Hidden Games Tatort: Der Fall Klein-Borstelheim
- Spieler
- 1–6
- Dauer
- 90–180 Min.
- Alter
- ab 14
- Erschienen
- –
- Komplexität
- Leicht
- Regeln
- Regeln erklärt
Krimispiel für zu Hause ohne Spielbrett: Ihr wühlt euch durch über 30 echte Beweismittel, hört Verhöre, ruft echte Telefonnummern an und recherchiert im Internet, um einen angeblich natürlichen Todesfall auf einem Volksfest in Klein-Borstelheim aufzuklären (Verlagsseite).
Hidden Games Tatort: Der Fall Klein-Borstelheim (Hidden Industries GmbH / Hidden Games) ist ein Kennerspiel für 1–6 Personen ab 14 Jahren. Eine Partie dauert 90–180 Minuten.
Titelbild: Verlag (hidden.games) · Produktseite ↗
Auf einen Blick
- Für wen: Erwachsene und Jugendliche ab 14, Krimi- und Rätselfans, kooperativ
- Darum lohnt es sich: Für einen Krimiabend in kleiner Runde: What's Eric Playing lobt die Mischung aus Papier-Beweisen und Online-Spuren und die gute Ordnung des Materials, findet aber, dass zu viele Informationen auf einmal kommen.
- Ähnlich wie: MicroMacro: Crime City (kooperatives Ermitteln, aber auf einem großen Stadtplan statt mit Akten); Detective von Portal Games (Akten plus Online-Datenbank).
- Wissenswert: Ein Krimi, bei dem ihr zum Telefon greift: Ihr ruft Personen an, vernehmt Zeugen und recherchiert auf Webseiten – die Grenze zwischen Spiel und Wirklichkeit soll verschwimmen (Verlagsseite).
So wird gespielt
Regeln in eigenen Worten von boardgamez.de – keine offizielle Spielregel. Maßgeblich ist die Spielregel des Verlags.
Ein Regelheft im üblichen Sinn gibt es bei dieser Reihe offenbar nicht; die Spielhinweise stehen auf einer Ermittler-Seite im Netz. Für diesen Fall war sie nicht abrufbar. Die Erklärung beruht auf der Verlagsseite, der Rezension von What's Eric Playing und der Abschrift der Ermittler-Info zum Fall „Ein perfekter Plan“ (gleiche Reihe) bei RulesPal. Inhalte des Falls werden bewusst nicht verraten.
Das Ziel in einem Satz
Ihr ermittelt gemeinsam als Team und beantwortet am Ende die Fragen des Falls – vor allem, wie das Opfer starb und wer dahintersteckt (Rezension; Abschrift „Ein perfekter Plan“).
Aufbau
- Die Schachtel bzw. den Umschlag öffnen und das Material auslegen. Die Rezension nennt einen Plan, einen Kalender und Poster, die beim Ordnen helfen; die Verlagsseite spricht von über 30 Beweismitteln (Zeitungen, Briefe, Fotos und mehr).
- Ein Handy oder Laptop mit Internet bereithalten – laut Verlag braucht der Fall eine Internetverbindung (Recherche auf Webseiten, Anrufe, Verhöre zum Anhören).
- Papier und Stifte oder Haftnotizen bereitlegen. Das Material ist zum Beschreiben gedacht; wer den Fall weitergeben will, nimmt besser Haftnotizen (Rezension).
So läuft eine Runde ab
Es gibt keine Züge und keine feste Reihenfolge. Alle arbeiten gleichzeitig.
- Alles lesen: Jeder sollte alle Unterlagen gründlich lesen; ihr dürft Dokumente an die Wand hängen und Notizen daran kleben (Abschrift „Ein perfekter Plan“).
- Spuren verfolgen: Verhöre und Sprachnachrichten anhören, Personen anrufen, auf Webseiten recherchieren, Alibis prüfen und eine Zeitleiste bauen (Verlagsseite, Rezension).
- Besprechen: Gedanken austauschen und Widersprüche suchen.
- Hinweise holen: Kommt ihr nicht weiter, ruft ihr über den QR-Code Hilfe ab (Abschrift „Ein perfekter Plan“).
