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Deckbau erklärt: so funktioniert das Spiel mit dem wachsenden Kartenstapel

Klein anfangen, Karten kaufen, Stapel verbessern: Wir erklären, wie Deckbau-Spiele funktionieren, worauf es ankommt und welche Spiele die Idee auf ganz unterschiedliche Weise umsetzen.

von boardgamez ·

„Deckbau“ oder englisch „Deck Building“ steht auf vielen Schachteln. Gemeint ist ein Spielprinzip, bei dem euer eigener Kartenstapel im Lauf der Partie wächst und besser wird. Wir erklären, wie das funktioniert, was dabei wichtig ist und an welchen Spielen aus unserer Datenbank ihr die verschiedenen Spielarten kennenlernt.

Das Grundprinzip

Bei einem Deckbau-Spiel startet jeder mit einem kleinen Stapel schwacher Karten. Jede Runde zieht ihr einige Karten, spielt sie aus und nutzt sie meist als Geld, um neue, stärkere Karten aus einer gemeinsamen Auslage zu kaufen. Gekaufte Karten landen auf eurem Ablagestapel. Ist der Nachziehstapel leer, mischt ihr den Ablagestapel und zieht daraus weiter – so tauchen die neuen Karten bald in eurer Hand auf. Anders als bei Sammelkartenspielen baut ihr das Deck also nicht vor der Partie, sondern während des Spiels, und alle haben zu Beginn das gleiche Material.

Am bekanntesten ist das an Dominion von Donald X. Vaccarino zu sehen, dem Spiel, das die Idee laut der englischen Wikipedia als erstes populäres Deckbau-Spiel bekannt gemacht hat. 2009 wurde es Spiel des Jahres. Jeder beginnt mit 7 Kupfer und 3 Anwesen und zieht 5 Karten. Ein Zug hat drei Phasen: eine Aktion ausspielen, mit dem Geld der Hand kaufen, dann alles ablegen und 5 neue Karten ziehen. Aus 26 Sätzen von Königreichkarten liegen je Partie 10 aus, deshalb spielt sich jede Partie anders.

Worauf es beim Deckbau ankommt

  • Punkte bremsen euer Deck. In Dominion zählen am Ende Punktekarten wie Anwesen, Herzogtümer und Provinzen. Während der Partie bringen sie in der Hand aber nichts. Das Regelheft weist selbst darauf hin: Punktekarten machen den Stapel langsamer. Die Kunst ist also, den richtigen Moment zu finden, vom Ausbauen auf das Punktesammeln umzuschalten.
  • Weniger kann mehr sein. Ebenfalls laut Regelheft macht es den Stapel „schneller“, schwache Karten zu entsorgen. Wer seine Startkarten loswird, zieht die guten Karten öfter.
  • Auf die Auslage achten. Welche Karten ihr kaufen könnt, wechselt von Partie zu Partie. Darum hängt die beste Vorgehensweise davon ab, was gerade ausliegt.
  • Das Spielende im Blick behalten. Dominion endet, sobald die Provinzen aufgebraucht sind oder drei beliebige Vorratsstapel leer sind (zu fünft oder sechst vier). Wer gewinnt, hat die meisten Punkte, bei Gleichstand gewinnt, wer weniger Züge hatte.

Fünf Spiele, fünf Spielarten

  • Duell um Lebenspunkte: In Star Realms von Darwin Kastle und Robert Dougherty spielt ihr jede Runde alle Handkarten aus, kauft mit Handel Schiffe und Basen aus einer Reihe von fünf offenen Karten und bringt mit Kampf die 50 Autorität eures Gegners auf null. Das Grundspiel ist für zwei Personen, eine Partie dauert etwa 20 Minuten.
  • Kooperativ und ohne Mischen: In Aeons End von Kevin Riley verteidigt ihr gemeinsam die letzte Zuflucht der Menschheit gegen einen Erzfeind. Der Kniff: Euer Deck wird nie gemischt. Ist der Nachziehstapel leer, dreht ihr den Ablagestapel um – in welcher Reihenfolge ihr Karten ablegt, plant ihr also selbst. Wer wann am Zug ist, bestimmt ein eigenes, gemischtes Reihenfolgedeck. 2021 stand das Spiel auf der Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres.
  • Deckbau mit Einsetzen: Dune: Imperium von Paul Dennen verbindet Deckbau mit Worker Placement. Mit einer Handkarte schickt ihr einen Agenten auf ein Feld, dessen Symbol auf der Karte steht. Die übrigen Karten deckt ihr später auf und nutzt sie für Kaufkraft und Kampfstärke. Jede Karte stellt euch also vor die Wahl, wofür ihr sie verwendet. 2022 war Dune: Imperium für das Kennerspiel des Jahres nominiert.
  • Beutel statt Karten: In Die Quacksalber von Quedlinburg von Wolfgang Warsch zieht ihr Zutaten-Chips aus eurem eigenen Beutel und kauft nach jeder Runde bessere dazu. Das Prinzip ist dasselbe, nur ohne Karten – im Englischen heißt das „Pool Building“ oder „Bag Building“. Dazu kommt Nervenkitzel: Wer zu viele weiße Knallerbsen mit einer Summe über 7 zieht, lässt den Kessel explodieren. 2018 wurde das Spiel Kennerspiel des Jahres.
  • Der Klassiker zum Einstieg: Dominion selbst bleibt der gerade Weg ins Thema. Das Regelheft der zweiten Edition schlägt für die erste Partie eine feste Auswahl von zehn Königreichkarten vor, darunter Dorf, Schmiede und Markt.

Unser Fazit

Deckbau heißt: klein anfangen, gezielt kaufen, den eigenen Stapel verbessern und rechtzeitig auf Punkte umschalten. Wer das Prinzip in Reinform lernen will, beginnt mit Dominion; Star Realms ist das schnelle Duell, Aeons End die kooperative Variante, Dune: Imperium die Verbindung mit einem Spielplan und Die Quacksalber von Quedlinburg der Einstieg ohne Karten.

Kennst du jemanden, den das interessiert?

Die Spiele in der Datenbank

Quellen

  1. Deck-building game (en.wikipedia.org)
  2. Spiel des Jahres (de.wikipedia.org)
  3. Kennerspiel des Jahres (de.wikipedia.org)

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen erstellt und von boardgamez veröffentlicht. Fehler entdeckt? Schreib uns – Kontakt im Impressum.

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