutschen Spiele Preis Platz 3.

Für wen? Runden, die nach den kleinen Spielen ein richtiges Brettspiel mit Plan wollen.

Unser Fazit

Für den Einstieg ins kooperative Spielen eignen sich Just One für größere Gruppen und The Mind als schnelles Experiment. Hanabi und Die Crew verlangen mehr Nachdenken, Magic Maze bringt Hektik, und Pandemie ist das Spiel für einen ganzen Abend. Wichtig bei Pandemie: Ihr beratet zwar offen, entschieden wird laut Regelheft aber immer von der Person am Zug.

Kennst du jemanden, den das interessiert?

Die Spiele in der Datenbank

Quellen

  1. Spiel des Jahres (de.wikipedia.org)
  2. Kennerspiel des Jahres (de.wikipedia.org)
  3. Deutscher Spielepreis (de.wikipedia.org)

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen erstellt und von boardgamez veröffentlicht. Fehler entdeckt? Schreib uns – Kontakt im Impressum.

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