Spielende und Wertung
Seid ihr sicher, gebt ihr eure Lösung auf der Ermittler-Seite im Netz ein und hört euch das Finale an (Abschrift „Ein perfekter Plan“). Es gibt keine Punkte und keinen Sieger untereinander: Entweder habt ihr den Fall als Team gelöst oder nicht.
Beispiel
Ein typischer Ermittlungsschritt ohne Spoiler: In einem Dokument taucht eine Telefonnummer auf. Ihr ruft sie an und hört eine Nachricht; die Uhrzeit darin vergleicht ihr mit dem Kalender und einer Zeugenaussage. Passt sie nicht zum Alibi einer Person, notiert ihr das auf der Zeitleiste – solche Widersprüche führen euch zur Lösung (Ablauf nach Verlagsseite und Rezension, kein Inhalt des Falls).
Häufige Irrtümer
- „Das geht auch ohne Internet.“ Nein, laut Verlag braucht der Fall eine Internetverbindung.
- „Wir teilen die Unterlagen auf, dann geht es schneller.“ Die Ermittler-Info der Reihe rät, dass jeder alle Dokumente liest – Details überliest man leicht (Abschrift; Rezension).
- „Je mehr Leute, desto besser.“ Der Verlag nennt 1–6 Spieler, die Rezension hält 2–3 (höchstens 4) für ideal, weil sonst das Material nicht für alle reicht.
- „Wer zuerst die Lösung hat, gewinnt.“ Nein, das Spiel ist kooperativ; ihr gebt eine gemeinsame Lösung ein.
Stimmen aus Rezensionen
- What's Eric Playing (15.08.2022, englische Ausgabe „The New Haven Case“, whatsericplaying.com): 7,5 von 10; liefert das Ermittler-Gefühl, Plan, Kalender und Poster helfen beim Ordnen, Online-Elemente sorgen für Atmosphäre, Spieldauer wie angegeben. Kritik: viele Informationen auf einmal, Details leicht zu übersehen; mehr als 3–4 Spieler bringen wenig. Rezensionsexemplar vom Verlag.
Auszeichnungen
- Guldbrikken 2022 (Dänemark), Kategorie Gesellschaftsspiel: nominiert.
Ausgaben & Erweiterungen
- Fall 1 der Reihe „Hidden Games Tatort“ von Hidden Games (Hamburg/Braunschweig); laut Verlag entstanden die ersten Krimispiele 2019.
- Ausgaben in anderen Sprachen unter anderem Namen, zum Beispiel „The New Haven Case“ (USA) und „The Case of Little Gomersal“ (Großbritannien).
- Weitere Fälle der Reihe (eigene Spiele, keine Erweiterungen): unter anderem „Das Diadem der Madonna“, „Grünes Gift“, „Ein Drahtseilakt“, „Königsmord“, „Ein perfekter Plan“, „Reif für die Insel“, „Campingkiller“.
Autoren & Verlag
- Autoren: im Spiel und beim Verlag nicht einzeln genannt
- Verlag: Hidden Industries GmbH / Hidden Games (Originalausgabe deutsch) · deutsche Ausgabe: Hidden Games, Fall 1 der Reihe „Hidden Games Tatort“ (Jahr siehe Offene Punkte); englisch als „Hidden Games Crime Scene: The New Haven Case“ bzw. „The Case of Little Gomersal“; weitere Ausgaben u. a. ToyRock Oy (TRG Games), MAGICBOX GAMES, PYTHAGORAS
Kartenhüllen (Sleeves) für Hidden Games Tatort: Der Fall Klein-Borstelheim
Keine Sleeves nötig: Hidden Games Tatort: Der Fall Klein-Borstelheim hat keine Spielkarten. Krimispiel mit Dokumenten und Beweismitteln (Zeitungen, Briefe, Fotos), keine Spielkarten.
Videos auf YouTube
Die beliebtesten Videos zu Hidden Games Tatort: Der Fall Klein-Borstelheim, sortiert nach Aufrufen – getrennt nach Sprache des Videos.

